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Wenn Ausländer […] von der einheimischen Bevölkerung als Konkurrenten um Arbeitsplätze […] und als Bedrohung der Sicherheit […] wahrgenommen werden, dann erhöht die vermehrte Sichtbarkeit der Migranten dieses Gefühl […]

Forschungsverbund „Probleme der Ausländerbeschäftigung“ / 1979, 1979

TV-Tipps des Tages

08.06.2011 – Roma, Leben in Deutschland, Atomausstieg, Atomkraftwerke

Die TV-Tipps des Tages sind: Kleiner Junge – große Töne: Ein Roma will nach oben; Die PHOENIX RUNDE ist ein Forum für die aktuelle politische Debatte; Strom ohne Atom: Dardesheim in Sachsen-Anhalt bezeichnet sich selbst als „Stadt der erneuerbaren Energien“.

VONÜmit Küçük

DATUM8. Juni 2011

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Kleiner Junge – große Töne
Andrei Trifan ist zwölf Jahre alt und verfolgt den Herzenswunsch, als Tubaspieler Musiker in einer bekannten Blaskapelle zu werden, mit aller Energie.

Er lebt in Zece Prajini, dem nordrumänischen Romadorf, das auch im Ausland deshalb bekannt wurde, weil dort viele exzellente Blaskapellen eine wilde und im Westen nahezu unbekannte Blasmusik spielen. Andrei wohnt mit seinen Eltern und seiner kleinen Schwester in einem ärmlichen Zwei-Zimmer-Häuschen. Vater und Mutter sind beide arbeitslos.

Andreis schulische Leistungen sind gut, sein Lieblingsfach ist Mathematik. Er will unbedingt heraus aus dieser Welt der Unterentwicklung und Armut. Und er möchte seinen Eltern eine Hilfe sein. Andreis Welt ist durch zwiespältige Aspekte bestimmt: Durch seine Herkunft als Teil einer in Rumänien unbeliebten Minderheit; aber auch sehr stark durch die Erzählungen der erwachsenen Musiker aus seinem Dorf, die auf Auslandstourneen erfolgreich waren und sich selbstbewusst als „Zigeuner“ bezeichnen.

Mittlerweile ist Andrei einer der „Chefs“ der „Fanfara Juniorii“, der Jugendkapelle aus Zece Prajini. Und er hat einen großen Traum: endlich eine eigene Basstuba, damit er nicht immer zu Großvater Dumitru laufen muss, wenn er spielen will. (11:40-12:10 • RBB Berlin, RBB Brandenburg)

PHOENIX RUNDE
Die PHOENIX RUNDE ist ein Forum für die aktuelle politische Debatte. Kompetente Gäste diskutieren Fragen zum politischen, wirtschaftlichen und sozialen Leben in Deutschland. Zudem widmet sich die Sendung aktuellen Ereignissen aus dem Ausland. (22:15-23:00 • PHOENIX)

Strom ohne Atom
Dardesheim in Sachsen-Anhalt bezeichnet sich selbst als „Stadt der erneuerbaren Energien“.

So viel Energie steckte noch nie in der Diskussion um die Zukunft. Die Frage ist nicht mehr, ob wir die Atomkraftwerke abschalten können, sondern wie und wie schnell. 2022, 2020? Oder gar 2015, wie Gutachten renommierter Experten nahelegen. Prof. Olav Hohmeyer vom Zentrum für nachhaltige Energiesysteme in Flensburg ist sicher, dass bereits ab Anfang 2015 Deutschland zu jedem Zeitpunkt ohne Atomstrom versorgt werden kann, auch ohne Zukäufe aus dem Ausland. Es gebe keine regionalen Versorgungsengpässe und auch zu Zeiten der Jahreshöchstlast – meist einem Abend im Dezember – ist Strom für jeden Verbraucher in Deutschland gewährleistet. Die Kosten? Das Abschalten aller Atomkraftwerke in Deutschland wird den Durchschnittshaushalt allenfalls um einige Euro im Monat belasten.

Für einen Zeitraum werden wir Kohle- und Gaskraftwerke vermehrt nutzen müssen, mit erhöhtem CO2-Ausstoß für einige Jahre. Danach wird die Klimabilanz aber wesentlich besser aussehen, als die Politik sie bisher geplant hat. Deutschland könnte spätestens 2050 seinen Strom komplett regenerativ herstellen. Mit politischer und gesellschaftlicher Bereitschaft ist dieses Ziel aber schon wesentlich früher zu erreichen. (23:30-00:15 • Das Erste (ARD))

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