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Er [ein Paß] kommt auch nicht auf so einfache Weise zustand wie ein Mensch. Ein Mensch kann überall zustandkommen, auf die leichtsinnigste Art und ohne gescheiten Grund, aber ein Paß niemals. Dafür wird er auch anerkannt, wenn er gut ist, während ein Mensch noch so gut sein kann und doch nicht anerkannt wird.

Bertolt Brecht, Flüchtlingsgespräche, 1940

TV-Tipps des Tages

16.05.2011 – Bibel, Jerusalem, Religion, Vietnam, Juden, Türkei, Islam

TV-Tipps des Tages sind: Biblische Detektivgeschichten: Die Klagemauer und der Felsendom in der Altstadt von Jerusalem; Indochinas Träume (1/2): 1, Vietnam – Im Land der Drachensöhne; Die Brückenbauer – Jüdische Emigranten und die Wiedervereinigung; Die Wächter des Ararat: Er ist der höchste Berg der Türkei: 5165 Meter

VONÜmit Küçük

DATUM16. Mai 2012

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Biblische Detektivgeschichten
Die Klagemauer und der Felsendom in der Altstadt von Jerusalem

Dokumentarfilm – Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen erläutern ihre Forschungsergebnisse und erlauben faszinierende Einblicke in die Glaubenswelt der ersten Israeliten sowie in die Entstehungsgeschichte der Bibel und der ersten monotheistischen Religion.

Durch die einzigartige Zusammenarbeit von Wissenschaftlern aus verschiedenen Forschungsbereichen beleuchtet der Dokumentarfilm zentrale Fragen der Biblischen Archäologie. Dabei werden erstmals die Ergebnisse von über hundert Jahren Textanalyse den Befunden von jahrzehntelangen Ausgrabungen im Heiligen Land gegenübergestellt. Dies soll helfen zu klären, ob das Judentum – die erste monotheistische Religion – bereits zu Abrahams Zeiten als zusammenhängende Einheit erkennbar war.

Sowohl archäologische Funde als auch biblische Belege beweisen eindeutig, dass die meisten Israeliten lange Zeit auch heidnische Götter anbeteten. Darüber hinaus glaubten viele von ihnen, Gott habe eine Frau, die ebenfalls verehrt wurde. Erst nach der Zerstörung Jerusalems entwickelten die Juden im babylonischen Exil die Vorstellung von einem einzigen universellen Gott. Und auch die fünf ersten Bücher der Bibel wurden erst während der Babylonischen Gefangenschaft, also zwischen 597 und 538 vor Christus geschrieben. Die tragische Erfahrung des Verlusts Jerusalems und die des Exils bildeten den fruchtbaren Boden, auf dem sich die beiden jahrtausendealten Grundlagen des Judentums entwickeln konnten, der Monotheismus und die Bibel. Aus diesen Elementen gingen später nicht nur Christentum und Islam, sondern die gesamte moderne Kultur hervor. 10:30-12:18 • arte

Indochinas Träume (1/2)
1, Vietnam – Im Land der Drachensöhne

Dokumentation (Gesellschaft – Gesellschaftliche Trends/Entwicklungen) – Film von Peter Kunz

Der Vietnamkrieg liegt länger zurück, als die meisten Vietnamesen überhaupt denken können: Der größte Teil der Bevölkerung ist unter 30 Jahre alt, hat weder die brutale Bombardierung durch die USA erlebt noch den Abzug der geschlagenen Supermacht. Auslandskorrespondent Peter Kunz hat Vietnam in den letzten Jahren oft bereist und dabei festgestellt, dass der Siegergeist aus der Kriegszeit auch bei der jüngeren Generation psychologisch Spuren hinterlassen hat. Erster Teil der zweiteiligen Dokumentation „Indochinas Träume“. Den zweiten Teil der zweiteiligen Dokumentation „Indochinas Träume“ zeigt 3sat im Anschluss, um 17.45 Uhr. 17:00-17:45 • 3sat

Die Brückenbauer – Jüdische Emigranten und die Wiedervereinigung.
00:00-00:01 • PHOENIX

Die Wächter des Ararat
Er ist der höchste Berg der Türkei: 5165 Meter. Und der einzige freistehende Fünftausender der Welt: der Ararat. Der Ort, an dem der Legende nach die Arche Noah gestrandet ist. Jahrzehntelang pilgerten Abenteurer zu seinem Gipfel in der Hoffnung, das biblische Wrack zu finden. Aber der Ararat liegt im Kurdengebiet, mitten in einer militärischen Sperrzone. Deshalb trauen sich heute kaum noch Touristen dort hin. Darunter leiden vor allem die Ararat-Nomaden, die sich früher an Bergsteiger als Träger verdingten.

Der Lohn der Bergführer sicherte das Überleben
Die Camps der Jelali dienten als Basislager, sie errichteten Teestuben und verkauften Decken und Teppiche als Souvenirs. Im abgelegenen Ost-Anatolien hatten die archaisch lebenden Nomaden Kontakte mit Besuchern aus der ganzen Welt. Aber vor allem der Lohn, den die Männer als Bergführer bekamen, sicherte das Überleben ganzer Großfamilien. Schon mit zehn, zwölf Jahren stiegen deshalb viele Jelali-Jungen zum ersten Mal auf den eisigen Gipfel. So früh wie möglich wollten sie sich als Helfer und Träger bewähren, später als verantwortliche Führer.

Erst wer oben war, ist ein „richtiger“ Mann
So auch Erhans Vater Mehmet, sein Onkel Halil und sein älterer Bruder Davut, der in Erhans Familie der Einzige ist, der Geld verdient. Ihm vor allem will der Zwölfjährige nacheifern. Denn auf der Spitze des Fünftausenders zu stehen, ist bei den Jelali noch heute die Mutprobe, die es zu bestehen gilt, um in die Welt der „richtigen“ Männer aufgenommen zu werden. Und vielleicht werden eines Tages doch wieder Besucher aus dem Ausland kommen, um neben dem Bergsport auch Schatzsuche zu betreiben und im Gletschereis doch noch auf eine Planke der biblischen Arche zu stoßen. Ein Fernsehteam besuchte Erhans Familie auf ihrer Sommerweide und begleitet den Nomadenjungen, als er zusammen mit seinem älteren Bruder und seinem Onkel endlich das erste Mal zum Gipfel des Ararat aufbrechen darf. 03:45-04:30 • PHOENIX

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