MiGAZIN

Migration und Integration in Deutschland

Wenn wir Millionen von Menschen die doppelte Staatsbürgerschaft geben, die sie weitervererben, werden wir eine dauerhafte türkische Minderheit in Deutschland haben. Das bedeutet eine langfristige Veränderung der Identität der deutschen Gesellschaft. Ich bin dagegen.

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU), Münchner Merkur, 6.11.2013

Deutsche Presse

24.05.2012 – EU Ausländer, Neonazis, NSU, EU Beitritt Türkei, Israel, Migranten

Ausweisung auch von EU-Bürgern möglich; Mit Bürgerstolz gegen Neonazis; Verstöße gegen die UN-Kinderrechtskonvention; Ex-Minister Beckstein sagt vor NSU-Untersuchungsausschuss aus; Salafisten verteilen Korane – die CDU Essen Grundgesetzbücher; Migrantenfeindliche Ausschreitungen in Patras; Westerwelle pflegt die Türkei-Beziehungen

VONÜmit Küçük

DATUM24. Mai 2012

KOMMENTAREKeine

RESSORTDeutsche Presse

SCHLAGWÖRTER

DRUCKENAnsicht

MEHR ZUM ARTIKEL

DANKE,
ich möchte MiGAZIN auch in Zukunft lesen!

Die Themen des Tages sind:

Deutschland darf schwerkriminelle EU-Ausländer selbst dann ausweisen, wenn sie seit vielen Jahren in der Bundesrepublik leben. Dies hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg am Dienstag entschieden.

Verletzungen der UN-Kinderrechtskonvention werfen Flüchtlingsinitiativen Niedersachsens Landesregierung vor. Mit einer „brachialen Abschiebungspolitik“ würden die Rechte von Flüchtlingskindern „häufig mit den Füßen getreten“.

Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) hat die Kundgebung gegen Neonazis am 2. Juni auf dem Rathausmarkt als „Demonstration demokratischen Bürgerstolzes“ bezeichnet.

Angesichts der Morddrohung des salafistischen Terroristen Yassin Chouka gegen Mitglieder der rechtsextremen Partei Pro NRW und gegen Journalisten überwachen die Sicherheitsbehörden verstärkt potenzielle Attentäter.

Am 30. Mai wird in Berlin das mit 6,9 Millionen Euro vom Bund geförderte Zentrum für Jüdische Studien eröffnet. Ein Beitrag über Kanon und Erkenntnis des Faches.

Vierzig Jahre nach der Ermordung israelischer Sportler bei den olympischen Sommerspielen in München verweigert das IOC eine Gedenkminute.

CDU-Ratsherrn haben den Tag des Grundgesetzes genutzt und am Mittwoch dort Grundgesetze verteilt, wo jüngst die Salafisten Korane unters Volk brachten: in der Essener Innenstadt. Die Aktion rief positive, oder zumindest keine negativen Reaktionen hervor.

Bayerns Ex-Innenminister hat zu Beginn der Neonazi-Mordserie ein fremdenfeindliches Motiv vermutet. Die Opposition erhebt nun schwere Vorwürfe gegen ihn.

Wenn die Rechtsextremen am 2. Juni in Hamburg aufmarschieren, müssen sie sich gut überlegen, was sie anziehen: Die Polizei hat Auflagen zur Bekleidung gemacht.

Das Ergebnis war eindeutig: Dass Jugendliche sich auf den Schulhöfen gegenseitig als „Juden“ beschimpfen, ist an bestimmten Schulen mehr Regel als Ausnahme; dass sie zu jüdischen Menschen Kontakt haben, hingegen nicht. Nicht

Vier angeklagte Muslime sollen Mitglieder von Terrororganisationen sein, die Verteidigung spricht von „paranoiden Verschwörungstheorien“. Drei der Männer plädieren auf „nicht schuldig“.

Schwere Ausschreitungen in Griechenland: Um einen Unterschlupf von Migranten zu stürmen, griffen Rechtsradikale mit Brandflaschen an. Gegen Polizeiabsperrungen gingen sie mit Baggern vor.

Fast zwei Jahre nach dem tödlichen israelischen Angriff auf eine Gaza-Hilfsflotte hat die türkische Staatsanwaltschaft einem Pressebericht zufolge lebenslange Haft für den Ex-Generalstabschef Israels gefordert.

Sarkozy ist weg, die deutschen Konservativen schwächeln: Die Annäherung der Türkei an die EU wird neu belebt. Zum Beispiel durch Außenminister Westerwelle.

Ein Gericht im Osten der Türkei hat Haftbefehle gegen 17 Soldaten erlassen, die an der außergerichtlichen Hinrichtung von zwei kurdischen Rebellen und eines Zivilisten beteiligt gewesen sein sollen.

Integration und Migration

Ex-Minister sagt vor NSU-Untersuchungsausschuss aus

Deutschland

Ausland

Migrantenfeindliche Ausschreitungen

Türkei

Testen Sie den kostenlosen MiGAZIN Newsletter:
Bitte beachten Sie unsere Netiquette. Vielen Dank!

Ihr Kommentar dazu:

MiGAZIN

Ziel und Zweck von MiGAZIN ist die Förderung der politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Partizipation von Migrant(inn)en in der Aufnahmegesellschaft. In diesem Sinne soll MiGAZIN die Kommunikation fördern und füreinander sensibilisieren. Mehr über uns...

MiGMACHEN

Die Redaktionsmitglieder von MiGAZIN haben vor allem eins gelernt: Wer über sein Wissen und seine Erfahrungen schreibt, lernt immens dazu. Die kritische Diskussion mit Lesern eröffnet neue Horizonte. Daher hat das MiGAZIN-Team die Aktion-MiGMACHEN ins Leben gerufen. Hier bieten wir allen Interessierten die Möglichkeit, MiGAZIN als Autor, Pate oder Jungautor mitzugestalten. Nähere Informationen...

GRIMME Online Award 2012

    Begründung der Jury: "Über Migranten und Migration wird in Deutschland viel gesprochen. Vor allem von Deutschen. Im Chor der vielen und oft sehr lauten Stimmen fehlen aber zumeist die der Migranten. Und genau diese Lücke füllt das MiGAZIN mit qualitativ hochwertigen Texten und verständlicher Berichterstattung." Weiter ...