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Migration und Integration in Deutschland

Bei dem Lebensalter der ausländischen Arbeitnehmer wirkt sich das z. Z. vor allem für die deutsche Rentenversicherung sehr günstig aus, weil sie weit höhere Beiträge von den ausländischen Arbeitnehmern einnimmt, als sie gegenwärtig an Rentenleistungen für diesen Personenkreis aufzubringen hat.

Ludwig Kattenstroth, Staatssekretär im Arbeitsministerium, März 1966, Bundesvereinigung der Dt. Arbeitgeberverbände, 1966

Selbstverständliche Nachfragen

Trägt Ihre Frau ein Kopftuch?

Während einer Podiumsdiskussion möchte ein neugieriger Journalist von einem muslimischen Diskussionsteilnehmer wissen, ob seine Frau ein Kopftuch trägt…

DATUM7. Dezember 2009

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23 Kommentare
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  1. Thomas Hohlfeld sagt:

    Super!
    :o)

  2. Hülya L. sagt:

    Genial…
    Das Kopftuch ist das schönste Accessoire, was eine Frau tragen kann; wertvoller als so mancher Schmuck.

  3. Ehrlich? Das empfinde ich als Mann etwas anders. ,-)

  4. Johanna sagt:

    Ich als Frau empfinde das auch etwas anders;)

  5. Spassbremse12 sagt:

    Ich finde diese Zeichnung weder besonders witzig, noch originell oder spitzfindig, auch wenn sie als solches gedacht ist. Eines verstehe ich nämlich nicht: während Christen nie sagen, „ich bin Christ“, sondern „ich bin katholisch/evangelisch“, sagen Moslems nie genau was sie sind. Da heisst es meist „Ich bin Moslem“. Erst bei genauem Fragen rücken sie damit raus, ob sie Sunniten, Aleviten oder was auch immer sind. Im Islam gibt es soviele Richtungen und Strömungen. Aber die Mehrheit-wie es scheint, sind das Sunniten- weigern sich anscheinend einzugestehen, dass es da auch im Islam Menschen gibt die sich nicht Sunniten nennen. Und die anderen trauen sich möglicherweise nicht gleich zu sagen was sie sind. Ich finde 40-50 Jahre Türken in Deutschland sollte Zeit genug sein, dass auch Deutsche lernen, was der Unterschied zwischen Sunniten und Aleviten ist und sich mit der Antwort „ich bin Moslem“ nicht zufrieden geben. Denn so wie ich das nachgelesen habe und auch nachgefragt habe, tragen alevitische Frauen von hausaus keine Kopftücher. Also wäre es insgesamt Schwachsinn Aleviten zu fragen, ob die Ehefrau Kopftuch trägt, während es bei Sunniten eher Sinn machen würde.
    Ich höre aus der TR immerwieder Politiker die sagen, es gebe nur den einen Islam ohne Unterteilung. Ja, das haben Politiker in früheren kommunistischen Ländern auch immer gesagt: es gibt keine Unterschiede zw den Menschen. Dabei waren sie die größten Spalter und die größten Missachter der menschlichen wie auch religiösen Vielfalt. […]
    Und ein Kopftuch als das „schönste Accessoire“ zu bezeichnen zeugt nicht gerade von Weitblick oder von Toleranz. Wenn ich Kopftuchträgerinnen akzeptieren soll, so möchte ich, dass Nichtträgerinnnen genauso respektiert werden und dass sich insbesondere die Kopftuchträgerinnen dafür einsetzen sollten, dass alle Frauen gleich hoch respektiert werden. Dann könnte ich mich tatsächlich mit dem angeblich „schönsten Accessoire“ zumindestens anfreunden, auch wenn ich es sehr wohl als Zeichen der Frauenunterdrückung betrachte. Wäre es kein Zeichen der Unterdrückung, so würden sich alle sunnitischen Männer verhüllen und ihr Gesicht verschleiern. Sie würden damit ihre sündigen Blicke Frauen gegenüber verstecken, im Glauben, dass sie etwas schlechtes tun. Denn sie sind es ja die die lüsternen Gedanken haben bzw. mit den Blicken Frauen erniedrigen. Warum also muß die Frau sich verstecken, wenn der Mann Testosteron-gesteuert wird? Und warum wird das Kopftuch urplötzlich zu einem Accessoire, wo es vom Ursprung her, nicht als solches gedacht ist? Aber andererseits, wäre ich unterdrückt, so würde ich möglicherweise meine Unterdrückung auch beschönigend umschreiben wollen-ganz bestimmt sogar.

  6. Boli sagt:

    @Hülya L.
    Das ist Ansichtssache und wenn dann würde ich sagen kommt es auch darauf an wie es gebunden ist. So wie es viele Türkinnen machen empfinde ich es nicht schön. So wie es Frauen im Iran machen nämlich das Tuch etwas nach hinten rutschen zu lassen und nicht so eng zu binden finde ich es schön.
    Aber im großen und Ganzen kann ich Spassbremse12 nur beipflichten und frage ebenso wieso sich immer die Frauen so und so verhalten sollen aber nicht an der Charakterstärke der Männer mehr gearbeitet wird?? Da wäre natürlich eine Änderung im Kultur- und Religionsverständnis nötig. Das ist sicher.

  7. Susi sagt:

    Wenn man bedenkt wie oft inzwischen nicht-kopftuchtragende (egal ob muslimisch oder nicht) Mädchen in den Schulen von muslimischen Jungs und bekopftuchten Mädchen gemobbt werden bis hin zum Anzünden der Haare, Beschimpfungen als Schlampe und Hure etc., dann ist der Cartoon wirklich nicht witzig.

  8. Selçuk sagt:

    „… bis hin zum Anzünden der Haare …“
    Wie oft und wo kommt dies denn vor?

  9. Selçuk sagt:

    Leute, dies was doch nur eine ernst gemeinte Frage. Eine solche Frage verdient keine Sternchen. Erstmal nachdenken und dann bewerten. 😉


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