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Migration und Integration in Deutschland

Bei dem Lebensalter der ausländischen Arbeitnehmer wirkt sich das z. Z. vor allem für die deutsche Rentenversicherung sehr günstig aus, weil sie weit höhere Beiträge von den ausländischen Arbeitnehmern einnimmt, als sie gegenwärtig an Rentenleistungen für diesen Personenkreis aufzubringen hat.

Ludwig Kattenstroth, Staatssekretär im Arbeitsministerium, März 1966, Bundesvereinigung der Dt. Arbeitgeberverbände, 1966

TV-Tipps des Tages

06.09.2012 – Zwangsehe, Migranten, Moschee, Istanbul, Islam, Muslime

TV-Tipps des Tages sind: Zur Ehe gezwungen: Sie sind in Deutschland geboren und hier aufgewachsen. Doch anders als bei ihren deutschen Altersgenossinnen suchen ihre Eltern ihren Ehepartner aus; Gott mit dir, du Land der Bayern; Moschee, nein Danke; Istanbul ist die Brücke zwischen Europa und Asien

VONÜmit Küçük

DATUM6. September 2012

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Zur Ehe gezwungen
Sie sind in Deutschland geboren und hier aufgewachsen. Doch anders als bei ihren deutschen Altersgenossinnen suchen ihre Eltern ihren Ehepartner aus. In vielen Immigrantenfamilien gelten immer noch die alten Traditionen und Wertvorstellungen des Herkunftslandes. Necla Kelek meint: „Sie glauben, im Namen Allahs etwas Gutes für ihre Kinder getan zu haben. Im Koran, Sure 24, heißt es: ‚Verheiratet die Ledigen‘. Wer also nicht heiratet, lebt permanent in der Sünde. Zur Ehe gibt es auch keine Alternative!“

Jene, die dagegen aufbegehren und sich dem Willen der Eltern nicht beugen wollen, zahlen einen hohen Preis. 09:30-10:00 • HR

Gott mit dir, du Land der Bayern
Die Filme dieser Reihe zeigen in außergewöhnlich hochwertigen Luftaufnahmen die sieben bayerischen Regierungsbezirke und ihre Landschaften im Kontext der jeweiligen reichen gläubigen Vergangenheit und Gegenwart. Dazu gehören die großartigen Kathedralen und Klöster genauso wie die kleinen katholischen Gebirgskapellen und die evangelischen Stadt- und Dorfkirchen im fränkischen Raum, ebenso auch Synagogen und Moscheen – allesamt Unikate – und filmisch eingebettet in einer vom Glauben an Gott geprägten Kulturlandschaft. 13:00-13:45 • BR

Moschee, nein Danke!
Eine baden-württembergische Kleinstadt: Fachwerkhäuser, saubere Gassen, Kirchen, eine historische Altstadt. Wertheim sieht sich selbst als eine Stadt, „in der sich gut wohnen und leben lässt“. Doch hinter dieser idyllischen Kulisse schwelt seit rund 20 Jahren ein heftiger Streit. Es geht um den Bau einer Moschee. Ein islamisches Gotteshaus im Stadtbild ihrer Idylle ist für die meisten Wertheimer unvorstellbar. Die Muslime, viele von ihnen in den 60er Jahren als dringend benötigte Arbeitskräfte nach Wertheim geholt, empfinden eine Moschee mit Minarett und Kuppel hingegen als ihr natürliches Recht.

Das eigene, würdige Gotteshaus ist für sie mehr als ein Symbol. Die letzten Jahrzehnte beteten sie in einem baufälligen Fabrikgebäude. Ömer Akbulut war lange Sprecher der türkischen Gemeinde. In dieser Rolle kämpfte er jahrelang für den Bau der Moschee. Immer wieder hat er zwischen Deutschen und Türken vermittelt. Heute steht er alleine da, in den Mühlen des Streits zerrieben.

An der Spitze des Wertheimer Protests steht von Beginn an Willi Schwend, Inhaber einer mittelständischen Firma. Er hat eigens eine Bürgerinitiative gegründet, um den Moscheebau zu verhindern. Mittlerweile kämpft er deutschlandweit gegen die, wie er sagt „Islamisierung der Gesellschaft“. Regisseur Jan Gabriel begleitete den Moscheebaukonflikt über zwei Jahre und deckt in seinem 60-minütigen Dokumentarfilm die Haltung und die Vorurteile auf, die sich hinter dem Streit um Minarett und Kuppel in Wertheim verbergen. 04:45-05:45 • SWR BW

Istanbul
Istanbul ist die Brücke zwischen Europa und Asien. Die kulturelle und weltanschauliche Vielfalt, die reiche Geschichte, das stete Nebeneinander von Tradition und Zukunft, von Märchenland und Moderne: Das bietet nur die Metropole am Bosporus.

Der Film verfolgt dem Verlauf eines Tages in Istanbul, angefangen beim täglichen Verkehrsinfarkt am frühen Morgen bis zum abendlichen Ausklang im Restaurant am Bosporus und dem traditionellen Gebet in der Moschee.

Noch immer ist die Altstadt mit ihren Basaren, Bädern und Moscheen, mit ihren überfüllten Gassen und osmanischen Häusern der „malerischste“ Stadtteil. Zwischen dem Fähranleger an der Galata-Brücke und der Süleymaniye Moschee liegt eine ganz eigene, exotische Welt. Viel ruhiger, beinahe dörflich scheint das Leben auf der asiatischen Seite im Stadtteil Beylerbeyi. Kosmopolitisch dagegen ist Beyoglu, das Viertel der Juden, Armenier, Engländer und Franzosen. Dort, zwischen Tünel und Taksim, findet man Kaffeehäuser aus dem frühen 20. Jahrhundert, Kneipen, ausländische Buchhandlungen und Botschaftsgebäude. Aber das „Märchen aus 1001 Nacht “ hat auch „moderne“ Kehrseiten. In zweieinhalb Jahrtausenden ist die Stadt nicht so stark gewachsen wie in den letzten 50 Jahren. Geschätzte 15 Millionen Menschen hausen heute in diesem Moloch. Neben dem Verkehr und der wild wuchernden Bebauung ist der Müll ein ernstes Problem in Istanbul. Ein weiteres ist die Wasserversorgung: An jeder Ecke wird Trinkwasser in Plastikflaschen verkauft, denn das Leitungswasser ist ungenießbar. Wie leben die Menschen mit diesen Schwierigkeiten? 05:45-06:00 • SWR BW

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