MiGAZIN

Migration und Integration in Deutschland

Die Umstellung darauf, dass jetzt die Ausländer die Überlegenen sind, da sie wenigstens einen Arbeitsplatz besitzen, ist für viele nicht nachvollziehbar.

Friedrich Landwehrmann, Strukturfragen der Ausländerbeschäftigung, 1969

TV-Tipps des Tages

15.01.2013 – Türkei, Ausländer, Saudi Arabien, Migranten, Integration

TV-Tipps des Tages sind: Die Zehn Gebote: Seit sie zu einer „Illegalen“ wurde, lebte Hülya versteckt bei Verwandten – vier Jahre lang, mal hier, mal dort, nie länger als ein paar Wochen am selben Ort; Mit Allahs Hilfe: Areej ist gerade Witwe geworden und von ihrem verstorbenen Ehemann schwanger. Um ihr ungeborenes Kind zu schützen, geht sie ein großes Risiko ein …

VONÜmit Küçük

DATUM15. Januar 2013

KOMMENTAREKeine

RESSORTTV-Tipps

SCHLAGWÖRTER

DRUCKENAnsicht

MEHR ZUM ARTIKEL

DANKE,
ich möchte MiGAZIN auch in Zukunft lesen!

Die Zehn Gebote
7/10, Gestohlene Jahre – Wissen und mehr – Seit sie zu einer „Illegalen“ wurde, lebte Hülya versteckt bei Verwandten – vier Jahre lang, mal hier, mal dort, nie länger als ein paar Wochen am selben Ort. Keine Freunde, keine Schule, keine Kontakte in die Außenwelt. Keine Freunde, bei denen sie sich melden und die Sorgen teilen konnte. Hülya traute sich kaum vor die Haustür, saß allein zu Hause und wartete, dass der Alptraum endlich endet. Sie war gerade 14 Jahre alt, als ihre kurdische Familie, nachdem sie zehn Jahre in Deutschland gelebt hatten, keine Duldung mehr bekam und in die Türkei abgeschoben werden sollte. Für Hülya damals wie heute unvorstellbar.

Die Türkei kannte sie nur aus dem Fernsehen oder aus Urlaubserzählungen. Ihre Eltern hofften, dass es irgendwie doch noch eine Chance für sie in Deutschland geben könnte, und tauchten unter. Dahinter stand bei ihnen die Hoffnung, dass ihre Tochter in Deutschland eine Ausbildung machen und ein selbst bestimmtes Leben führen kann. Nach Jahren in der Illegalität hat nun eine hessische Kirchengemeinde für die kurdische Familie eine Petition eingereicht. Seitdem ist Hülya zumindest vorübergehend geduldet, darf wieder zur Schule gehen. Doch das Zittern geht weiter, denn es gibt wenig Hoffnung, dass die Petition einen dauerhaften Aufenthalt für Hülya und ihre Familie bewirkt. 11:05-11:35 • HR

Mit Allahs Hilfe
Areej ist gerade Witwe geworden und von ihrem verstorbenen Ehemann schwanger. Um ihr ungeborenes Kind zu schützen, geht sie ein großes Risiko ein …

Ohne einen Mann an ihrer Seite haben es Frauen in Saudi-Arabien alles andere als leicht. Das muss auch die schwangere Areej erfahren, als ihr Mann völlig unerwartet stirbt. Ihre Eltern leben nicht mehr, und eigentlich sieht die Tradition für diesen Fall vor, dass fortan die Familie ihres verstorbenen Mannes finanziell für sie sorgt. Aber Abdullah, ihr Schwager, sieht das nicht ein: Der verstorbene Bruder hatte sich eine beträchtliche Summe Geld bei ihm geliehen, die er vor seinem Ableben nicht zurückgezahlt hat. Es kommt daher für ihn nicht infrage, Areej zu unterstützen – im Gegenteil. Sie soll die noch bestehenden Schulden bei ihm begleichen. Doch wie soll die junge Witwe das bewerkstelligen? Sie darf in der Trauerzeit eigentlich gar nicht das Haus verlassen, wie soll sie da arbeiten? In ihrer Verzweiflung nimmt sie das Geld von einem jungen Mann an, den sie verletzt von der Straße aufgelesen hat …

Ahd Kamel ist eine saudische Schauspielerin und Filmemacherin. Sie studierte Regie an der New York Film Academy. Schon „Three Queens“ (2006), ihr Regiedebüt, war ein großer Erfolg. Ihr zweiter Kurzfilm „The Shoemaker“ (2009) gewann weltweit zahlreiche Auszeichnungen auf Festivals. In San Francisco gewann sie zudem den Golden Gate Award als beste Schauspielerin für ihre Rolle in „Razn“. „Mit Allahs Hilfe“ ist ihr bis dato neuester Film. 04:00-04:36 • arte

Testen Sie den kostenlosen MiGAZIN Newsletter:
Bitte beachten Sie unsere Netiquette. Vielen Dank!

Ihr Kommentar dazu:

MiGAZIN

Ziel und Zweck von MiGAZIN ist die Förderung der politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Partizipation von Migrant(inn)en in der Aufnahmegesellschaft. In diesem Sinne soll MiGAZIN die Kommunikation fördern und füreinander sensibilisieren. Mehr über uns...

MiGMACHEN

Die Redaktionsmitglieder von MiGAZIN haben vor allem eins gelernt: Wer über sein Wissen und seine Erfahrungen schreibt, lernt immens dazu. Die kritische Diskussion mit Lesern eröffnet neue Horizonte. Daher hat das MiGAZIN-Team die Aktion-MiGMACHEN ins Leben gerufen. Hier bieten wir allen Interessierten die Möglichkeit, MiGAZIN als Autor, Pate oder Jungautor mitzugestalten. Nähere Informationen...

GRIMME Online Award 2012

    Begründung der Jury: "Über Migranten und Migration wird in Deutschland viel gesprochen. Vor allem von Deutschen. Im Chor der vielen und oft sehr lauten Stimmen fehlen aber zumeist die der Migranten. Und genau diese Lücke füllt das MiGAZIN mit qualitativ hochwertigen Texten und verständlicher Berichterstattung." Weiter ...