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Migration und Integration in Deutschland

Demnach waren die Arbeitgeber bestrebt, diejenigen ausländischen Arbeitnehmer zu halten, die sich in mehrjähriger Beschäftigung bewährt hatten, zumal bei ihnen die Anpassungs- und hier vor allem die Sprachschwierigkeiten … überwunden waren.

Bundesanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung, 1968

Statistisches Bundesamt

7,5 Millionen schwerbehinderte Menschen leben in Deutschland

Ende 2013 lebten rund 7,4 Millionen schwerbehinderte Menschen in Deutschland, 400.000 von ihnen waren Ausländer. Gemessen am Bevölkerungsanteil waren 6 Prozent der Ausländer schwerbehindert und 9,7 Prozent der Deutschen.

Zum Jahresende 2013 lebten rund 7,5 Millionen schwerbehinderte Menschen in Deutschland. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, waren das rund 260.000 oder 3,6 Prozent mehr als am Jahresende 2011. Somit waren 2013 rund 9,4 Prozent der gesamten Bevölkerung in Deutschland schwerbehindert, mehr als die Hälfte (51 Prozent) waren Männer.

Wie das Statistische Bundesamt auf Anfrage des MiGAZIN außerdem mitteilt, hatten von den 7,5 Millionen schwerbehinderten rund 400.000 Menschen eine ausländische Staatsbürgerschaft. Gemessen an ihrem Bevölkerungsanteil waren somit 6 Prozent der ausländischen Bevölkerung schwerbehindert (Deutsche: 9,7 Prozent).

Gesundheitssystem unbekannt
Die unterschiedlichen Schwerbehinderungsraten liegen Experteneinschätzungen zufolge in erster Linie daran, dass ausländische Mitbürger sich im Gesundheitssystem weniger auskennen als Deutsche und sie höhere Barrieren überwinden müssen, etwa wenn sie die Sprache nicht beherrschen. Dies führt dazu, dass Behinderungen von Ausländern seltener erfasst werden und diese Gruppe somit auch seltener Leistungen im Zusammenhang mit ihrer Behinderung in Anspruch nehmen.

Behinderungen treten vor allem bei älteren Menschen auf: So war nahezu ein Drittel (31 Prozent) der schwerbehinderten Menschen 75 Jahre und älter; knapp die Hälfte (45 Prozent) gehörte der Altersgruppe zwischen 55 und 75 Jahren an. 2 Prozent waren Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren.

Jeder Vierte mit höchstem Behinderungsgrad
Bei knapp einem Viertel der schwerbehinderten Menschen (24 Prozent) war vom Versorgungsamt der höchste Grad der Behinderung von 100 festgestellt worden; 32 Prozent wiesen einen Behinderungsgrad von 50 auf.

Als schwerbehindert gelten Personen, denen von den Versorgungsämtern ein Grad der Behinderung von 50 und mehr zuerkannt sowie ein gültiger Ausweis ausgehändigt wurde. (sb)

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