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TV-Tipps des Tages

24.07.2012 – Jemen, Asiens, Türkei, Mali, Ausländer, Kultur, China, Mongolei

TV-Tipps des Tages sind: Schätze der Welt – Erbe der Menschheit: Sanaa (Jemen) – Alte Stadt mit neuen Häusern; Asiens Länder, Asiens Lieder: Die musikalische Reise durch sechs Länder Zentralasiens führt von den weiten Steppen der Mongolei bis an die Schwarzmeerküste in Georgien; Geheimnisvolles Mali

VONÜmit Küçük

DATUM24. Juli 2012

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Schätze der Welt – Erbe der Menschheit
Dokumentation – Sanaa (Jemen) – Alte Stadt mit neuen Häusern. Um den Titel der ältesten bewohnten Stadt der Welt streitet sich Sanaa mit Jericho. Unbestritten aber ist die Altstadt von Sanaa die schönere von beiden: 6000 reich verzierte Hochhäuser, 140 Moscheen, enge, verwinkelte Gassen voller Leben und ein Marktviertel, in dem das Handwerk noch blüht. Der Film beobachtet einen Tag im Leben dieser Stadt zwischen Tradition und Moderne – wobei die Moderne deutlich die Oberhand gewinnt und das historische Bild der Stadt allmählich verändert. Alte Häuser werden durch neue, noch höhere ersetzt, und der alte Baustil muss zum Teil den neuen Wohnbedürfnissen weichen.

Hintergrundinformationen:
Die wertvollsten Natur- und Kulturdenkmäler der Welt schützt die UNESCO seit 1972 als „Erbe der Menschheit“. Die Fernsehreihe „Schätze der Welt“ erzählt von diesen Orten in eindrucksvollen Bildern. 10:30-10:45 • BR-alpha

Asiens Länder, Asiens Lieder (1/3)
Dokumentationsreihe – Die musikalische Reise durch sechs Länder Zentralasiens führt von den weiten Steppen der Mongolei bis an die Schwarzmeerküste in Georgien. Die dreiteilige Dokumentationsreihe entdeckt dabei Asiens Identität in seinen Liedern. Sie beginnt in der Mongolei und führt entlang der alten Seidenstraße nach China. Schließlich präsentiert sie verschiedene Städte in Georgien und in der Türkei.

Ihren Auftakt nimmt die Reise im Westen der Mongolei, einer Region, die noch stark vom Leben der Nomaden geprägt ist. Anschließend führt sie die alte Seidenstraße entlang durch die karge Wüste und die rauen Landschaften Zentralasiens nach China.

Die Reise beginnt im Westen der mongolischen Hochebene, in Renchinlkhumbe. Dort lassen die Nomaden im Sommer ihr Vieh weiden. In der weiten Steppe ahmen ein alter Mann und eine junge Schafhirtin melodiös das Kaugeräusch der Pferde nach. Es geht in ihrem Lied um das Ruhen in der offenen Steppe. Die Nomaden verbringen ihr Leben in der Natur. Ihre Lieder überliefern sie mündlich und vermitteln so den Kindern die Geschichte und die Naturerfahrungen ihres Volkes. Viehhaltung ist für Nomaden lebenswichtig. In der Mongolei gibt es 2,6 Millionen Menschen und 40 Millionen Nutztiere.

Fremde Besucher sind jederzeit willkommen. Zu den Klängen der „Morin Khuur“, einer traditionellen, unter mongolischen Nomaden besonders beliebten Pferdekopfgeige, wird gemeinsam gesungen. Die Natur ist der Gott der Nomaden, und ihr Leben wird geprägt von Geistern, deren Willen in Liedern offenbar wird. Der „Bo“ oder Schamane vermittelt zwischen Geistern und Menschen, zwischen Mensch und Natur. Dem Volksglauben nach äußert sich der himmlische Wille auf Erden, wenn der Schamane in seinem tranceähnlichen Zustand Lebensratschläge erteilt.

In der mongolischen Hauptstadt Ulan-Bator mit ihren rund einer Million Einwohnern, ihren vielen Autos und Gebäuden scheinen sich die alten Bräuche überlebt zu haben. Doch das „Tumen Ekh Song & Dance Ensemble“ lässt für Touristen Tanz- und Musiktraditionen mit Pferdekopfgeigenspiel und Kehlgesang weiterleben.

Xitang, das „chinesische Venedig“, ist eine kleine Wasserkanalstadt zwischen Suzhou und Hangzhou. Ein in Xitang gedrehter Hollywoodfilm machte die Stadt berühmt. Hier verkaufen Frauen ihre Lieder an Touristen. In den Volksliedern aus Xitang ist vor allem von Wasser die Rede. Das Leben hier ist stark von den Kanälen geprägt, und Wasser wird als Naturgeist verehrt.

Im äußersten Westen Chinas befindet sich das Gebiet der Uiguren. Dort ist nichts wie im restlichen China. Die meisten Menschen sind Muslime und versammeln sich zum „Dhuhr“, dem Mittagsgebet. Auch ihre Essgewohnheiten und Einkäufe werden durch die Religion bestimmt. Obgleich sie in China eine Minderheit bilden, erhalten die Uiguren ihre Sitten und ihre Religion am Leben. Die Uiguren sind stolz auf ihre Mugham-Musik und spielen sie vor allem bei Hochzeiten und Geburtstagen. Mugham verbindet Gesang, Tanz und Instrumentalmusik. Es sind jedoch kaum noch junge Leute dazu bereit, diese Tradition zu pflegen. 12:00-12:46 • arte

Geheimnisvolles Mali
Dokumentation (Gesellschaft – Alltagskultur)– Die Falaise de Bandiagara – eine bis zu 300 Meter hohe Felsklippe – zieht sich durch die Gondo-Ebene in Mali, dem größten der vier westafrikanischen Sahel-Länder. Dort fällt eine steinige Hochfläche in einer Länge von über 200 Kilometern senkrecht zu einer schier endlosen savannenartigen Ebene ab. In der unwegsamen Felslandschaft, in den Geröllhalden am Fuß der Falaise, entwickelte sich eine der ältesten schwarzafrikanischen Kulturen. Das geheimnisvolle Volk der Telem errichtete dort ursprünglich seine Lehmbauten in Felsnischen inmitten der senkrechten Wände. Es ist bis heute nicht geklärt, woher sie kamen und wohin sie verschwunden sind. Ihre Bauten, die Schwalbennestern gleich in den Nischen des gewaltigen Felsabbruchs kleben, bildeten den Grundstein für den Lebensraum der Dogon. Vor ungefähr 800 Jahren wurden sie aus den westlichen Landesteilen vertrieben und suchten in den Felsen der Falaise de Bandiagara Zuflucht vor Versklavung und Islamisierung. Die Dokumentation „Geheimnisvolles Mali“ zeigt das Leben der Dogon in dem westafrikanischen Land. 13:15-14:00 • 3sat

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