MiGAZIN

Migration und Integration in Deutschland

Die Umstellung darauf, dass jetzt die Ausländer die Überlegenen sind, da sie wenigstens einen Arbeitsplatz besitzen, ist für viele nicht nachvollziehbar.

Friedrich Landwehrmann, Strukturfragen der Ausländerbeschäftigung, 1969

Deutsche Presse

26.02.2013 – Rassismus, NSU, Merkel, EU Beitritt Türkei, NPD Verbot, Doppelpass

Zuwanderer unerwünscht; Bremer SPD knöpft sich Korol vor; Grüne wollen Doppel-Pass; Friedrich plädiert für NPD-Verbotsantrag; Erdogan sieht die Türkei „de-facto in der EU“; Erdogan fordert doppelte Staatsbürgerschaft für Türken in Deutschland; Nazi-Bruderschaft aufgeflogen; Islamische Theologie an deutschen Unis: Meilenstein für die Integration

VONÜmit Küçük

DATUM26. Februar 2013

KOMMENTAREKeine

RESSORTDeutsche Presse

SCHLAGWÖRTER

DRUCKENAnsicht

MEHR ZUM ARTIKEL

DANKE,
ich möchte MiGAZIN auch in Zukunft lesen!

Die Themen des Tages sind:

Die Bremer SPD erhöht den Druck auf den Bürgerschaftsabgeordneten Martin Korol, der durch rassistische Äußerungen von sich reden macht. Die Parteiführung distanziert sich jetzt auch ausdrücklich von Korols frauenfeindlichen Sprüchen – und will über Konsequenzen beraten.

Die Grünen planen, den Optionszwang für Doppelstaatler zu Fall zu bringen. Fraktionschefin Renate Künast kündigte eine Initiative im Bundesrat an, um den sogenannten Doppel-Pass zu erleichtern.

Während Kanzlerin Angela Merkel durch die Türkei reist, wächst zu Hause in Deutschland der Druck auf ihre schwarz-gelbe Regierung: Sie solle so schnell wie möglich die doppelte Staatsangehörigkeit für Einwanderer und ihre Kinder zulassen, fordert die Türkische Gemeinde.

In Deutschland geborene Türken müssen sich mit 23 Jahren für eine Staatsbürgerschaft entscheiden, sonst werden sie ausgebürgert. Die Grünen planen eine Bundesratsinitiative für einen Doppel-Pass.

„Mit Tötungsdelikten ist zu rechnen“ am Hans-Otto-Theater in Potsdam. Ein wichtiger, packender Dokumentartheater-Abends über Rassismus und rechtsextremen Alltag in Deutschland.

Der Münsteraner Islam-Theologe Mouhanad Khorchide wird von muslimischen Verbänden angefeindet und zur „Reue“ aufgefordert – und wehrt sich nun öffentlich.

Die muslimischen Verbände, die jetzt gegen den Münsteraner Islam-Theologen Mouhanad Khorchide Front machen, haben sich verrannt. Es steht ihnen zwar frei, seine Überzeugungen kritisch zu sehen.

In Butzbach werben Anhänger der rechtsextremen Partei Pro Deutschland an einem Infostand um Unterstützer. Doch viele Butzbacher halten dagegen: Sie verteilen in Gedenken an die Geschwister Scholl, die die Nazis vor 70 Jahren hinrichteten, weiße Rosen an Passanten.

Der Bedarf an islamischen Theologen in Deutschland wächst immer weiter. Imame in Gemeinden, Religionslehrer in Schulen oder auch Wissenschaftler in der Forschung sind gefragter denn je.

In die Debatte über einen eigenen Verbotsantrag der Bundesregierung zum NPD-Verbot kommt Bewegung. Bundeskanzlerin Angela Merkel wolle das Kabinett und vor allem den zögernden Koalitionspartner FDP von einem solchen Antrag überzeugen, berichtet der Tagesspiegel unter Berufung auf Mitglieder der Unionsfraktion.

Italien macht es spannend mit der Schicksalswahl. In den Hochrechnungen geht es mal rauf und mal runter für die beiden politischen Lager. Ein großer Gewinner steht schon früh fest: die populistische Protestbewegung „Fünf Sterne“.

Der türkische Ministerpräsident Erdogan präsentiert sich bei Kanzlerin Merkels Besuch als diplomatischer Muskelprotz. Die festgefahrenen Verhandlungen zum EU-Beitritt überspielt er souverän.

Bundeskanzlerin Angela Merkel wirbt in der Türkei für Religionsfreiheit und verspricht die Wiederaufnahme der EU-Beitrittsverhandlungen. Die Pressekonferenz mit Erdogan ist – je nach Sichtweise – freundlich oder nahe am Eklat.

Integration und Migration

Deutschland

Friedrich plädiert für NPD-Verbotsantrag

Ausland

Merkel in der Türkei

Testen Sie den kostenlosen MiGAZIN Newsletter:
Bitte beachten Sie unsere Netiquette. Vielen Dank!

Ihr Kommentar dazu:

MiGAZIN

Ziel und Zweck von MiGAZIN ist die Förderung der politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Partizipation von Migrant(inn)en in der Aufnahmegesellschaft. In diesem Sinne soll MiGAZIN die Kommunikation fördern und füreinander sensibilisieren. Mehr über uns...

MiGMACHEN

Die Redaktionsmitglieder von MiGAZIN haben vor allem eins gelernt: Wer über sein Wissen und seine Erfahrungen schreibt, lernt immens dazu. Die kritische Diskussion mit Lesern eröffnet neue Horizonte. Daher hat das MiGAZIN-Team die Aktion-MiGMACHEN ins Leben gerufen. Hier bieten wir allen Interessierten die Möglichkeit, MiGAZIN als Autor, Pate oder Jungautor mitzugestalten. Nähere Informationen...

GRIMME Online Award 2012

    Begründung der Jury: "Über Migranten und Migration wird in Deutschland viel gesprochen. Vor allem von Deutschen. Im Chor der vielen und oft sehr lauten Stimmen fehlen aber zumeist die der Migranten. Und genau diese Lücke füllt das MiGAZIN mit qualitativ hochwertigen Texten und verständlicher Berichterstattung." Weiter ...