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Migration und Integration in Deutschland

Es waren vor allem die übrig gebliebenen einheimischen Geringqualifizierten, die die Gastarbeiter als ungeliebte Konkurrenten empfanden.

Stefan Luft, Staat und Migration, 2009

Statistik

457.806 Ausländer aus 190 Staaten leben in Berlin

Über 457.000 Ausländer sind in Berlin gemeldet – 2.381 weniger als im Vorjahr. Grund für den Rückgang ist ein neues Erfassungssystem. Die meisten Ausländer kommen aus der Türkei, gefolgt von Polen, Serben, Italienern, Russen und Franzosen.

Ende 2010 waren nach Mitteilung des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg 457.806 Ausländer mit Hauptwohnung in Berlin gemeldet, das sind 2.381 weniger als im Vorjahr. Der Ausländeranteil ging dadurch von 13,7 Prozent im Vorjahr auf 13,5 Prozent zurück.

EU-Staatsbürger vorn
Der Grund für den Rückgang ist die Vergabe der einheitlichen Steuer-Identifikationsnummer. Viele Ausländer, die nicht mehr an ihrer Meldeadresse anzutreffen waren, wurden von Amts wegen abgemeldet. „Die Ausländerzahlen der Vorjahre waren insofern überhöht“, teilte das Amt für Statistik mit.

Aus den 26 Staaten der Europäischen Union waren 149.726 Bürger mit Hauptwohnung gemeldet, 4.052 (2,8 Prozent) mehr als vor einem Jahr. Damit kommen 32,7 Prozent der in Berlin gemeldeten Ausländer aus Staaten der Europäischen Union. Gut ein Viertel der Unionsbürger sind Polen (40.988 oder 27,4 Prozent). Zahlenmäßig stark vertreten sind auch Italiener (15.842), Franzosen (13.262), Briten (10.191), Bulgaren (9.988) und Griechen (9.301). Gegenüber dem Vorjahr hat sich besonders die Zahl der bulgarischen Bürger erhöht (+1.684 oder +20,3 Prozent), gefolgt von Rumänen (+757), Italienern (+645) und Spaniern (+523).

Info: Detaillierte Angaben auf der Ebene der Bezirke sowie der Lebensweltlich orientierten Räume (LOR) sind im Statistischen Bericht „Melderechtlich registrierte Ausländer in Berlin“ zu finden.

Weniger Türken
Aus den übrigen europäischen Ländern sind türkische Staatsangehörige mit 104.556 Personen (22,8 Prozent aller Ausländer) am stärksten vertreten, ihre Zahl ist jedoch im Vergleich zum Vorjahr um 3.444 oder 3,2 Prozent weiter zurückgegangen. Den zweiten Platz nehmen die 19.230 serbischen Staatsbürger ein, unter denen sich jedoch auch Bürger des ehemaligen Serbien und Montenegro befinden. Die drittgrößte Gruppe bilden 15.332 Bürger aus der Russischen Föderation.

Die ausländischen Bürger kommen aus insgesamt 190 Staaten. Knapp drei Viertel davon sind Europäer (334.428 oder 73,1 Prozent). Aus asiatischen Staaten stammen 14,5 Prozent, aus Amerika 5,5 Prozent, aus Afrika 3,7 Prozent und vom Fünften Kontinent kommen 0,4 Prozent der ausländischen Bürger. (etb)

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3 Kommentare
Diskutieren Sie mit!»

  1. hacker20260 sagt:

    „Die Ausländerzahlen der Vorjahre waren insofern überhöht“, teilte das Amt für Statistik mit.“ Ja, ja, unsere tägliche Gehirnwäsche gib uns heute. Damit das stimmt haben unsere Politiker wieder mal deutsche Pässe ausgelobt. – Meine Kinder brauchen bald nicht mehr zur Schule zu laufen, deutsch spricht da eh fast keiner mehr …

  2. Böser Wolf sagt:

    >>> Aus den übrigen europäischen Ländern sind türkische Staatsangehörige mit 104.556 Personen (22,8 Prozent aller Ausländer) am stärksten vertreten, <<<

    Seit wann gehört die Türkei zu Europa, m.W. liegt sie doch in Asien.

  3. Gast in Berlin sagt:

    Ganz aktuell sind die Daten nicht – oder?
    2012 sind es wieder mehr Ausländer die in Berlin leben.
    Aktuelle Zahlen habe ich hier:
    http://www.in-berlin-brandenburg.com/Berliner/auslaender.html gefunden!



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