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Migration und Integration in Deutschland

Wenn die deutsche Gesellschaft die Muslime toleriert, hat das noch nichts mit Gleichberechtigung zu tun.

Prof. Dr. Hans-Peter Großhans, MiGAZIN, 20. Januar 2010

Mecklenburg-Vorpommern 2011

Ausländische Bevölkerung steigt um knapp 5 Prozent

Ende 2011 waren in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 31 465 Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit registriert. 4,6 Prozent bzw. 1 397 Personen mehr als im Vorjahr. Das geht aus einer Auswertung des Ausländerzentralregisters (AZR) hervor.

Nach Mitteilung des Statistischen Amtes lebten in der Bundesrepublik Deutschland Ende 2011 insgesamt 6 930 896 ausländische Personen. Mit 60,1 Prozent (4 167 875 Personen) lebte der größte Anteil in den Ländern Nordrhein-Westfalen (1,8 Mio.), Baden-Württemberg (1,2 Mio.) und Bayern (1,1 Mio.).

In Mecklenburg-Vorpommern hingegen beträgt der Anteil der Ausländer an der Gesamtbevölkerung lediglich 1,9 Prozent (oder 31 465) und liegt damit weiter deutlich unter dem Durchschnitt Deutschlands mit 8,5 Prozent. Lediglich Thüringen weist mit 1,7 Prozent einen noch geringeren Anteil an Ausländern auf. Der höchste Anteil ist mit 13,5 Prozent in Berlin zu verzeichnen.

162 verschiedene Staatsangehörigkeiten
Nach Kontinenten gegliedert, liegen Europäer (20 313 Personen) mit einem Anteil von 64,6 Prozent an der Gesamtausländerzahl in Mecklenburg-Vorpommern deutlich an der Spitze, 11 289 Personen kommen aus den anderen 26 Ländern der Europäischen Union (Polen: 4 500 Personen; Rumänien: 757; Niederlande: 692; Italien: 624; Griechenland: 560) und 9 024 Personen aus den übrigen europäischen Staaten.

Es folgen die Kontinente Asien mit 26,3 Prozent und Afrika mit 4,4 Prozent. Aus Amerika und Australien einschließlich Ozeanien kommen die übrigen 3,4 Prozent der ausländischen Bevölkerung. Der Anteil der Staatenlosen bzw. Personen mit ungeklärter Staatsangehörigkeit oder ohne Angabe liegt bei 1,3 Prozent.

Den höchsten Anteil der in Mecklenburg-Vorpommern lebenden Ausländer stellen mit 14,3 Prozent Personen mit polnischer Staatsangehörigkeit. Es folgen Russen (9,7 Prozent) und Ukrainer (7,3 Prozent).

Die wenigsten in Deutschland geboren
Nach Kreisen untergliedert, hat die kreisfreie Stadt Rostock mit 3,8 Prozent, bezogen auf die Gesamtbevölkerung, den höchsten Anteil von in Mecklenburg-Vorpommern lebenden Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit, gefolgt von der Landeshauptstadt Schwerin mit 3,7 Prozent. Die geringsten Anteile weisen mit 1,1 Prozent der Landkreis Vorpommern-Rügen und mit jeweils 1,2 Prozent die Landkreise Rostock und Mecklenburgische Seenplatte auf.

Von den insgesamt 31 465 in Mecklenburg-Vorpommern lebenden Ausländern wurden 1 294 Personen (4,1 Prozent) in Deutschland geboren. (etb)

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