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Konsortium Bildungberichterstattung, Bildung in Deutschland, 2006

Prof. Angelika Neuwirth

„Die Behauptung, dem Islam fehle die Aufklärung ist auch ein uraltes Klischee“

Der Koran, das heilige Buch der Muslime, ist für viele ein Buch der Gewalt und der Frauenunterdrückung. Ganz anders sieht die renommierte Arabistin Prof. Angelika Neuwirth den Koran – als revolutionär und ästhetisch, von dem jeder lernen kann. Anna Alvi und Alia Hübsch sprachen mit ihr.

Alvi & Hübsch: Frau Neuwirth, auf mehr als achthundert Seiten versuchen Sie in ihrem Werk über den „Koran als Text der Spätantike“ einen europäischen Zugang zum heiligen Buch der Muslime zu finden. Was genau meinen Sie mit dem „europäischen“ Blick auf den Koran?

Prof. Dr. Angelika Neuwirth studierte Arabistik, Semitistik und Klassische Philologie an der Freien Universität Berlin sowie in Teheran, Göttingen, Jerusalem und München. Nach ihrer Habilitation arbeitete sie von 1977 bis 1983 als Gastprofessorin an der Universität von Jordanien in Amman. Von 1994 bis 1999 war sie Direktorin am Orient-Institut der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft Beirut und Istanbul. Derzeit ist sie an der Freien Universität in Berlin als Professorin tätig. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich des Korans und der Koranexegese, in der modernen arabischen Literatur der Levante, der palästinensischen Dichtung und der Literatur des israelisch-palästinensischen Konflikts. Für ihre Koranforschung erhielt sie im Juni 2013 den Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa.

Prof. Dr. Angelika Neuwirth: Das Buch selber legt das dar. Ich versuche zu zeigen, dass wenn man den Koran historisch liest, man auf dieselben Traditionen stößt, die von Europäern als für ihre Kultur grundlegend in Anspruch genommen werden. Das ist einfach eine historische Lektüre des Korans, jetzt nicht wie üblich als Gründungsurkunde des Islam, sondern gewissermaßen dahinter zurück. Der Koran wird als eine Verkündigung, das heißt als Botschaft an Leute, die noch gar nicht Muslime waren, gelesen. Denn Muslime wurden sie ja erst durch die Verkündigung. Dieser Blick zeigt, dass damals dieselben Probleme auf der arabischen Halbinsel diskutiert wurden, wie in der umliegenden spätantiken Welt, die später dann gewissermaßen als Grundlage Europas wahrgenommen wurde. Das heißt, wir entstammen alle einem gemeinsamen Entstehungsszenario, ein Sachverhalt, der nur durch spätere historische Entwicklungen verunklärt worden ist.

Also, geht es ja eigentlich nicht um einen „europäischen“ Zugang, sondern um die verbindenden Elemente der Spätantike bzw. die Einflüsse der Antike. Und weder der sogenannte ‚Orient‘ noch der ‚Okzident‘ können diese Elemente als Eigenheit für sich beanspruchen, oder?

Neuwirth: Das tun sie allerdings faktisch. Sowohl im Orient, also in der konventionellen islamischen Selbstwahrnehmung, wird davon ausgegangen, dass der Islam sich bereits von seinen Anfängen her essentiell von der umgebenden Kultur unterscheidet, dass mit ihm etwas ganz Neues in die Welt gekommen ist. Davor gab es das Zeitalter der ‚Jahiliya‘ (Zeit der Unwissenheit), eine gering geschätzte Epoche, die man nicht unbedingt zur Kenntnis nehmen muss. Und im Westen glaubt man, dass der Islam das ganz Andere ist, also etwas, was nicht zu der eigenen Kultur gehört. Es sind uralte Festschreibungen von Andersheit, die historisch nicht zu halten sind, die sich aber aufgrund von früheren Machtverlagerungen oder Machtverhältnissen eben so festgeschrieben haben.

Würden Sie dann auch die Auffassung verneinen, dass der Islam noch eine Aufklärung nötig hat bzw. das Vernunft und Wissenschaft im Koran in einem Spannungsverhältnis zum Glauben stehen?

Neuwirth: Die Behauptung, dem Islam fehle die Aufklärung ist auch ein uraltes Klischee. Der Stolz auf die Aufklärung, wenn er sich inzwischen allerdings auch etwas gelegt hat, verleitet immer wieder dazu, der westlichen Kultur gegenüber dem Islam einen erheblichen Vorsprung zuzumessen. In der islamischen Geschichte hat es zwar keine flächendeckende Säkularisierungsbewegung gegeben, dies aber deshalb nicht, weil Sakrales und Säkulares im Islam bereits nebeneinander existierten. Auch war das Kräfteungleichgewicht keineswegs immer so wie wir es heute haben. Die islamische Wissenskultur war sehr lange Zeit der westlichen oder überhaupt der außerislamischen weit überlegen. Das hat nicht zuletzt zu tun mit den medialen Vorsprüngen, die man hatte. Es gab in der islamischen Welt beispielsweise schon seit dem achten Jahrhundert die Herstellung von Papier. Diese ermöglichte wiederum, immense Massen von Texten zu verbreiten, wovon im gleichzeitigen Westen keine Rede sein konnte. Es ist sicher mehr als das Hundertfache des im Westen an Schriften Vorhandenen was da an arabischen Texten in Umlauf gebracht worden ist. Bis zum 15. Jahrhundert war man im Westen noch auf Pergament angewiesen, was sehr kostspielig und schwer zu bekommen war.

Wenn wir uns die inhaltliche Ebene des Korans anschauen: Welches Frauen- und Menschenbild konstatiert der Koran?

Neuwirth: Natürlich ist der Koran kein Nachschlagwerk für soziales Verhalten. Weite Kreise gehen heute davon aus, dass man alle Normen des Islam bereits im Koran auffinden kann. So war der Koran aber nicht gedacht. Es wandte sich als Verkündigung an Leute, die andere Normen kannten und bereit waren, diese Normen infrage zu stellen. Der Koran bildet Verhandlungen über verschiedene Normen ab. Dass man die relativ wenigen rechtlich relevanten Anweisungen dann systematisiert hat und zu einem Teil des islamischen Normenkanons, der Scharia gemacht, ist eine andere Sache. Die spätere Rechtsliteratur reflektiert nicht dieselben Verhältnisse wie der Koran. Das zeigt sich besonders deutlich am Bild der Frau, das ja in der islamischen Rechtsliteratur ganz anders aussieht als im Koran. Gerade hier markiert der Koran einen revolutionären Fortschritt: Er stellt die Frau – zu seiner Zeit ist es einmalig! – vor Gott auf gleiche Ebene mit dem Mann. Beide Geschlechter werden im jüngsten Gericht auf dieselbe Weise beurteilt. Das klingt vor heute aus gesehen vielleicht irrelevant, aber das ist es nicht. In der damaligen Zeit war die Gleichstellung der Frau mit dem Mann noch ganz undenkbar – es gab sogar noch Diskussionen darüber, ob die Frau überhaupt eine Seele habe. Die Frau wurde sehr ambivalent beurteilt und ihr Rechtsstatus war in vielen vorislamischen Gesellschaften ausgesprochen ungünstig. Der Koran rückt die Frau auch in wichtigen weltlichen Dingen auf die gleiche Ebene mit dem Mann, sie besitzt Rechte und kann sogar erben, ist also keineswegs entmündigt.

Navid Kermani spricht in seinem Werk „Gott ist schön“ von der ästhetischen Dimension des Korans. Können Sie dazu näheres sagen?

Neuwirth: Ja, das ist sogar wichtig. Wenn man, wie viele Koranforscher es heute tun, den Koran als eine Art Informationsmedium liest, in dem bestimmte Informationen drin stehen, dann wird man der ganzen Sache nicht gerecht. Der Koran ist sehr stark poetisch geprägt und hat eine ganze Reihe von Botschaften, die er gar nicht explizit, gar nicht eindeutig auf der semantischen Ebene mitteilt, sondern eben durch poetische Strukturen vermittelt, sonst wäre er auch gar nicht so eindringlich. Wenn da bestimmte Informationen stünden, die hätte man vielleicht woanders auch haben können. Das Einzigartige am Koran ist eben seine Vielschichtigkeit, das er auf verschiedenen Ebenen spricht und das ist einerseits natürlich ästhetisch von großem Reiz, aber es ist auch, wenn man so will, rhetorisch oder überzeugungstechnisch von großem Reiz.

Wie gesagt, die Aussagen des Korans ließen sich vielleicht in einem ganz kurzen Zeitungsresümee zusammenfassen, das hätte aber keinerlei Effekt gehabt. Es geht wirklich um diese Verzauberung durch Sprache. Sprache selbst wird im Koran auch gepriesen als die höchste Gabe, die der Mensch von Gott erhalten hat. Das hat natürlich zu tun mit Wissen. Sprache ist das Medium des Wissens. Deswegen sollte man auf gar keinen Fall der islamischen Kultur auch noch Wissensfeindlichkeit unterstellen. Also der ganze Koran ist im Grunde genommen ein Preis auf das Wissen. Das Wissen, das sich durch Sprache artikuliert.

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13 Kommentare
Diskutieren Sie mit!»

  1. serhat parlak sagt:

    Super Analyse.
    Vielen Dank an die Interviewerinnen

  2. Madiha Din sagt:

    Sehr geehrte Leser,

    der Artikel ist ein Interview mit Prof. Angelika Neuwirth, indem sie über denn Heiligen Quran spricht. Unter anderem bezeichnet sie ihn als “ revolutionär und ästhetisch“ und ist der Meinung, dass jeder Mensch von ihm lernen kann.

    Meiner Auffassung nach hat Prof. Neuwirth vollkommen recht. Sie weißt in dem Interview darauf hin, den Quran vor dem Hintergrund zu lesen, dass er damals als Verkündung galt. Außerdem enthielt er damals schon alle wichtigen Normen der heutigen Zeit, auch die der europäischen Gesellschaft.

    Wenn man den Quran liest, muss man auch beachten, dass er sehr poetisch geschrieben ist. Deshalb ist nur einiges wortwörtlich zu verstehen, das Meiste jedoch ist in Metaphern geschildert. Also ist ein gewisses Hintergrundwissen und große Aufmerksamkeit nötig um ihn richtig zu interpretieren.

    Für die damalige Zeit war es für die Menschen das „schockierende“ am Quran, dass er Mann und Frau vor Gott gleichstellte. Von so etwas hatte man bis dahin nichts gehört. Die Frauen waren nicht viel Wert und wurden auch dementsprechend behandelt. Wer also auch immer den Quran liest und versucht ihn zu verstehen, sollte immer an diese Hintergrundinformationen denken. Vielleicht fällt es dann einfacher ihn zu verstehen und es wird auffallen, dass der Islam eine friedliche und faire Religion ist. Auch ist der Islam die einzige Religion, die mit fünf täglichen Gebeten dem Menschen die Möglichkeit gibt kurz dem Alltag zu entfliehen und sich durch die Anbetung Gottes neu zu sammeln, um die Probleme des Alltags bewältigen zu können.

    Bedenkt man diese Dinge, dann fragt man sich immer wieder: Wie kommen die Menschen auf den Gedanken, dass der Quran ein frauenfeindliches und gewaltverherrlichendes Buch ist?! Statt solche Vorurteile zu verbreiten sollten man sich lieber Wissen über den Islam und den Quran aneignen und dann versuchen ihn zu verstehen.

    Madiha Din, 23 Jahre

  3. posteo sagt:

    Madiha Din sagt:
    „Für die damalige Zeit war es für die Menschen das „schockierende“ am Quran, dass er Mann und Frau vor Gott gleichstellte. Von so etwas hatte man bis dahin nichts gehört. Die Frauen waren nicht viel Wert und wurden auch dementsprechend behandelt. Wer also auch immer den Quran liest und versucht ihn zu verstehen, sollte immer an diese Hintergrundinformationen denken.“

    Das mag für die damalige arabische Welt so gewesen sein, aber in Bibel und Thora=Altes Testament nehmen Frauen zum Teil sehr selbstbewußte Rollen ein (z.B. Sarah, die altestamentarische Ehefrau Abrahams, Judith, die ihr Volk von einer Belagerung durch die Assyrer befreite, Maria Magdalena, die sich den Jüngern Jesu anschloss. Auch in den Psalmen wird nicht nur die Schönheit, sondern auch die Tüchtigkeit der Frau gepriesen.

    Aber das ist nicht der Punkt. Es ist die aktuelle Entrechtung der Frau in verschiedenen islamischen Staaten, die von Verboten des Schulbesuchs, bis zur der Vormundschaft durch männliche Verwandte in Saudi-Arabien reichen, die die westlche Welt an der Gleichberechtigung der Frauen im Islam zweifeln lässt.

  4. Hadice sagt:

    @Madiha Din
    „Außerdem enthielt er damals schon alle wichtigen Normen der heutigen Zeit, auch die der europäischen Gesellschaft.“

    Welche denn? Mir fällt beim besten Willen nichts ein!

    „Bedenkt man diese Dinge, dann fragt man sich immer wieder: Wie kommen die Menschen auf den Gedanken, dass der Quran ein frauenfeindliches und gewaltverherrlichendes Buch ist?! Statt solche Vorurteile zu verbreiten sollten man sich lieber Wissen über den Islam und den Quran aneignen und dann versuchen ihn zu verstehen.“

    Das Problem sind selten die Religionen an sich, sondern viel mehr die Menschen die diese ausüben wollen! Diese vermischen nämlich so gut wie immer ihre eigenen Moralvorstellungen mit denen einer Religion und versuchen sie meist noch über die Religion zu rechtfertigen. Dass im Koran nicht nur intelligentes steht, finde ich nicht schlimm, schlimm ist es nur, wenn man ausgerechnet die weniger intelligenten Passagen dogmatisiert!

    Prof. Angelika Neuwirth hat zwar eine sehr schöne Erklärung, was der Islam ist und was er will, aber was hat man davon, wenn die wichtigsten Stellen Frau Neuwirth nicht ernst nehmen? Was hat man davon, wenn man behauptet der Koran wäre schon eine aufgeklärte Religion, wenn keiner dies so praktiziert? In Sonntagsreden hört sich immer alles toll an!

  5. Elvenpath sagt:

    Da haben wird das Pendant zum WIschi-Waschi-Chtisten: Der Wischi-Waschi-Muslim, bzw. Muslima.
    Diese Leute zeichnen sich durch eine extrem der heutigen Zeit angepassten und verwässerten Auslegung der jeweiligen „Heiligen Schrift“ an. Die Passagen, die für heute Verhältnisse grausam und unmenschlich sind,werden schlicht ignoriert (z. B. ganze Völkermorde im Namen des Gottes, oder drakonische Strafen für geringste Vergehen). Andere Teile werden, mühsam um gedeutet und sehr freizügig interpretiert, so dass sie mit heutigen, humanistischen Werten und heutiger Ethik leidlich kompatibel sind.

    Frau Hübsch und Konsorten und auch viele, viele Christen reden sich ihren Glauben, ihre Religion massiv schön. Wischi-Waschi eben.

  6. posteo sagt:

    Woran erkennt man, ob eine Religion oder ihre Anhänger eine Aufklärung durchlaufen haben. Ich würde sagen, daran, ob religiöse Inhalte als gleichnishaft, symbolisch verstanden werden können, oder ob sie faktisch verstanden werden müssen.
    Alle 3 monotheistischen Weltreligionen verehren Abraham.
    Christen, wie ich bezeichne Abraham als ihrem „mythologischen“ Stammvater oder leiten biblische Berichte mit den Worten „nach der/unserer Überlieferung“ ein. Das heißt nicht, dass Abraham möglicherweise nicht tatsächlich gelebt hat, sondern nur, dass die der Bibel zugrundeliegende Abrahamsgeschichte nicht als historischer Beleg ausreicht.
    Im Gegensatz dazu habe ich öfter erlebt, das Muslime, auch wenn sie sonst völlig westlich enkulturiert und akademisch gebildet sind, religiöse Berichte wortwörtlich nehmen.
    Dass es für die religiöse Bedeutung der Abrahamsgeschichte keine Rolle spielt, ob Abraham tatsächlich gelebt hat, oder ob anhand seiner Person nur der Bewußtseinswandel von einem Vielgötter- oder Naturgeisterglauben zu einem Eingott-Glauben und die damit verbundenen ethischen Grundsätze beispielhaft dargestellt werden sollten, ist diesen Leuten nicht vermittelbar.
    Dabei spielt es keine Rolle, ob der Islam diese aufgeklärte gleichnishafte Sicht kennt oder nicht, viele Muslime kennen sie offenbar nicht.

  7. Muneeza Ahmed sagt:

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    nachdem der Islam in den Medien so schlecht gemacht wird, ist es sehr erfreuend auch so einen Artikel zu lesen. Denn an diesem Artikel erkennt man, dass wenn man sich intensiver mit dem Quran befasst, alle Vorurteile gegen den Islam, verschwinden. Alle Antworten auf unsere Fragen befinden sich im Quran und wenn man auch alle theologisch und philosophisch relevanten Antworten auf unsere Fragen und wenn man auch alle Zusammenhänge versteht und den Kontext der Zeit betrachtet, kann es zu keinem Missverständnis kommen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Muneeza Ahmed, 18

  8. Serge Bao sagt:

    „Alle Antworten auf unsere Fragen befinden sich im Quran…“

    Eben nicht…eben nicht! Damit zitieren Sie ja nur den Quran! Und soweit ich Prof. Neuwirth verstanden habe heißt es ja gerade nicht, dass alles so OK ist wie es gerade ist! Sondern, dass es OK sein könnte, wenn denn alle den Quran richtig interpretieren könnten, aber das tun die meisten doch gerade nicht, man muß den Quran nämlich intensivst studiert haben um ihn zu verstehen (und damit meine ich nicht auswendig lernen)! Prof. Neuwirth wollte hier keinen in seinem Glauben bestätigen, sondern eine mögliche (aufgeklärtere) Glaubensauslegung aufzeigen! Und zu einer aufgeklärten Version des Islams gehört nunmal die Einsicht, dass nicht alle Antworten im Quran zu finden sind, sondern nur die die deinen Glauben betreffen. Es wird Fragen geben, die der Quran dir nicht beantwortet und wo der Islam dir nicht mehr weiterhilft, sondern nur noch dein gesunder Menschenverstand!
    Stichwort: Spiritualität

  9. Soli sagt:

    Das Leben ist viel zu vielschichtig und komplex alls das ein kleines „Büchlein“ wie der Koran damit „Alle antworten auf unsere Fragen“ beantworten könnte.
    Die zusätzlichen Erläuterungen und INterpretierungen zeigen das ja auch. Und gerade da kommt die Aufkärung ins Spiel. Es gibt Strömungen im Islam die die Spiritualität hoch bewerten und die Verse in diesem Kontekxt sehen, und andere, die das alles ins Weltliche transportieren möchten.

    Erstere befinden sich mit dem Koran da wo wir die Bibel auch sehen. Als ein interessantes Buch der Zeitgeschichte das Hinweise zum Miteinander geben kann. Kann man Lesen, muss man aber nicht

    Letztere Gruppe eher auf dem Irrweg und hängt in den Augen der aufgeklärten Menschen in einer vergangen Zeit fest, ist halt nicht in der „Post-Religiösen-Zeit“ angekommen.

  10. […] Ich entnehme die folgenden Zitate einem vorbildlich geführten Interview von Alvi & Hübsch im MiGAZIN. […]


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