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Migration und Integration in Deutschland

Das Schlimmste ist ein fußballspielender, ministrierender Senegalese. Der ist drei Jahre hier – als Wirtschaftsflüchtling. Den kriegen wir nie wieder los

Andreas Scheuer, CSU-Generalsekretär, PresseClub Regensburg, 15.9.2016

Christian Pfeiffer

Gleiche Deliktsbelastung bei ähnlichen sozialen Verhältnissen

Menschen mit und ohne Migrationshintergrund weisen die gleiche Deliktsbelastung auf, wenn sie einen ähnlichen familiären, sozialen und wirtschaftlichem Hintergrund haben. Dies stellte Prof. Pfeifer bei der Enquetekommission Integration in Hessen klar.

DATUM2. November 2010

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RESSORTAktuell, Gesellschaft

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Am vergangenen Freitag tagte die Enquetekommission Migration und Integration in Hessen. Einer der geladenen Gäste war Prof. Dr. Christian Pfeiffer, ehemaliger niedersächsischer Justizminister und Direktor des kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen. Er stellte klar, dass die höhere Deliktsbelastung unter Migranten sich im Vergleich zu Deutschen völlig ausgleicht, wenn man Menschen mit ähnlichem familiärem, sozialem und wirtschaftlichem Hintergrund vergleicht.

„Kein Wunder, dass Herr Sarrazin zu ungünstigen Ergebnissen für die in Deutschland lebenden Menschen mit Migrationshintergrund gekommen ist. Das ist die Folge, wenn man Äpfel mit Birnen vergleicht“, kommentierte Gerhard Merz, integrationspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Hessischen Landtag. „Dass die Äußerungen Sarrazins nicht sonderlich hilfreich für die aktuelle Integrationsdebatte waren, wurde in der heutigen Sitzung der Enquetekommission Integration mehr als deutlich“, fügte Merz hinzu.

Die Enquetekommission Migration und Integration in Hessen existiert seit Januar dieses Jahres. In monatlichem Rhythmus beschäftigen sich hier Abgeordnete mit unterschiedlichen Fragestellungen zum Thema Integration.

Durch die Stellungnahmen der geladenen Sachverständigen sei klar geworden, dass Ausgrenzung und Stigmatisierung von Menschen mit Migrationshintergrund tatsächlich deren Kriminalität fördern könnten. „Eine Willkommenskultur ist und bleibt insofern das Wichtigste“, so Merz.

Auch die These, dass die in Deutschland lebenden Muslime immer dümmer würden, sei eindeutig durch Prof. Pfeiffer widerlegt worden. „Es handelt sich bei Muslimen nicht um eine homogene Gruppe, so dass eine pauschale Bewertung schlicht und einfach unsauber ist. So haben zum Beispiel Iraner die höchste Gymnasialquote unter allen Jugendlichen und auch die sind bekanntlich ja zum Großteil Muslime.“

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