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Migration und Integration in Deutschland

Gedenken an Holocaust Teil unserer gemeinsamen Leitkultur.

Armin Laschet, Nordrhein-Westfälischer Integrationsminister, MiGAZIN, 28. Januar 2010

Maria Böhmer

Chance für intensiven Dialog und bessere Integration nutzen

Staatsministerin Maria Böhmer hat dazu aufgerufen, die „Interkulturelle Woche“ als Chance für einen intensiven Dialog zwischen Einheimischen und Zuwanderern und damit für eine bessere Integration zu nutzen. „Jeder Einzelne ist aufgefordert, dem Anderen zuzuhören und auf ihn zuzugehen. Dadurch können wir alle einander besser kennenlernen – dies ist eine wichtige Voraussetzung für Vertrauen und für ein gegenseitiges Verständnis“, erklärte Staatsministerin Maria Böhmer.

Die bundesweite Interkulturelle Woche startete gestern in München unter dem Motto „Misch mit“. Sie ist eine Initiative der Deutschen Bischofskonferenz, der Evangelischen Kirche in Deutschland und der Griechisch-Orthodoxen Metropolie.

„Das Engagement der Kirchen für Integration ist vorbildlich. Mit der Interkulturellen Woche setzen sie das Signal, dass jeder individuell – gleich ob Einheimischer oder Zuwanderer – seinen Beitrag für ein gutes Zusammenleben leisten kann. Dieser Einsatz aus der Mitte der Zivilgesellschaft ist für das Gelingen von Integration unverzichtbar.

Die Bundesregierung hat mit dem Nationalen Integrationsplan, drei Integrationsgipfeln und der Deutschen Islamkonferenz einen neuen Rahmen für das bessere Zusammenleben der Menschen in unserem Land geschaffen. Es gilt, diesen Rahmen Tag für Tag mit Leben zu füllen. Dabei kommt es auf jeden Einzelnen an“, betonte die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung.

Als ein Beispiel für bürgerschaftliches Engagement nannte Böhmer die „Aktion zusammen wachsen“. Dabei fördern zahlreiche Bürgerinnen und Bürger ehrenamtlich Kinder und Jugendliche aus Zuwandererfamilien. Als Patin oder Pate helfen sie ihnen bei Hausaufgaben oder unterstützen sie bei der Ausbildungsplatzsuche. „Dieses großartige Engagement stärkt das Selbstbewusstsein der jungen Migranten und gibt ihnen das Gefühl der Wertschätzung. Auch die Interkulturelle Woche setzt ein Zeichen für eine neue Anerkennungskultur, die die Lebensleistung jedes Einzelnen anerkennt – unabhängig von seiner Herkunft. Wo Türen geöffnet werden, wo Menschen aus verschiedenen Ländern aufeinander zugehen und Freundschaften schließen, gelingt Integration. Die Interkulturelle Woche der Kirchen schafft dazu die Möglichkeiten“, so Staatsministerin Böhmer.

„Doch die Bemühungen von Politik und Wirtschaft alleine reichen nicht aus. Jeder Einzelne muss seinen Beitrag leisten. Das beginnt mit der Beherrschung der deutschen Sprache. Wer kein Deutsch spricht, hat keine Chance auf dem Arbeitsmarkt und ist nur Zaungast in unserem Land.“Die Staatsministerin forderte die Migranteneltern auf, ihre Kinder mit ganzer Kraft zu unterstützen. Entscheidend sei auch, im Alltag und zu Hause mit den Kindern Deutsch zu sprechen. Bildung und Ausbildung hätten einen hohen Stellenwert in Deutschland. „An die Jugendlichen appelliere ich: Strengt Euch an, damit der Übergang von der Schule in den Beruf gelingt. Eine Ausbildung ist die Eintrittskarte für eine erfolgreiche Zukunft. Deshalb ist es wichtig, bei der Berufswahl flexibel zu sein und sich nicht auf einen ‚Traumjob‘ festzulegen. Wer seine Chancen nutzt, kann den sozialen Aufstieg in unserem Land schaffen.“

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