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TV-Tipps des Tages

22.10.2012 – Islam, Istanbul, Türkei, Terror, Migranten, Fremdenfeindlichkeit

TV-Tipps des Tages sind: THEMA „Europas Rechte“ beschäftigt sich mit dem Erstarken rechter Parteien in Europa; Schnäppchen-Urlaub Türkei – Sonne, Strand und Billiglohn: Deutsche zieht es an die Türkischen Riviera; Istanbul – West-östliche Diva: Einzigartig ist schon die geografische Lage des türkischen Istanbul, dieser Stadt auf zwei Kontinenten

VONÜmit Küçük

DATUM22. Oktober 2012

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THEMA: Europas Rechte
Das PHOENIX THEMA „Europas Rechte“ beschäftigt sich mit dem Erstarken rechter Parteien in Europa. Rechtspopulistische Parteien haben auf regionaler, nationaler und europäischer Ebene den Einzug in die Parlamente geschafft.

Seit den 80er Jahren ist eine steigende Entwicklung rechter Parteien in Europa zu beobachten. Rechtspopulistische und fremdenfeindliche Aussagen breiten sich aus und stoßen auf eine stärker werdende Akzeptanz. Gerade auf der lokalen Ebene gibt es wachsenden Zuspruch.

Regional wachsen die Wählerzahlen, auch, wenn die Parteien auf der nationalen und internationalen Ebene (noch) nicht erfolgreich sind.

Rechte Parteien greifen aktuelle Diskurse auf und treffen so auf das Interesse einer breiten Bevölkerung. Sie schließen an individuelle Ängste an und bieten für die gesellschaftlichen Probleme simple Erklärungsmuster. Dadurch, dass sie suggerieren, den Einzelnen in den Mittelpunkt zu stellen und sich auf Individuen zu konzentrieren, fühlen sich Menschen direkt und persönlich angesprochen. Charakterisiert sind alle rechtspopulistischen Parteien durch Fremdenfeindlichkeit. In Nord- und Westeuropa richtet sich diese Feindseligkeit hauptsächlich gegen Muslime. Seit den Anschlägen des 11. Septembers 2001 auf das World Trade Center in den USA hat sich die Islamfeindlichkeit noch verschärft. In Ländern wie zum Beispiel Ungarn und Italien bilden Roma Populationen die Feindgruppen.

Auch in Deutschland gibt es immer mehr öffentliche anti-islamische Kampagnen. Rechte Parteien und rechtspopulistische Gruppierungen setzten sich vehement gegen den Bau von Moscheen und den Zuzug von Immigranten ein und warnen vor einer Islamisierung des Landes. Die rechte Szene organisiert sich vermehrt international und versucht so, ihr Wirken national und über die Staatsgrenzen hinaus auszubreiten und ihre Kommunikation und ihr Handeln zu verbessern. Es ist eine eindeutige Tendenz zur länderübergreifenden Zusammenarbeit zu beobachten. 12:00-13:15 • PHOENIX

Istanbul – West-östliche Diva
Einzigartig ist schon die geografische Lage des türkischen Istanbul, dieser Stadt auf zwei Kontinenten. Istanbul ist die Brücke zwischen Europa und Asien in mehr als einem Sinn. Die kulturelle und weltanschauliche Vielfalt, die reiche Geschichte, das stete Nebeneinander von Tradition und Zukunft, von Märchenland und Moderne – das bietet nur die Metropole am Bosporus. Der Film verfolgt den Ablauf eines Tags, eines Freitags, der in der muslimischen Welt dem christlichen Sonntag entspricht.

In der laizistischen Türkei gehen die gläubigen Muslime zum Freitagsgebet in die Moschee; gleichzeitig nimmt das Leben im Finanz- und Wirtschaftszentrum Istanbul aber seinen gewohnten, geschäftigen Lauf, angefangen beim täglichen Verkehrsinfarkt am frühen Morgen bis zum abendlichen Ausklang im Restaurant am Bosporus.

Byzanz, Konstantinopel, Istanbul: In zweieinhalb Jahrtausenden ist die Stadt nicht so stark gewachsen wie in den vergangenen fünfzig Jahren. Schätzungsweise 15 Millionen Menschen hausen heute in diesem Moloch. Neben dem Verkehr und der wild wuchernden Bebauung ist der Müll ein ernstes Problem, außerdem die Wasserversorgung. An jeder Ecke wird Trinkwasser in Plastikflaschen verkauft, Leitungswasser ist ungenießbar. Wie leben die Menschen mit diesen existenziellen Problemen? Noch immer ist die Altstadt mit ihren Basaren, Bädern und Moscheen, mit ihren überfüllten Gassen und osmanischen Häusern der „malerischste“ Stadtteil. Zwischen dem Fähranleger an der Galata-Brücke und der Süleymaniye Moschee liegt eine ganz eigene, exotische Welt. Viel ruhiger, beinahe dörflich scheint das Leben auf der asiatischen Seite im Stadtteil Beylerbeyi oder auf den Prinzeninseln. Kosmopolitisch dagegen Beyoglu, das Viertel der Juden, Armenier, Engländer und Franzosen. Hier, zwischen Tünel und Taksim, findet man Kaffeehäuser aus dem frühen 20. Jahrhundert, Kneipen, ausländische Buchhandlungen und Botschaftsgebäude. 14:30-15:15 • HR

Schnäppchen-Urlaub Türkei – Sonne, Strand und Billiglohn
Dokumentation – Deutsche zieht es an die Türkischen Riviera, wo sich die Bettenburgen besonders dicht an dicht reiben. Versprochen wird Luxusurlaub zum Schnäppchenpreis. Doch hinter den glitzernden Fassaden der neuen Hotels verbirgt sich eine knallharte Kalkulation: Umweltstandards sind niedrig, die Löhne ebenfalls. Wer sich dagegen wehrt, wird entlassen. Die türkische Tourismus-Gewerkschaft Oleyis klagt seit Jahren, dass ihre Mitglieder in türkischen 5-Sterne-Hotels massiv unter Druck gesetzt werden. Durch die Wirtschaftskrise spitzt sich Lage weiter zu.

Um Touristen anzulocken, werden die Preise weiter gesenkt. Auf Kosten von Hunderttausenden Beschäftigten in der Urlaubsindustrie, deren Löhne weiter sinken. Zwar gibt es in der Türkei einen gesetzlichen Mindestlohn, doch der reicht kaum zum Überleben und wird oftmals nicht einmal bezahlt. Viele Türken halten den ausufernden Massentourismus inzwischen eher für einen Fluch als einen Segen. Und die Wut auf die Schnäppchenjäger aus dem Ausland – vor allem aus Deutschland – wächst. 22:00-22:45 • WDR

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