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Migration und Integration in Deutschland

In allen Zielstaaten der Arbeitsmigration weisen die Eltern der als Migranten erfassten Jugendlichen eine kürzere Schulbesuchszeit und einen geringeren ökonomischen, sozialen und kulturellen Status auf als die Eltern von Nichtmigranten. Nirgendwo ist dieser Unterschied … aber so stark wie in Deutschland.

Konsortium Bildungberichterstattung, Bildung in Deutschland, 2006

Nordrhein-Westfalen

Weniger Einbürgerungen im Jahr 2013

Erstmals seit 2008 ist die Zahl der Einbürgerungen in Nordrhein-Westfalen zurückgegangen. 2013 ließen sich nur noch rund 29.600 Personen einbürgern. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Rückgang von 2,2 Prozent.

Im Jahr 2013 wurden in Nordrhein-Westfalen 29.629 Personen eingebürgert und erhielten damit die deutsche Staatsangehörigkeit. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, waren das 2,2 Prozent weniger als ein Jahr zuvor (2012: 30.282). Die Zahl der Einbürgerungen ist damit seit 2008 erstmals wieder niedriger als im Vorjahr.

Im Jahr 2013 hatten 10.165 Personen vor ihrer Einbürgerung die türkische Staatsangehörigkeit. Es folgten Einbürgerungen von Personen mit vormals polnischem (1.330) und marokkanischem (1.244) Pass. Die Zahl der Einbürgerungen von Personen aus den EU-Staaten steigt – unter anderem auch aufgrund der EU-Erweiterungen – seit 2010 an und war 2013 mit 5.511 Personen um 19,8 Prozent höher als im Vorjahr (4.600).

Exakt drei Viertel (75,0 Prozent) der Eingebürgerten waren im Jahr 2013 zwischen 10 und 39 Jahren alt, ein Jahr zuvor hatte dieser Anteil bei 76,9 Prozent gelegen. Jeweils etwa ein Viertel war zwischen 30 und 39 Jahren (27,1 Prozent) sowie zwischen 20 und 29 Jahren (24,6 Prozent) alt. Weitere 23,3 Prozent waren zwischen 10 und 19 Jahren alt.

Genau die Hälfte aller Eingebürgerten lebte zum Zeitpunkt der Einbürgerung im Jahr 2013 bereits seit mindestens 15 Jahren in Deutschland; weitere 40,5 Prozent konnten auf eine Aufenthaltsdauer von 8 bis 14 Jahren zurückblicken. (bk)

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