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Migration und Integration in Deutschland

In allen Zielstaaten der Arbeitsmigration weisen die Eltern der als Migranten erfassten Jugendlichen eine kürzere Schulbesuchszeit und einen geringeren ökonomischen, sozialen und kulturellen Status auf als die Eltern von Nichtmigranten. Nirgendwo ist dieser Unterschied … aber so stark wie in Deutschland.

Konsortium Bildungberichterstattung, Bildung in Deutschland, 2006

Ausstellung

„Fremde?“ im Deutschen Historischen Museum

Die aktuelle Ausstellung „Fremde? – Bilder von den „Anderen“ in Deutschland und Frankreich seit 1871“ im Deutschen Historischen Museum ist eine Zusammenarbeit mit dem Cité nationale de l’histoire de l’immigration in Paris.

Info: Die Ausstellung „Fremde? – Bilder von den „Anderen“ ist noch bis zum 31. Januar 2010 im Deutschen Historischen Museum geöffnet. Weitere Informationen finden sie unter dhm.de.

„Wer sind wir? Wer sind die Anderen?“ Unter diesem Aspekt behandelt die Ausstellung die nationalen Selbstdarstellungen und die jeweilige Entstehung von Fremdbildern in der historischen Entwicklung.

Wesentliche Kernthemen sind die „Rassenkunde“ im 19. Jahrhundert, die Kolonisation, der Nationalsozialismus, der Algerienkrieg und die „Gastarbeiter“ in der Bundesrepublik.

Wurde noch im 19. Jahrhundert die von Felix von Luschan entwickelten Farbtafeln für die verschiedenen Hauttypen verwendet, so lernt man 1962 anhand eines Europa-Knigges der Diözese Rottenburgs, wie man mit „Gastarbeitern“ umgehen sollte. So heißt es dort: „Im öffentlichen Leben nimmt der Südländer Gebote und Verbote nicht so „tierisch ernst“; bei aller Strenge sollte man auch etwas Verständnis für seine Mentalität walten lassen.“

Auch so manche Medien lassen es sich nicht nehmen, die vorhandene kritische Stimmung mit kontroversen Thesen weiter anzuheizen. Durch verschiedene mediale Vermittlung finden so manche „Klischees“ erst ihren Weg in die Gesellschaft und manifestieren sich dort.

Die Ausstellung ist eine hervorragende Möglichkeit um sich einen Überblick der verschiedenen Komponenten bei der Schaffung von Fremdbildern zu machen.

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