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Es sei denn, man würde die Lebensverhältnisse der Ausländer in der Bundesrepublik derartig nachhaltig verschlechtern, dass ein Leben am Rande des Existenzminimums in den Herkunftsländern vorteilhafter erschiene.

Forschungsverbund „Probleme der Ausländerbeschäftigung“, 1979

TV-Tipps des Tages

05.05.2014 – Türkei, Iran, Ausländer, Ku-Klux-Klan, NSU Terror, Rassismus

TV-Tipps des Tages sind: Länder – Menschen – Abenteuer: fernOst – Von Berlin nach Tokio: Durch die Türkei bis zum Iran; Die Arier: Ku-Klux-Klan-Mitglied und Mo Asumang. Alle 30 Minuten findet in Deutschland eine rechtsextreme Straftat statt

VONÜmit Küçük

DATUM5. Mai 2014

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Länder – Menschen – Abenteuer: fernOst – Von Berlin nach Tokio
Durch die Türkei bis zum Iran. Zwei Geländewagen, ein Team und 27.000 Straßenkilometer. Ein neues Roadmovie lädt die Zuschauer ein zum außergewöhnlichen Abenteuer „fernOST – Von Berlin nach Tokio“. Eine Reise quer durch Asien immer entlang der Straßen des „Asian Highway“. Von Berlin durch Osteuropa und den Balkan: Abschied von Bekanntem und Begegnung mit dem Fremden auf dem Weg nach Asien.

Ein riesiger Kontinent grenzt unmittelbar an Europa – von Istanbul bis nach Tokio führt über tausende Kilometer der „Asian Highway“. Er verbindet ein Asien der Gegensätze, in dem Tradition und ungestüme Dynamik, Schicksalsergebenheit und Fortschrittsglaube, Armut aber auch sagenhafter Reichtum ineinander verwoben sind. War Asien jemals so verlockend, voller Versprechungen und gleichsam so geheimnisvoll wie heute? Nie zuvor hat ein Filmteam die Herausforderung angenommen, die Hochebenen Irans, die Regenwälder Myanmars, die Wüsten Chinas und die Millionenmetropolen Japans auf einer einzigen Reise zu durchqueren. Von Berlin durch Osteuropa und den Balkan: Abschied von Bekanntem und Begegnung mit dem Fremden auf dem Weg nach Asien. Vom schillernden Istanbul bis an die iranische Grenze.

Von Berlin nach Istanbul geht es in einem Ritt. Prag, Budapest und Belgrad sind nur Durchgangsstationen. Das Team erreicht die Grenze Europas in Istanbul. Am Bosporus erste Begegnungen. Ein Imam arbeitet als Seelsorger in einem Szeneviertel der türkischen Millionenstadt, und eine Kaffeesatzleserin sagt dem Team schon mal den weiteren Verlauf der Reise voraus. So völlig problemlos soll sie wohl nicht ablaufen. Auf die jüngere türkische Geschichte trifft das Team in der Hauptstadt Ankara, in Anatolien auf die Spuren eines längst verschwundenen Großreiches. Im Dorf Akdag, das nur im Sommer bewohnt wird, stoßen sie auf Münchner und Berliner Türken, und am Berg Ararat begegnet dem Fernsehteam ein Mann, der die Arche Noah bewacht – oder das, was er dafür hält. Vor den Reisenden liegen nun knapp zweitausend Kilometer Wegstrecke durch den Iran, wenn man sie über die Grenze lässt. Mo, 5. Mai • 15:15-16:00 • NDR Niedersachsen

Die Arier
Dokumentarfilm (Dokumentarfilm – Gegenwarts-/Problemstoff – Fernsehspiel) – Ku-Klux-Klan-Mitglied und Mo Asumang. Alle 30 Minuten findet in Deutschland eine rechtsextreme Straftat statt. Mehr und mehr rassistische Aktionen werden mit dem Wort Arier oder Aryan in Verbindung gebracht. So erhielt die afrodeutsche Regisseurin Mo Asumang selbst eine Morddrohung von den „White Aryan Rebels“, die Unterstützer der NSU-Terrorzelle und Mitherausgeber des Magazins „The Aryan Law & Order“ sind. Bei Beate Zschäpe findet man einen Artikel, der die „arische“ Rasse erklärt, und in den USA werden unzählige Morde durch „Aryan Hategroups“ verübt.

Mo Asumang findet, es sei an der Zeit, der Sache mit den Ariern auf den Grund zu gehen. Sie begibt sich auf die Suche nach den Ursprüngen des Arierbegriffs und dessen Missbrauch durch Rassisten. So besucht sie Propaganda-Veranstaltungen der selbsternannten Arier in Gera, Wismar und Potsdam. Sie forscht in Archiven und reist schließlich in den Iran, wo alte Inschriften den Ursprung des Arierbegriffs bezeugen und ihm eine ganz andere Bedeutung geben. In den USA trifft sie sich mit dem Ku-Klux-Klan und einem Top-Rassisten von schauerlichem Weltruf: Tom Metzger, dem Gründer der „White Aryan Resistance“.

Mo Asumangs Blick und Strategie im Film ist bisweilen entwaffnend einfach: Sie konfrontiert Rassisten mit scheinbar arglosen Fragen, provoziert und irritiert schon allein durch ihre Anwesenheit und sucht hinter der hasserfüllten rechten Ideologie nach den dahinter stehenden Menschen.

Mit Esther Bejarano, Felix Wiedemann, Josef Wiesenhöfer, Alireza Askari, Heidi Beirich, Tom Metzger, Klaus Theweleit und anderen. Mo, 5. Mai • 23:55-01:25 • ZDF

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