Das Beitragsaufkommen [in den Rentenversicherungen beträgt] auf Grund der Beschäftigung der ausländischen Arbeitnehmer jährlich rd. 1,2 Milliarden DM, während sich die Rentenzahlungen an ausländische Arbeitnehmer jährlich auf rd. 127 Millionen DM, also etwa ein Zehntel, belaufen. Ludwig Kattenstroth, Staatssekretär im Arbeitsministerium, März 1966 Bundesvereinigung der Dt. Arbeitgeberverbände, 1966

„Sport fördert die Integration“

Redaktion | 31. Mai 2009 | Gesellschaft Drucken | Weiterempfehlen |

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„Die Arbeit der Sportvereine ist von herausragender Bedeutung für die Integration der Migrantinnen und Migranten“, heißt es in einem Antrag (16/13177) der CDU/CSU und SPD vom 27. Mai 2009. Sport biete beste Voraussetzungen, Integration von Zuwanderern in der Gesellschaft zu erreichen.

1. Preis des Plakatwettbewerbs für Kinder und Jugendliche - Bild: Inaas Halibi, Cimin Karimi, Zilan Yalak

1. Preis des Plakatwettbewerbs für Kinder und Jugendliche - Bild: Inaas Halibi, Cimin Karimi, Zilan Yalak

Sport könne helfen kulturelle Ressentiments abzubauen, sind sich die Antragsteller sicher: „Toleranz und Anerkennung sind Grundlagen des fairen sportlichen Wettbewerbs. Sie können dabei helfen, Vorurteile abzubauen und Minderheiten zu integrieren. Damit leistet der Sport einen wesentlichen Beitrag zur Prävention gegen Extremismus, Gewalt und Fremdenfeindlichkeit und stärkt den Zusammenhalt von Menschen mit verschiedenen kulturellen und ethnischen Hintergründen.“ Außerdem könne durch Sport Sozialkompetenz, Selbstvertrauen und Selbstständigkeit aufgebaut sowie Sprachbarrieren abgebaut werden. Sport schaffe Gemeinsamkeiten und gegenseitiges Vertrauen.

Die beiden Regierungsparteien stellen jedoch fest, dass Migrantinnen und Migranten gemessen an ihrem Bevölkerungsanteil im organisierten Sport deutlich unterrepräsentiert sind. Um die Partizipation der zugewanderten Bevölkerung am Sport zu gewährleisten, bedürfe es einer bewussten interkulturellen Sensibilisierung der Funktionsträgerinnen und Funktionsträger wie auch der Beschäftigten im organisierten Sport. Grundsätzlich steige die Integrationsfähigkeit im Sport mit der Zahl der Migrantinnen und Migranten, die auch Funktionen im Verein ausüben.

Um die integrative Kraft des Sports zu fördern und weiterzuentwickeln fordern die Unionsparteien und die SPD einen Aktionsplan „Sport für alle!“, mit dem die sozialen und kulturellen Hürden für das Engagement von Migrantinnen und Migranten in Sportvereinen gesenkt werden. Sinnvoll sei in diesem Zusammenhang insbesondere die Kooperation mit anderen Netzwerkpartnern, wie etwa Schulen und Moscheevereine. Ferner sollen Projekte unterstützt werden, die Sport und Bildung verbinden und benachteiligten Jugendlichen über Sportvereine attraktive Bildungsangebote machen.

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Autor: Redaktion

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