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Migration und Integration in Deutschland

Erwerbsquoten der inländischen (43 %) und ausländischen (70,8 %) Bevölkerung der Bundesrepublik Deutschland im Jahre 1970.

Friedrich Heckmann, Die Bundesrepublik als Einwanderungsland?, 1981

Schule und Beruf

Benachteiligte Jugendliche zurück auf den richtigen Weg

Junge Menschen aus sozial schwachen Familien oder aus Familien mit Migrationshintergrund haben es oft schwerer in der Schule und auf ihrem Weg in den Beruf. Mit der Initiative „Jugend Stärken“ bietet das Bundesfamilienministerium diesen Jugendlichen maßgeschneiderte und verlässliche Unterstützung.

„Es gibt Jugendliche, die bereits zu Beginn ihres Lebens am Rand unserer Gesellschaft stehen und es schwerer haben als Gleichaltrige. Diese Jugendlichen dürfen wir nicht verloren geben, nur weil sie schlecht in die Schule oder in die Ausbildung gestartet sind“, sagt Ursula von der Leyen. „Alle jungen Menschen haben Stärken und Talente. Deswegen müssen wir ihnen in schwierigen Phasen helfen, nicht den Anschluss zu verlieren. Unsere Initiative „Jugend Stärken“ bietet diesen Jugendlichen erfolgreich ein dichtes Netz der Hilfe an und zwar dort, wo es besonders wichtig ist: vor Ort!“, so von der Leyen weiter.

Initiative „Jugend Stärken“
Die Initiative „Jugend Stärken“ besteht aus vier Programmen: Schulverweigerung – Die 2. Chance, Kompetenzagenturen, Jugendmigrationsdienste sowie „Stärken vor Ort“. Ziel der ersten beiden Programme sei es, harten Schulverweigerern den Weg zurück in die Schulen zu ebnen, beziehungsweise Jugendlichen neue Perspektiven zu eröffnen, die nach der Schule verloren gegangen und nicht in einer Ausbildung oder Qualifizierung angekommen sind. Die Jugendmigrationsdienste würden ganz gezielt die Integration Jugendlicher mit Migrationshintergrund fördern und stärken. „Stärken vor Ort“ richte sich an Jugendliche mit schlechteren Startchancen und Frauen mit Problemen beim Einstieg und Wiedereinstieg in den Beruf.

Für diese vier Bausteine stellt das Bundesjugendministerium in den Jahren 2008 bis 2011 aus nationalen und europäischen Mitteln (Europäischer Sozialfonds) 367 Millionen Euro zur Verfügung. Mit der vorwiegend kommunalen Kofinanzierung verfüge die Initiative damit über mehr als eine halbe Milliarde Euro.

Informationen zum Programm Schulverweigerung – Die 2. Chance
Als Beitrag des Bundes zur Senkung der nach wie vor hohen Zahl der Schulabbrecher in Deutschland weitete das Bundesjugendministerium das Programm bis Januar 2009 von 75 auf 194 Standorte aus. Von den insgesamt rund 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern arbeiten 104 in den 26 Standorten in Niedersachsen. Für die Förderjahre 2008 bis 2011 stehen rund 84 Millionen Euro aus ESF-Mitteln zur Verfügung, davon ca. 13 Prozent für Niedersachsen. Ziel sei es, im ersten Förderjahr, das im August 2009 endet, bundesweit mehr als 5.000 „harte“ Schulverweigerer zu erreichen, davon 650 in Niedersachsen.

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Ein Kommentar
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  1. municipal sagt:

    Ich wehre mich gegen die Behauptung, alle Jugendlichen (insbesondere Migranten) seien grundsätzlich benachteiligt, denn es gibt mit Sicherheit einige (auch OHNE Migrationshintergrund), die einfach keinen BOCK haben, z.B. die „bundesweit mehr als 5.000 “harte” Schulverweigerer“.

    Ich stimme Fra von der Leyen darin zu, das wir „diese Jugendlichennicht verloren geben dürfen“, plädiere aber für ein fördern UND FORDERN. Sonst wird das nichts.



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