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Wenn Ausländer […] von der einheimischen Bevölkerung als Konkurrenten um Arbeitsplätze […] und als Bedrohung der Sicherheit […] wahrgenommen werden, dann erhöht die vermehrte Sichtbarkeit der Migranten dieses Gefühl […]

Forschungsverbund „Probleme der Ausländerbeschäftigung“ / 1979, 1979

Deutsche Presse

05.05.2014 – NSU, Rassismus, Edathy, Türkei, Ausländer, Diren, Zschäpe

Die Debatte zu Rassismus bleibt aus; Bundesregierung will kriminelle Ausländer leichter ausweisen; Strafverschärfendes Motiv: Hassverbrechen sollen härter bestraft werden: NSU Terror: Der harte Kampf der Richter gegen die eiskalte Angeklagte Beate Zschäpe; Hunderte trauern um Diren; Stephan Weil besucht Türkei

VONÜmit Küçük

DATUM5. Mai 2014

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Ein Jahr läuft der NSU-Prozess nun. Er ist nervenzehrend, ein kleinteiliges Puzzle für den Richter. Am 80. Verhandlungstag passierte plötzlich etwas Neues, Ungewöhnliches: Beate Zschäpes Stimme war zu hören.

NSU-Prozeß: Ein kürzlich verstorbener Ex-V-Mann könnte 2006 eine CD mit dem Namen der Terrorgruppe im Titel erstellt haben – fünf Jahre, bevor sie Außenstehenden bekanntwurde

Wer aus „rassistischen, fremdenfeindlichen oder sonstigen menschenverachtenden“ Beweggründen Straftaten verübt, muss auch in Deutschland künftig mit höheren Strafen rechnen. Das sieht ein Gesetzentwurf vor, der vor einigen Tagen vom Justizministerium vorgelegt wurde.

Ein 26-Jähriger ist in Hellersdorf fremdenfeindlich angegriffen worden. Die Täter täuschten sich: Ihr Opfer war ein dunkelhäutiger Deutscher.

Initiativen analysieren im Bericht »Berliner Zustände 2013« die Ausgrenzung von Flüchtlingen und Roma. Neuer »Schattenbericht« zu Rechtsextremismus und Rassismus in Berlin erschienen. Initiativen kritisieren fehlende Problematisierung von institutionellem Rassismus.

Eine „Flucht-Konferenz“ der Linken diskutiert die Situation von Flüchlingen am Beispiel Bremer Yeziden, zu denen auch der Linken-Abgeordnete Cindi Tuncel gehört.

Am Samstagnachmittag kam der radikale Islam-Prediger Pierre Vogel nach Nürnberg. Der 2001 konvertierte deutsche Ex-Boxer sprach in einem durch spanische Reiter abgegrenzten Bereich zu etwa 150 konservativen Religionsanhängern.

Die Bundesregierung will kriminelle Ausländer schneller ausweisen. Das sieht ein Gesetzentwurf zur Reform des Bleiberechts sowie der Aufenthaltsbeendigung vor, der sich nach Angaben einer Sprecherin des Bundesinnenministeriums gegenüber dieser Zeitung in der Ressortabstimmung befindet.

Bewegender Abschied: In Hamburg haben Hunderte Menschen des 17-jährigen Diren gedacht. Der deutsche Gastschüler war in Missoula, im US-Bundesstaat Montana, erschossen worden. Dem Vater steht der schwerste Gang jedoch noch bevor.

Der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz warnt im Interview mit dem Tagesspiegel vor neuer linker Gewalt, Whistleblowern in Firmen und Behörden und zuviel Offenheit gegenüber dem NSA-Untersuchungsausschuss.

Der Ex-SPD-Abgeordnete Sebastian Edathy hat Verfassungsbeschwerde wegen Durchsuchungen im Zuge der Kinderporno-Vorwürfe gegen ihn eingelegt. Zu den neuen Vorwürfen des LKA Niedersachsen schweigt er.

Die französische Nationalistin Marine Le Pen will mit einer rechten Fraktion im Europäischen Parlament die EU-Integration stoppen. Sie will den Euro und die Freizügigkeit von Arbeitnehmern abschaffen.

Die Türkei ist EU-Beitrittskandidat, aber eine Grundvoraussetzung für die Kandidatur ist entfallen: Das Land wird in Sachen Medienfreiheit neuerdings nicht einmal mehr als „teilweise frei“ eingestuft.

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) will auf einer sechstägigen Reise in die Türkei neue Kontakte in dem Land am Bosporus knüpfen.

Integration und Migration

Bundesregierung will kriminelle Ausländer leichter ausweisen

NSU Terror

Hunderte trauern um Diren

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Ausland

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Nachtrag vom 04 .0.2014

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