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Migration und Integration in Deutschland

In allen Zielstaaten der Arbeitsmigration weisen die Eltern der als Migranten erfassten Jugendlichen eine kürzere Schulbesuchszeit und einen geringeren ökonomischen, sozialen und kulturellen Status auf als die Eltern von Nichtmigranten. Nirgendwo ist dieser Unterschied … aber so stark wie in Deutschland.

Konsortium Bildungberichterstattung, Bildung in Deutschland, 2006

TV-Tipps des Tages

21.12.2011 – Migranten, Deutsch, Bildung, Integration, Taj Mahal, Weihnachten

TV-Tipps des Tages sind: „Ohne Deutsch kann man hier nichts machen“: Sprachförderung von Migrantenkindern – Ein bundesweites Projekt der Stiftung Mercator; Gedanken zu Weihnachten; Taj Mahal – Im Zeichen der Liebe

VONÜmit Küçük

DATUM21. Dezember 2012

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„Ohne Deutsch kann man hier nichts machen“
Sprachförderung von Migrantenkindern – Ein bundesweites Projekt der Stiftung Mercator

Der renommierte Bildungsjournalist Paul Schwarz hat sich u. a. zur Aufgabe gemacht, über die vielen positiven Beispiele gelungener Integration in Deutschland zu berichten, und stellt in seinen Filmen bemerkenswerte Initiativen und Projekte vor. So fördert die Stiftung Mercator mehr als 6.000 Schüler sprachlich und fachlich. Das Programm macht deutlich, wie viel Potenzial in den Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund steckt, die doch oftmals die Verlierer des deutschen Bildungssystems sind.

„Ohne Deutsch kann man hier nichts machen“ – so beschreibt die zwölfjährige Schülerin Alena aus Russland ihre Zukunftsaussichten in Deutschland. Sie ist eine von mehr als 6.000 Förderschülern mit Migrationshintergrund, die im Projekt „Förderunterricht“ sprachlich und fachlich von mehr als 1.100 Lehramtsstudierenden unterstützt werden. Der renommierte Bildungsjournalist und Filmemacher Paul Schwarz begleitet das Modellprojekt, bei dem sowohl Schüler als auch Studierende etwas lernen, und stellt es mit all seinen Facetten dar. Dabei wird deutlich, wie viel Potenzial in den Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund steckt, die doch oftmals die Verlierer des deutschen Bildungssystems sind. Der Film zeigt anhand von positiven Beispielen, dass das Projekt viel erreicht hat. Es ist allerdings noch ein weiter Weg zurückzulegen, bis Kinder und Jugendliche aus Zuwandererfamilien eine zumindest gleich gute Startposition wie deutsche Schüler für ihre Zukunft haben werden. 16:00-16:30 • BR-alpha

Gedanken zu Weihnachten
Fast alle feiern hierzulande Weihnachten, das ganze Land ist im Lichtertaumel. Deutsche Weihnachtsmärkte sind ein Exportschlager und selbst in manchen muslimischen Familien wird ein Weihnachtsbaum aufgebaut. Doch was meinen Christen, wenn sie fröhliche Weihnachten wünschen? Was macht den 24. Dezember zum Heiligen Abend? 18:50-18:54 • MDR Sachsen

Taj Mahal – Im Zeichen der Liebe
Der Taj Mahal: Wahrzeichen Indiens, Juwel der Architektur und das Monument einer großen Leidenschaft. Sein Erbauer ist Shah Jahan, der im 17. Jahrhundert über das indische Reich der Großmoguln regiert. Unter den Moguln wird Indien das erste Mal seit Ashoka wieder vereint. Die Invasoren aus dem Norden führen das Land in eine neue Zeit der Blüte. Und sie bringen eine neue Religion mit, die von nun an die Geschichte Indiens mitbestimmen wird: den Islam.

Shah Jahan – der Name bedeutet „Herrscher der Welt“ – hat sich bereits als junger Prinz verlobt. Seine Frau ist Mumtaz Mahal, die „Erwählte des Palastes“.

Dichter rühmen ihre Anmut und Schönheit, vor der sich sogar der Mond schamvoll verbergen würde. Ihre tiefe Liebe wird ein Leben lang halten, Mumtaz Mahal wird Shah Jahans Gefährtin und vertraute Ratgeberin. Nach dem Tod seines Vaters besteigt Shah Jahan 1627 den Thron der Moguln. Eine Machtergreifung mit roher Gewalt: Seine Brüder lässt er brutal ermorden. Unumstritten herrscht er von nun an über das Riesenreich der Moguln. Seine militärische Macht und sein unermesslicher Reichtum werden Geschichte schreiben – ebenso, wie seine Liebe zu Mumtaz Mahal.

1631 begleitet die „Erwählte des Palastes“, obwohl hochschwanger, ihren Mann auf einen Feldzug gegen Aufständische. Doch bei der Geburt ihres 14. Kindes gibt es Komplikationen, die Mumtaz Mahal nicht überleben wird. Für Shah Jahan beginnt eine Zeit der tiefen Trauer. Sein Bart soll über Nacht weiß geworden sein, Tanz und Gesang werden von nun an nicht mehr an seinem Hof erklingen. Auf dem Sterbebett, so überliefert eine Legende, äußert Mumtaz Mahal ihren letzten Wunsch: Ihr soll ein Grabmal errichtet werden, wie es die Welt noch nicht gesehen hat. Die Erfüllung dieses Wunsches wird von nun an Shah Jahans Lebensaufgabe. Bald beginnen die Bauarbeiten für das Mausoleum am Ufer des Yamuna-Flusses in Agra. Ein gigantisches Unterfangen: 20 000 Arbeiter und 1000 Elefanten sind elf Jahre im Einsatz. 21:45-22:30 • PHOENIX

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