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Migration und Integration in Deutschland

Durch die Möglichkeit der Beschäftigung ausländischer Arbeitnehmer in solchen [einfachen, manuellen] Positionen hat sich die Chance der deutschen Arbeiter, sich beruflich weiterzuentwickeln und in der Betriebshierarchie aufzusteigen zweifellos verbessert.

Bundesanstalt für Arbeit, Repräsentativuntersuchung ’72 über die Beschäftigung ausländischer Arbeitnehmer…, 1973

Schweden

Blaugelbe Integration

Schweden ist Vorreiter in Sachen Integrationspolitik und gilt ohnehin als der moderne Wohlfahrtsstaat par excellence. Ein Blick hinter die Kulissen zeigt: nicht alles, was glänzt, ist blaugelb, aber vieles.

DATUM30. Juni 2009

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Zunächst die Fakten: Das Immigrationsprofil Schwedens ähnelt dem der meisten europäischen Länder. Den Gastarbeitern folgten ab den 1980er Jahren Flüchtlinge aus Ländern des Nahen Ostens und Südamerikas. In den 1990er Jahren kamen vorrangig Bosnier, später Kosovoalbaner, nunmehr stellen Iraker und Somalier die mit Abstand größte Immigrantengruppe. 2008 erhielten 90.021 Personen in Schweden eine Aufenthaltsgenehmigung oder eine Aufenthaltserlaubnis, also immerhin ein Hundertstel der Gesamtbevölkerung. 25 % von ihnen kamen als Arbeitskräfte, meist aus dem europäischen Ausland, weitere 16 % als Studierende. Ausländische Angehörige schwedischer Staatsbürger stellen mit 33 % die größte Gruppe dar. Asylbewerber und Angehörige von Flüchtlingen machen jeweils 12 % aus. Heute haben rund 17 % der schwedischen Bevölkerung einen Migrationshintergrund. Laut Integrationsindex MIPEX ist Schweden Spitzenreiter in Sachen Integration, was die Fragen evoziert: Wie sieht das schwedische Integrationssystem eigentlich aus?

Primäres Ziel schwedischer Integrationspolitik ist es den Neuankömmlingen alsbald die Selbstversorgung und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Unter dem Terminus „Neuankömmling“ werden all diejenigen subsumiert, die weniger als zwei Jahre im Land leben. In diesen zwei Jahren werden ihnen gemäß staatlicher Richtlinien Unterstützungen zugebilligt, die das Selbstbild des Individuums stärken sollen, genauer: „ihre Selbständigkeit, Selbstwert, Eigeninitiative, ihr Vermögen Probleme selbstständig lösen zu können, sowie ihre Partizipation und Eigenverantwortung.“ Jede betreffende Person soll einen individuellen Einführungsplan erhalten, der die persönlichen Voraussetzungen und Bedürfnisse berücksichtigt. Obschon diese individuelle Herangehensweise löblich ist, begeht sie erstens den Kardinalfehler Immigranten per se als Problemfälle aufzufassen. Zweitens liegen mitunter Welten zwischen Gesetzestexten und der Realität, etwa dann, wenn wie im Falle der Landkreise Hedemora, Orsa und Älvdalen nur diejenigen einen individuellen Einführungsplan erhalten, die sich im arbeitsfähigen Alter befinden. Kinder und Rentner gehen hier leer aus.

Es sind folglich die Landkreise, die die Einführungen durchführen. Sie schließen mit der Migrationsbehörde Verträge ab, in denen geregelt ist, wie viele Neuankömmlinge aufgenommen und versorgt werden können. Sie verpflichten sich den Neuankömmlingen Schwedischkurse, genannt SFI, einen Praktikumsplatz und ein Einführungsprogramm in Form von Informationsveranstaltungen zur Verfügung zu stellen. Jeder Ausländer hat in Schweden Anrecht auf Schwedischunterricht und besitzt per Gesetz die freie Wahl zwischen unterschiedlich ausgerichteten Schwedischkursen. Doch es gibt Probleme: Wartezeiten für die Kurse von über drei Monaten sind keine Seltenheit, neun von zehn SFI-Lehrern sind nicht entsprechend ausgebildet, Qualitätssicherungen gibt es bei den oft privaten Kursanbietern kaum. Maciej Zaremba hat in seiner Reportage „I väntan på Sverige” mehrere Fälle aufgezeigt, in denen Neuankömmlinge trotz individuellem Einführungsplan in den falschen Schwedischkursen landen, von freier Wahl keine Spur.1

Denn – und hierin liegt ein gravierendes Problem des schwedischen Integrationssystems – die Quote muss stimmen. Die Landkreise erhalten nämlich neben einem jährlichen Grundbetrag eine Kopfpauschale pro aufgenommenem Immigranten: rund 17600 Euro für Erwachsene, 10800 für Kinder, 6500 Euro für Rentner. Von diesem Geld werden nicht nur Schwedischkurse, Praktikumsplätze und die Wohnungen der Immigranten finanziert, von diesem Geld bezahlt der Landkreis auch seine eigenen Mitarbeiter. Integration ist demnach für viele Landkreise ein lohnenswertes Unterfangen, zumal eine effektive Integration noch durch ein zusätzliches Bonussystem vom Staat belohnt wird. Die Kehrseite dieses Wettkampfes der Landkreise ist ihre mangelnde Zusammenarbeit. Sie sind darauf bedacht ihre registrierten Neuankömmlinge und die damit verbundenen Einnahmen im Landkreis zu halten, selbst wenn dies im Einzelfall nicht der ideale Integrationsstandort ist. So gibt es beispielsweise in Göteborg spezielle Schwedischkurse für Mediziner. Einem Arzt aus dem Irak, der zufällig im Landkreis Sunne registriert ist, nützt dies jedoch nichts.

Auf dem Gebiet der Arbeitsmarktanbindung, bedient man sich in Schweden einer Reihe innovativer und höchst interessanter Maßnahmen. Der Staat bemüht sich ausländische Abschlüsse und Examina adäquat anzuerkennen. Die so genannten Neustartjobs bieten Arbeitgebern finanzielle Anreize Immigranten einzustellen, wobei der Staat bis zu 63 % des Lohnes übernimmt. Firmengründungen von Bürgern mit Migrationshintergrund werden mit Hilfe von einem Mentorprogramm unterstützt. Eine weitere Maßnahme ist die Anonymisierung von Bewerbungsunterlagen. So erfährt der Arbeitsgeber erst beim Vorstellungsgespräch ob es sich bei seinem zukünftigen Arbeitsnehmer um einen Lars Svensson oder einen Abdulhafif Kaya handelt. Überdies führt und fördert der Staat den Dialog über demokratische Werte, die Menschenrechte und gegen Diskriminierung.

Evident ist: nicht alles, was glänzt, ist blaugelb. Auch in Schweden gibt es Segregation, Alltagsrassismus, Missverständnisse und Übereifer. Dennoch, im Großen und Ganzen ist Integration in Schweden eine Erfolgsgeschichte, ganz ohne Einbürgerungstest. Viele meinen dies läge an der Geschichte Schwedens, einem Land ohne sichtbare Altlasten und mit sichtbaren Errungenschaften. Die Migrationsforscherin Anne Sofie Roald meint die Inkorporation neuer und oppositioneller Modelle in die nationale Agenda sei ein elementares Kennzeichen der schwedischen Gesellschaft.2 Integration wird als gesamtgesellschaftliches Projekt, der einzelne Neuankömmling als transkulturelle Ressource wahrgenommen. Neben den politischen Weichenstellungen, die dies ermöglichen, ist es meinem Erachten nach vor allem der offene und reflektierte Umgang mit der Thematik Erfolgsgrund. Die schwedische Gesellschaft ist kritikfähig und verbesserungswillig, getreu dem Motto: Erfolg verpflichtet. Er verpflichtet indes nicht nur Schweden, sondern durchaus auch Deutschland.

  1. Zaremba, Maciej: „I väntan på Sverige”, Dagens Nyheter, März 2009.  []
  2. Roald, Anne Sofie: „New Muslims in the European context: the experience of Scandinavien converts”, 2004.  []
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17 Kommentare
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  1. Hi Vicky, danke für den Beitrag. Wie sieht es eigentlich mit der gesamtgesellschaftlichen Wahrnehmung dieser Angebote aus. Werden diese tatsächlich von einem breiten Gemeinschaftswillen getragen?

  2. Vicky sagt:

    Nun ja, je nach Umfrageergebnis schwankt die gesellschaftliche Nichtakzeptanz der von mir beschriebenen Maßnahmen zwischen 3 und 27 %. Es gibt zweifelsohne Stimmen in der Gesellschaft, denen die Maßnahmen zu weit gehen. Ebenso gibt es einen strukturellen Rassismus, keine Frage. Ich hatte in unterschiedlichsten Situationen das Gefühl als Deutsche eher angenommen zu werden, als jemand aus dem Libanon oder Somalia.
    Ein wichtiger Punkt scheint mir aber zu sein, dass man solche Frage offen und sachlich debattiert, z.b. das Thema „Halal TV“, sogenannte Ehrenmorde, Schulabschlüsse in Kirchen, Moscheebauten, genitale Verstümmelungen an jungen Mädchen, aber auch die Vernachlässigung von Vororten in Malmö, Göteborg und Stockholm. Über all das wird geredet, ohne die stereotypen Anschuldigungen „Rassist“, „Fundamentalist“, „Neoliberalist“ oder „Multikulti“.
    Außerdem haben die Schweden bisher sehr gute Erfahrungen mit dem Konzept der „positiven Sonderbehandlung“ gemacht: Frauen, Langzeitarbeitslose und behinderte Menschen wurden auf ähnliche Weise gefördert. Es steht zudem fest, dass Immigration dem Staat über lange Sicht auch wirtschaftlich hilft, was vielen Bürgern bewusst sein dürfte. Schließlich werden Schweden auch in dem (Selbst-)bewusstsein sozialisiert , dass sie eine tolerante, fortschrittliche und offene Nation sind, die gerade auch moralisch vieles richtig zu machen meint und dann mit dem Zeigefinger auf andere zeigen kann. Ich glaube Schweden gefallen sich auch ein wenig in diesem Bild des Integeren. Meiner Einschätzung nach ist also die Mehrheit der Bevölkerung durchaus mit den Maßnahmen einverstanden, aber es sei darauf hingewiesen, dass dies nur meine persönliche Einschätzung sein kann.

  3. Ekrem Senol sagt:

    Mich würde interessieren, wie Bewerbungsverfahren in der Praxis funktionieren. Wenn kein Name auf der Bewerbung steht, wohin schickt man die Einladung oder die Bewerbung zurück? Außerdem schreibt man in Deutschland in eine Bewerbung ja auch auf, was man bisher gemacht hat oder woher man kommt, falls man eingewandert ist. Wird das alles nicht erwähnt?

  4. bosanac sagt:

    wow
    ein fantastischer berricht
    von einer JUNGen proffesionellen Lady
    mehr davon würde mich freuen wenn JUNGE Menchen mit Zuwanderungsvorgeschichte
    auch so ein berricht schreiben Könnten
    binn es satt das integration in heutiger Zeit immer noch in den 70er HIER stadt findet
    KLISCHES haben wir genügend
    aber vorbilder zu wenig

  5. Vicky sagt:

    Die Effektivität der Methode der anonymen Bewerbung (eigentlich ent-identifizierter Bewerbungsprozess) wird nach wie vor diskutiert, unterschiedliche Firmen machen unterschiedliche Erfahrungen und setzen die Vorgaben unterschiedlich um. Die Methode wird auch nicht flächendeckend in Schweden angewendet.
    In der Praxis sollen alle Informationen, die einen eindeutig einer sozialen Kategorie zuordnen, im Lebenslauf geschwärzt werden, also Geschlecht, Alter, Name, Herkunft, Religion, usw.. Es werden demnach z. B. Studienabschlüsse angegeben, aber nicht wo man diese errungen hat. Entweder macht dies der Bewerber selbst – über ein Passwort bzw. Codesystem werden dann Bewerbungsunterlagen und die eigentlichen Individuen einander zugeordnet. In einer anderen Varianten werden die Bewerbungsdaten von der Personaleinheit der Firma bearbeitet, ent-identifiziert und auf eine objektiven Matris übertragen. Natürlich hat diese Methode ihr innewohnenden Grenzen: ob ein Bewerber älter oder jünger lässt sich anhand der aufgeführten Erfahrung gut abschätzen. Studien zeigen aber, dass Frauen und Migranten mit diesem System öfter zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen werden.

  6. Boli sagt:

    Na, der Bericht scheint mir doch ein bisschen zu sehr in Richtung Sommernachtstraum zu gehen. Mittlerweile gibt es mehr Probleme als öffentlich groß bekannt werden. Die Markantesten sind bzw. waren:

    http://www.youtube.com/watch?v=9BiRi4o6jMM

    http://www.youtube.com/watch?v=ti22RB4DWqU&feature=PlayList&p=7539F3A887D5E9DE&playnext=1&playnext_from=PL&index=19

    http://www.winkelried.info/2009/05/12/schweden-genug-von-multikulti
    (Die Kommentare sind teilweise auch aufschlussreich)

    @Vicky
    Tut mir leid Vicky, nur ich frage mich wirklich wo Du in Schweden warst. Kommt mir irgendwie vor als wenn Du an einem See beim Fischen gesessen hast, sonst hättest Du diese Vorkommnisse nicht übersehen dürfen.
    Und das steht uns noch in ganz Europa bevor! Wer auch immer diesen Beitrag freischaltet oder sperrt. Ich habe nichts dagegen auch positive Dinge zu sehen. Aber so wie der Bericht oben ausgeführt ist, ignoriert dieser die Probleme in Schweden (Europa) fast völlig. Ich glaube Du wirst Schweden in absehbarer Zeit politisch nicht mehr wiedererkennen (siehe Geerd Wilders).

  7. Hammercastle sagt:

    @Boli

    Zum einen hast du recht. Vickys ‚Friede, Freude, Eierkuchen‘ – Artikel zeugt von einer gehörigen Portion Weltfremdheit. Nur glaube ich nicht, dass diese Zustände überall in Europa eintreffen werden. Zum einen werden andere europäische Staaten aus den Erfahrungen der Schweden lernen und von selbst dafür sorgen, dass sich nicht jeder Depp bei ihnen breit macht. Zum anderen werden sie dier aufkeimenden Gewalt anders begegnen als es zur Zeit die Schweden tun.
    Es gab ähnliche Auswüchse von gar nicht all zu langer Zeit in Kopenhagen. Da hat sich die Polizei die ganze Sache einige Zeit lang angesehen und dann wurde mit der groben Kelle aufgräumt. Es folgten Haftstrafen und massenweise Abschiebungen mit der Begründung, das Dänemark sich das Recht vorbehält sich von allen Elementen die den Frieden in Dänemark gefährden zu trennen. Ein Recht von dem auch andere europäische Staaten Gebrauch machen könnten und auch werden.

  8. Vicky sagt:

    Danke für deine Anmerkungen, sie dienen der Nuancierung meiner Darstellung und sind daher sehr wertvoll. Der Artikel sucht die integrationspolitischen Maßnahmen Schwedens zu beschreiben, ihre Stärken, ihre praktische Umsetzung und ihre systeminhärenten Schwächen: eine Reduzierung der Immigranten auf ihre Arbeitsfähigkeit, eine Bürokratisierung des Integrationsprozess und mangelnde Flexibilität von Behördenseite, eine hierdurch bedingte Homogenisierung der Immigranten und ein äußerst eingeengter Aktionsrahmen für den Immigranten, zudem die Konkurrenz zwischen den Landkreisen, die einer Art Integrationsindustrie den Weg bereitet hat, mangelnde Qualitätssicherung in den Sprachkursen und letztlich der enorme Unterschied zwischen einzelnen Landkreisen. Wem die Mängel in obigem Artikel nicht pointiert genug eruiert sind, dem seien sie hiermit noch einmal explizit gesagt worden.

    Eine Erörterung der Situation in Rosengård hätte den Rahmen und die Intention meines Artikels verfehlt. Die bloße Nennung jedoch wäre weder den Lesern, dem Phänomen „Rosengård“, noch den dort lebenden Menschen gerecht geworden. Ich habe mich daher gegen die Nennung von Rosengård – als das negative Extrem schwedischer Integration – entschieden. Ich habe aber auch positive Extreme unbenannt gelassen, etwa den Landkreis, in dem Integration am besten funktioniert oder die üblichen Vorzeigeintegrierten. Über die Krawalle in Rosengård im Dezember 2008 ist übrigens auch in deutschen Medien berichtet worden. Der Fall Vännäs liegt anders, über ihn gibt es in der Tat wenig deutsche Berichterstattung. Aber auch er ist in seiner Form ein extremer Einzelfall und konnte somit nicht zur Beschreibung des allgemeinen Integrationsmodells herreichen. Selbstverständlich ist die Nichtnennung von Extremen ähnlich tendenziös wie ihre Exponierung (in negativer und positiver Ausrichtung), letztlich handelt es sich um die methodische Frage ob wir die Extreme durch die Mitte oder die Mitte durch die Extreme definieren wollen. Ich habe mich für letztere Variante entschieden.

    Übrigens: die Niederlande werden in Schweden sehr oft als Schreckensbeispiel einer verfehlten Multikulti-Politik herangezogen. Ich schreibe in dem Artikel ausdrücklich von „transkulturellen“, mich multikulturellen Ressourcen, da nicht zuletzt seit dem Regierungswechsel 2006 Integration als transkulturelles Projekt (in Abgrenzung zum multikulturellen Projekt) begriffen zu werden scheint.

  9. Vicky sagt:

    Thema Friede-Freude-Eierkuchen: siehe Kommentar oben.

    Noch einmal Rosengård: die dortigen Krawalle, deren Auslöser die Schließung einer Kellermoschee war, wurden eben nicht nur von jungen Muslimen, sondern vorrangig von Linksautonomen (auch aus Kopenhagen) getragen.

    In Sachen Lernen: als 2007 der schwedische Künstler Lars Vilks eine Karikatur des Propheten Mohammed, die ihn als Rondellhunden zeigt, veröffentlichte, hatte man aus den Vorkommnissen der dänischen Mohammedkarikaturen gelernt und bediente sich einer wirksamen Deeskalationspolitik. Dies belegt, dass es sich für die europäischen Staaten lohnt von den jeweiligen Integrationsmodellen der anderen zu lernen. Wünschenswert bleibt indes, dass dieser Lernprozess über Tips zur Abschieberhetorik hinausgeht.

  10. Hammercastle sagt:

    Der Bericht von Fox News (Boli’s zweiter Link) stammt aus dem November 2004. Schon damals wurden Streifenwagen und Polizisten sowie Notartztwagen und deren Teams durch arabische Migranten mit Pflastersteinen angegriffen. Damals brauchte man keine Karikaturen oder Schließungen irgendwelcher Moscheen dazu, sondern das bloße Wissen, dass der schwedische Staat einem nicht zur Rechenschaft zieht.
    Abgesehen davon, dass es krank ist einen Notartzt bei der Versorgung von Verletzten mit Steinen zu attackieren war ich sehr erstaunt darüber, dass diese Menschen überhaupt keinen Respekt vor der schwedischen Polizei haben. Greifen sie in ihren Herkunftsländern einen Polizisten an endet dieser Angriff im günstigsten Falle indem man per Polizeiknüppel krankenhausreif geschlagen wird, im ungünstigsten Fall überlebt man den Angriff nicht weil der Polizist relativ hemmungslos seine Schusswaffe einsetzt.

    Ich habe den Wahlkampf 2007 in Schweden und den Krampf in der Bevölkerung ob man nicht doch etwas gegen diese Entwicklungen tun müsste hautnah miterlebt. Es ist den Menschen dort nicht leicht gefallen eine Partei zu wählen, welche die Daumenschrauben ansetzt,nur haben inzwischen sehr viele Schweden nackte Angst vor dem Hass der ihnen von Seiten der Migranten entgegenschlägt.

    Forts. in Sachen lernen: Ich halte nichts davon Rechte wie die Pressefreiheit und das Recht auf freie Meinungsäußerung abzuschaffen bloß damit sich jemand hier wohlfühlt. Zu viele Menschen sind in den vergangenen Jahrhunderten in Europa auf dem Schlachtfeld oder dem Scheiterhaufen gestorben damit wir heute sagen können was wir denken und wie wir fühlen. Wenn jemand damit ein Problem hat, dann passt er hier schlicht nicht her.


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