MiGAZIN

Migration und Integration in Deutschland

Niemand lässt sich so gut ausbeuten wie Mitglieder einer Gemeinschaft, die ohne Hilfe der anderen in Deutschland nicht überleben können – illegal und ohne Sprachkenntnisse.

Neske/Heckmann/Rühl, Menschenschmuggel, 2004

Türkische Presse Türkei

24.07.2009 – Davutoglu, Simsek, Serbien, Weltwirtschaftskrise

Themen der türkischen Presse sind heute unter anderem der Besuch des türkischen Außenministers Davutoglu in Serbien und die Äußerungen des türkischen Finanzministers Mehmet Simsek zur Weltwirtschaftskrise.

VONBYEGM

DATUM24. Juli 2009

KOMMENTAREKeine

RESSORTTürkische Presse Türkei

SCHLAGWÖRTER

DRUCKENAnsicht

MEHR ZUM ARTIKEL

DANKE,
ich möchte MiGAZIN auch in Zukunft lesen!

Aksay: „Eine starke Armee ist für die Türkei von Nöten“
Die türkischen Kriegsakademien veranstalteten gestern ihre Graduierungsfeier in Istanbul. An der Zeremonie nahmen auch Staatspräsident Abdullah Gül, Parlamentspräsident Köksal Toptan, Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan und Generalstabchef General Ilker Basbug teil.

Kommandant der Kriegsakademien General Hasan Aksay hielt bei der Zeremonie eine Rede. General Aksay teilte mit, dass die Erwartungen nach dem Zusammenbruch des Ostblocks auf eine Friedensstimmung und Beendigung der Konflikte nicht lange dauerten. Aksay sagte: „Statt Drohungen und Risiken im klassischen Sinn herrschen Unbestimmtheiten auf der Welt. Nach der Periode des kalten Kriegs tauchen Sicherheitsprobleme wie Terrorismus, Radikalismus, Ausbreitung der Massenvernichtungswaffen, ungesetzliche Auswanderungsaktivitäten, Besorgnisse wegen Trockenheit und Teilung der knappen Wasserquellen anstelle der klaren militärischen Bedrohung auf. Aufgrund ihrer geopolitischen Lage muss unser Land eine starke Armee haben, damit sie diese Sicherheitsprobleme durchmachen kann. In unserem heiklen Gebiet bilden de türkischen Streitkräfte die unverzichtbare Versicherung zur Bewahrung der nationalen und internationalen Interessen und der demokratischen, laizistischen und unitären Struktur der Türkei.“ (Milliyet-Cumhuriyet)

Davutoglus Belgrad-Kontakte
Außenminister Ahmet Davutoglu, der sich für einen offiziellen Besuch in Serbien befindet, führte seine Kontakte in der serbischen Hauptstadt Belgrad fort. Davutoglu wurde zuerst vom serbischen Präsidenten Boris Tadić empfangen. Nach seinem Treffen mit Tadić wurde er auch von dem Ministerpräsidenten Mirko Cvetković und der Parlamentspräsidentin Slavica Dukic-Dejanović empfangen.

Davutoglu nahm im Rahmen seiner Kontakte an dem von seinem serbischen Amtskollegen Vuk Jeremic gegebenen Mittagessen teil. Nach dem Essen unterzeichneten Davutoglu und Jeremic ein Abkommen über die Eröffnung des Büros der Agentur für Türkische Zusammenarbeit und Entwicklung (TIKA) in Belgrad. (AA)

Simsek: „Türkei bereitet sich für die Periode nach der Krise vor“
Finanzminister Mehmet Simsek gab bekannt, dass die Türkei nach der Krisenperiode eine Steigungstendenz zeigen werde. Simsek, der auf einer Versammlung der Industriekammer der südostanatolischen Stadt Gaziantep sprach, teilte mit, dass die Türkei infolge ihres Unternehmungsgeists eine starke und konkurrenzfähige Wirtschaft habe und dieser Geist bilde den Motor des wirtschaftlichen Wachstums und Aufstiegs.

Minister Simsek wies darauf hin, dass die Regierung sich darum bemühe, die Türkei vor negativen Wirkungen der globalen Finanzkrise zu schützen und sie für die Periode nach der Krise vorzubereiten. Er sagte: „Auch die Weltwirtschaft wird sich normalisieren. Keine Krise dauert auf ewig. Wenn die Welt Erholungszeichen gibt, dann muss die Türkei dafür vorbereitet worden sein. Das neue wirtschaftliche Förderungssystem ist eine der wichtigsten Elemente unserer Maßnahmen.“ (Türkiye)

Zachau: „Türkei braucht sich keine Sorgen zu machen“
Ulrich Zachau, Türkei-Vertreter der Weltbank, erklärte, dass die Krise seine Effekte weltweit und in der Türkei reflektiert habe, und sagte: „Ihr braucht euch aber keine Sorgen zu machen. Der Privatsektor wird den Weg für die wirtschaftliche Entwicklung und Arbeitsbeschaffung in dieser Region hinaufführen und vorantreiben.“

Zachau wies in seiner Erklärung darauf hin, dass sie Informationszentrum der Weltbank in der Südostanatolischen Grosstadt Gaziantep eröffnen werden, und sagte: „Es freut uns sehr, zu sehen, dass sich der Privatsektor und neue Unternehmer während der Krisenperiode nach Arbeitsbeschaffung bestreben. Außerdem bemühen sie sich auch um berufliche Ausbildung der Jugend. Wir unterstützen und begrüßen alle Schritte, die die Investitionslage fortführen.“

Zachau erinnerte daran, dass die Weltbank eine auf Transparenz und Informationsfreiheit basierende Politik verfolge, die die Qualität aller Projekte und Programme weltweit weiterentwickeln werde. (Milliyet)

Hinweis: Die “Türkische Presse Türkei” (Türkeiausgaben türkischer Tageszeitungen) wird von der Generaldirektion für Presse und Information in Ankara zur Verfügung gestellt und von der MiGAZIN-Redaktion unverändert übernommen.

Testen Sie den kostenlosen MiGAZIN Newsletter:
Bitte beachten Sie unsere Netiquette. Vielen Dank!

Ihr Kommentar dazu:

MiGAZIN

Ziel und Zweck von MiGAZIN ist die Förderung der politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Partizipation von Migrant(inn)en in der Aufnahmegesellschaft. In diesem Sinne soll MiGAZIN die Kommunikation fördern und füreinander sensibilisieren. Mehr über uns...

MiGMACHEN

Die Redaktionsmitglieder von MiGAZIN haben vor allem eins gelernt: Wer über sein Wissen und seine Erfahrungen schreibt, lernt immens dazu. Die kritische Diskussion mit Lesern eröffnet neue Horizonte. Daher hat das MiGAZIN-Team die Aktion-MiGMACHEN ins Leben gerufen. Hier bieten wir allen Interessierten die Möglichkeit, MiGAZIN als Autor, Pate oder Jungautor mitzugestalten. Nähere Informationen...

GRIMME Online Award 2012

    Begründung der Jury: "Über Migranten und Migration wird in Deutschland viel gesprochen. Vor allem von Deutschen. Im Chor der vielen und oft sehr lauten Stimmen fehlen aber zumeist die der Migranten. Und genau diese Lücke füllt das MiGAZIN mit qualitativ hochwertigen Texten und verständlicher Berichterstattung." Weiter ...