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Migration und Integration in Deutschland

Letztlich haben einige Industriestaaten ihren Bedarf an zusätzlichen Arbeitskräften … dadurch gedeckt, dass sie bei der Einstellung von irregulären Arbeitsmigranten ein Augen zudrücken.

Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen, Migration in einer interpedenten Welt, 2004

Buchtipp zum Wochenende

Manifest der Vielen – Deutschland erfindet sich neu

Das „Manifest der Vielen – Deutschland erfindet sich neu“ ist Gegengift und Pflichtlektüre. „Um sich nicht abzuschaffen, muss Deutschland sich neu erfinden“, so dreißig profilierte Autorinnen und Autoren einstimmig.

DATUM18. Februar 2011

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RESSORTAktuell, Rezension

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„Wir leben heute schon in der Welt von Morgen“, so die Ankündigung „der Vielen“ auf dem Buchcover – eine Kampfansage von dreißig profilierten Autorinnen und Autoren.

Sie schreiben über ihr Leben in Deutschland, über Heimat und Identität, über ihr Muslim- oder Nicht-Muslim-Sein anlässlich der Sarrazin-Debatte. Begriffe wie Migrant, Moslem, Deutscher, Fremder lösen sich dabei immer mehr auf, in den Vordergrund treten kritische Analysen und persönliche Geschichten. Ergebnis ist eine Vielfalt der Stimmen für „das Eigenrecht gelebten Lebens“

Das „Manifest der Vielen“ ist Gegengift und Pflichtlektüre. Denn Feridun Zaimoglu, Naika Foroutan, Ilija Trojanow, Hatice Akgün, Hilal Sezgin, Navid Kermani, Lamya Kaddor, Ekrem Senol und viele andere sind sich einig: Um sich nicht abzuschaffen, muss Deutschland sich neu erfinden.

Erscheinungs- termin: Samstag, 26. Februar 2011.

Buchpremiere: Donnerstag, 24.02.2011, im Maxim Gorki Theater in Berlin – u.a. mit Ekrem Senol, Chefredak- teur des MiGAZIN.

Das Manifest der Vielen

  • Ich bin hier
  • Ich suche nach etwas Drittem, das in allem steckt
  • Toleranz ist kein Kuschelsound
  • Kultur ist nicht aus Stahl
  • Mein Kopf ist ein zwitscherndes Vogelnest
  • Wir rücken zusammen
  • Wir müssen uns nicht integrieren
  • Menschenwürde muss man nicht verdienen
  • Wer rechnen kann, weiß das
  • Wir stehen im Abendland auch auf morgenländischen Beinen
  • Zwanzig Jahre habe ich auf diesen Satz gewartet
  • Man muss neugierig sein, damit das Fremde eine Chance bekommt
  • Befreien ist ein Klassiker
  • Wer jetzt beschwichtigt, provoziert erst recht einen Sturm
  • Multikulti ist total nicht gescheitert
  • Wir brauchen einen Aufstand der Anständigen
  • Demokratie birgt Risiken
  • Keine Kultur ist rein
  • Muslime haben kein Exklusivrecht auf die Opferrolle
  • Das wird man wohl noch sagen dürfen
  • Wir sind Verschiedene
  • Die meisten Menschen sind beige
  • Zuhören geht immer
  • Das Glück liegt auf der Straße
  • Die Zukunft hängt von jedem Einzelnen ab
  • Auf den ersten Blick ist nichts mehr, wie es war
  • Zu entscheiden, wer Muslim ist, kann nur Sache von Gott im Himmel sein
  • Zusammensetzen ist besser als Auseinandersetzen
  • Frage niemanden nach seiner Herkunft
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43 Kommentare
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  1. Wehrwolf sagt:

    Es gibt nur ein Manifest, und das ist das Deutsche!

    „Eines will ich dir noch schwören, ich gelobe feierlich: Will dir voll und ganz gehören – Dir, mein Volk, verpfänd ich mich! Auch in bitterlichsten Zeiten steh ich treu, so steh ich fest! Will an deiner Seite streiten – Dies ist mein deutsches Manifest!

    Deutsch zu fühlen und deutsch zu glauben kann man nicht bannen, kann man nicht rauben. Es ist auf Erden unser höchstes Gut. Verschworenes Volk, gebunden durch Blut.

    Deutsch zu sein – Das kann nicht jeder. Es wird nicht verliehen und stammt aus keiner Feder. Es ist die Sippe, die es an dich trägt – Wird von Schicksalsgnaden in die Wiege gelegt.

    Deutsch die Seele, welche in uns ruht. Deutsch der Sinn, wie unserer Adern Blut. Deutsch das Herz, so schlägt es stark und fest für dieses, uns heilige Manifest!

    Freies Wort, verwegene Tat – Das ist und bleibt die deutsche Art. Kühn, frei, wahrhaft, treu und recht, der Herrgott selbst krönte dieses Geschlecht.

    Ich will nie wieder diese Gnade missen. Ich will niemand anderen zum Bruder wissen. Wurzelstark und felsenfest schwör ich dieses deutsche Manifest.

    Deutsch die Seele, welche in uns ruht. Deutsch der Sinn wie unserer Adern Blut. Deutsch das Herz, so schlägt es stark und fest für dieses, uns heilige Manifest.

    Ich bin Ihr und Ihr seid ich und dieser Bund währt ewiglich! Ich für Euch und Ihr für mich, ein Bruderband – Unsterblich!

    Deutsch die Seele, welche in uns ruht. Deutsch der Sinn wie unserer Adern Blut. Deutsch das Herz, so schlägt es stark und fest für dieses, uns heilige Manifest.

    Solang das Herz in unseren Leibern schlägt. Solang der Leib uns noch auf Erden trägt. Auf das ihr Brüder eines nie vergesst: Schicksalhaft wiegt dieses Manifest!

    Ich bin Ihr und Ihr seid ich und dieser Bund währt ewiglich! Ich für Euch und Ihr für mich, ein Bruderband – Unsterblich!

    Volk heißt Sippe – Volk heißt Raum. Volk heißt Reich und ist kein Traum! Volk heißt Leib, Kern des Lebens. Ihm treu zu dienen ist nie vergebens.

    Volk heißt Mutter, Volk heißt Sohn. Volk heißt Blut, Volk heißt Nation. Durch alle Klassen und Schichten schallt es: Heilig’ Deutschland über alles!“

  2. j.meissner sagt:

    wer den Teich trocken legen will darf nicht die Frösche fragen ..

  3. Karl Willemsen sagt:

    Ich kann mich beim besten Willen nicht entscheiden, welches der beiden hier vorgestellten Manifeste™ ich AM DÄMLICHSTEN finde… 🙂

    Aber soviel steht fest: sie sind gleichermassen überflüssig wie Fusspilz und haben eine Daseinsberechtigung allenfalls in der Mülltonne!

  4. Grözinger sagt:

    Hallo Karl Willemsen,

    Sie haben so was von recht!!. Es ist nicht zu fassen. Die Manifeste™ sind wirklich so überflüssig wie Zahnschmerzen.

    Nur: Sind Sie, die einen und die anderen vielleicht doch ein Kind im Geiste???

  5. basil sagt:

    @Grözinger
    Unterstellen kann man erstmal jedem alles.
    Sind Sie nicht der von der Inquisition?!

  6. Pragmatikerin sagt:

    Mein Manifest:
    Das Deutschland Lied!

    „Einigkeit und Recht und Freiheit für das Deutsche Vaterland, danach lasst uns alle streben, brüderlich mit Herz und Hand. Einigkeit und Recht und Freiheit, sind des Glückes Unterpfand.

    Blüh´ im Glanze dieses Glückes, blühe Deutsches Vaterland.“

    Pragmatikerin

  7. Loewe sagt:

    Karl Willemsen & Grözinger,

    was ist denn an dem Manifest der Vielen falsch?

    „Um sich nicht abzuschaffen, muss Deutschland sich neu erfinden.“
    Das ist hervorragend gedacht und gesagt.

    Eigentlich sind wir schon dabei, uns neu zu erfinden. Das ist es ja wohl, was Sie beide und Sarrazin und viele andere so erbittert. Ein lernendes Deutschland, ein sich in die globalisierte Welt einfügendes Deutschland, ein Deutschland mit Zukunft, multikulturell, weltoffen, urban, ein Deutschland, das den Wahn nationaler oder ethnischer Reinheit endgültig hinter sich lässt, das Deutschland, das wir bei den letzten beiden Fußballweltmeisterschaften erlebt haben, das Deutschland, das das geachtetste Land der Erde ist …

    Dieses Deutschland zeigt sich also schon gelegentlich. Zum Beispiel auch im MiGAZIN. Oder in der Münchner Stadtpolitik. Oder in unserem Bundespräsidenten. Eigentlich auch in der Integrationspolitik dieser Bundesregierung.

    Warum machen Sie nicht einfach mit?

    Auf jeden Fall, wenn das Manifest in ein paar Wochen raus kommt: Lesen Sie es!
    Und lassen Sie sich davon anstecken!

  8. basil sagt:

    @loewe
    Behalten Sie mal im Auge wie sehr sich die Islamverbände vom Geiste der Toleranz anstecken lassen werden.

  9. Jos. Blatter sagt:

    Manifest der Vielen?
    Sowas oder ähnliches haben wir alle schon mal gehört, aus diktatorisch faschistische Ecke. Die Verbreiter diese Manifestes, Feridun Zaimoglu, Naika Foroutan, Ilija Trojanow, Hatice Akgün, Hilal Sezgin, Navid Kermani, Lamya Kaddor, Ekrem Senol haben die Wahrheit zu verkünden:
    Deutschland muß sich neu erfinden, um sich nicht abzuschaffen!?
    Ich darf diesen Damen und Herren berichten, daß Deutschland Tag für Tag erfindet, deswegen geht es Deutschland wirtschaftlich recht gut UND deshalb sind Feridun Zaimoglu, Naika Foroutan, Ilija Trojanow, Hatice Akgün, Hilal Sezgin, Navid Kermani, Lamya Kaddor, Ekrem Senol überhaupt hier.
    Deutschland hat immer nur Menschen gebraucht, die Tag für Tag erfinden. Was Deutschland überhaupt nicht braucht, sind Manifeste.
    Immer wenn sich Deutschland Manifesten verschrieb, war es anschließend ärmer oder gar zerstört, sei nationalsozialistische, kommunistische oder islamistische.
    Ein Tipp, an Feridun Zaimoglu, Naika Foroutan, Ilija Trojanow, Hatice Akgün, Hilal Sezgin, Navid Kermani, Lamya Kaddor, Ekrem Senol, probieren sie doch ihre Manifeste in den Ländern ihrer Vorfahren aus, die könnten neue Erfindungen doch sicherlich brauchen.

  10. el camino sagt:

    Die überwältigende Zahl der Deutschen will Deutschland gar nicht neu erfinden. Warum auch?

    Wenn einige Gäste meinen, dass es hier so arg schrecklich sei, dann sollten sie sich doch ein neues Gastland suchen.

    Das Selbstbestimmungsrecht der Völker gilt auch für die Deutschen. Schade, wenn solche Agitatoren das nicht akzeptieren können.


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