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Letztlich haben einige Industriestaaten ihren Bedarf an zusätzlichen Arbeitskräften … dadurch gedeckt, dass sie bei der Einstellung von irregulären Arbeitsmigranten ein Augen zudrücken.

Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen, Migration in einer interpedenten Welt, 2004

TV-Tipps des Tages

30.05.2014 – Sudan, Roma, Flüchtlinge, Istanbul, Türkei, Konstantinopel

TV-Tipps des Tages sind: Mein Ausland: Südsudan: Es war viel Hoffnung, als der südliche Teil des Sudan 2011 in die Unabhängigkeit entlassen wurde – nach 23 Jahren Krieg mit dem Norden; Auf der Flucht vor Armut – Roma in Hamburg; Geheimauftrag Konstantinopel

VONÜmit Küçük

DATUM30. Mai 2014

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Mein Ausland: Südsudan
Es war viel Hoffnung, als der südliche Teil des Sudan 2011 in die Unabhängigkeit entlassen wurde – nach 23 Jahren Krieg mit dem Norden. Von der Hoffnung ist im Südsudan nicht mehr viel übrig. Seit Dezember 2013 schwelt ein politischer Machtkampf zwischen dem amtierenden Präsidenten Salva Kiir und dem entlassenen Vizepräsidenten Riek Machar, der zunehmend Züge eines Stammeskonfliktes annimmt. Präsident Kiir gehört zur Volksgruppe der Dinka, sein Kontrahent Machar ist Nuer.

Seit Ausbruch der Kämpfe zwischen Regierung und Rebellen starben schätzungsweise 10.000 Menschen, eine Million sind auf der Flucht.

ARD-Korrespondent Volker Schwenck ist nach Bor gereist. Früher lebten etwa 300.000 Menschen in der Stadt, bis vor Weihnachten Rebellen einmarschierten und die Stadt etwa einen Monat lang besetzt hielten. Der Dekan der St. Andrew-Kathedrale in Bor, Thomas Agou Kur, wird nicht vergessen, wie es rund um seine Kirche aussah, als am 18. Januar Regierungstruppen wieder in Bor einmarschierten. Der Boden war mit Blut getränkt, die Leichen von 20 Frauen hatten die Aufständischen wochenlang nicht bestattet. Auch zwei Priester waren ermordet worden. „Wir mussten den Boden entfernen, der Gestank war nicht zu ertragen,“ meint der Geistliche. Fr, 30. Mai • 18:00-18:30 • PHOENIX

Auf der Flucht vor Armut – Roma in Hamburg
Sie verkaufen Rosen, Obdachlosenzeitungen oder sammeln Schrott. Seit Rumänien und Bulgarien zur EU gehören, schlagen sich zunehmend Roma aus diesen Ländern in den Grauzonen deutscher Großstädte durch. Kaum eine Einkaufsstraße ohne Mütterchen mit Akkordeon, kaum eine U-Bahn-Linie ohne Musikanten, die nach kurzem Ständchen, den Hut kreisen lassen. Niemand hat sie gezählt. Doch Schätzungen zufolge gibt es Tausende solcher Armutsflüchtlinge, denen hier alles besser erscheint, als das Elend in der Heimat. Die Autoren Ute Jurkovics und Özgür Uludag wollten wissen, wie sich arme Roma im reichen Hamburg über Wasser halten. Wie sie wohnen und wo sie ihre Zukunft sehen, wenn Rumänen und Bulgaren ab 2014 in Deutschland uneingeschränkt arbeiten dürfen. Mit einem Kamerateam haben die Autoren eine Roma-Großfamilie aus Rumänien einige Wochen begleitet – und sind mit ihr bis in ihre Heimat gereist. Dort leben in vielen Dörfern nur noch Alte und Kinder. Wer Geld verdienen kann, wandert aus. Offiziell leben mehr als zwei Millionen Rumänen im europäischen Ausland. Jede vierte Familie muss auf einen oder mehrere Angehörige verzichten. Fr, 30. Mai • 20:15-20:45 • tagesschau24

Geheimauftrag Konstantinopel
Eine Stadt in Gefahr. Im Jahr 1437 ist Konstantinopel von den osmanischen Truppen eingeschlossen. Eine Aussicht, sich aus eigener Kraft mit militärischen Mitteln zu befreien, besteht nicht. Der Kaiser ist gezwungen, in dieser verzweifelten Lage eine Entscheidung zu treffen. Der erste Teil der zweiteiligen Dokumentation erzählt von einem der spannendsten Momente mittelalterlicher Geschichte. Mit aufwändigen Inszenierungen zeichnet er die dramatischen Entwicklungen vor über 500 Jahren nach.

Längst sind die Truppen Konstantinopels auf ein winziges Verteidigungsheer zusammengeschmolzen. Sa, 31. Mai • 05:15-06:00 • PHOENIX

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