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Migration und Integration in Deutschland

Die Umstellung darauf, dass jetzt die Ausländer die Überlegenen sind, da sie wenigstens einen Arbeitsplatz besitzen, ist für viele nicht nachvollziehbar.

Friedrich Landwehrmann, Strukturfragen der Ausländerbeschäftigung, 1969

Mittendrin statt Parallel

Integration ist keine Einbahnstraße

Die migrationspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Isabell Zacharias, fordert von der Bayerischen Staatsregierung ein klares Bekenntnis zur Integration von Menschen mit Migrationshintergrund.

DATUM19. April 2010

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RESSORTPolitik

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„Integration ist keine Einbahnstraße. Sowohl die Menschen, die zu uns kommen sollten sich engagieren, aber ebenso die bayerische Bevölkerung“, sagte Zacharias nach einer Veranstaltung der Dialogreihe „Lebenswelten in Bayern“ mit islamischen Verbänden am Dienstag im Bayerischen Landtag. Die Staatsregierung müsse Gelder bereit stellen, damit wichtige Projekte, wie beispielsweise Sprachunterricht, nicht nur ehrenamtlich geleitet und somit der Zufälligkeit überlassen werden.

Der Penzberger Imam Benjamin Idriz zeigte unterdessen Wege zu mehr Teilhabe von Menschen mit Migrationshintergrund in der deutschen Gesellschaft auf. Für eine gelingende multikulturelle Gesellschaft seien Kommunikation, Kooperation und Kompromisse notwendig.

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2 Kommentare
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  1. Kevin sagt:

    Die Türken wollen doch selbst überhaupt keine Integration.

    Immerhin ist ja Kenan Kolat so ehrlich, das auch auszusprechen. Mittlerweile. Er sagt ja ausdrücklich bei jeder Gelegenheit, daß er keine Integration will, sondern nur noch Partizipation.

    Vorher hat er immer gesagt, er verstehe unter „Integration“ „Teilhabe“. Da der richtige Terminus für „Teilhabe“ aber „Partizipation“ ist, hat er sich vor einiger Zeit korrigiert.

    Einer der wenigen ehrlichen Menschen im gesamten Migrationssektor.

  2. Non-EU-Alien sagt:

    „Die Türken wollen doch selbst überhaupt keine Integration.“

    –> Das ist aber eine gewagte Aussage, die erst noch belegt werden müsste. Das wird Ihnen aber nicht gelingen, denn es geht hier um einzelne Integrationsverweigerer, sondern um die komplette türkischstämmige Bevölkerung in Deutschland. Ich würde mir deswegen weniger Pauschalisierungen wünschen.

    „Immerhin ist ja Kenan Kolat…“

    –> Ich habe mir mal den Spass gemacht und vier Türken letztes Wochenende gefragt, was sie von Kolat halten. Interessantes Ergebnis: drei Türken kannten den gar nicht.

    „Vorher hat er immer gesagt, er verstehe unter “Integration” “Teilhabe”. Da der richtige Terminus für “Teilhabe” aber “Partizipation” ist, hat er sich vor einiger Zeit korrigiert.“

    –> Mir irgendwelchen Definitionen und Übersetzungen kommen wir hier nicht weiter. Es handelt sich hierbei ja nicht um zwei völlig voneinander zu trennenden Termini. Die Schnittmenge ist – glaube ich – größer als man denkt. Geht Partizipation ohne (wenigstens ein bischen) integriert zu sein? Ist jemand (nicht) integriert, wenn er nicht partizipiert? Versuchen Sie mal diese Fragen zu beantworten, und Sie werden sehen, dass die reale Welt nicht nur weiss oder schwarz, reich oder arm ist!

    Des Weiteren würde ich hier gerne noch betonen, dass jeder Terminus, der in diesem Zusammenhang benutzt wird, auch einer Evolution unterzogen wird. Früher waren diese Menschen „Gastarbeiter“, dann wurden sie als „Ausländer“ betitelt, später als „Migranten“, jetzt als „Menschen mit Migrationshintergrund“, neuerdings gibt es auch eine Kategorisierung bezogen auf die Herkunft (Drittstaaten oder EU). Fakt ist allerdings, dass es dieselben Menschen geblieben sind! Was dieser ganze Definitionswahn soll, ist mir fraglich…



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