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Migration und Integration in Deutschland

Es gab vor allem in der Anfangsphase der Anwerbung von Türken häufige Klagen der deutschen Arbeitskollegen darüber, dass die Türken … an ihrem Arbeitsplatz wie verrückt arbeiten und dadurch die Akkordsätze verderben.

Hans-Günter Kleff, Vom Bauern zum Industriearbeiter, 1985

Abou Taam

Anliegen von Muslimen als Anliegen von Bürgern begreifen

Der Dialog zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen in Deutschland „darf nicht als Dialog zwischen deutscher Mehrheitsgesellschaft und muslimischer Minderheit geführt werden», sagte der Islamwissenschaftler Abou Taam am Dienstag in Bingen bei einer Fachtagung des rheinland-pfälzischen Innenministeriums. Vielmehr müssten die Anliegen der Muslime als Anliegen von Bürgern begriffen werden.

DATUM2. April 2009

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RESSORTGesellschaft

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Das Thema der Tagung war der „Dialog zwischen muslimischen Organisationen, Kommunen und Sicherheitsbehörden in Rheinland-Pfalz“. Er sehe eine grundlegende Ursache für die Integrationsprobleme gerade junger Migrantenkinder darin, dass einerseits die Ansprüche der deutschen Gesellschaft an sie wüchsen, andererseits jedoch die Chancen, die man ihnen biete, hinterher hinkten. Besonders deutlich werde das bei der durch zahlreiche Studien belegten Benachteiligung im Bildungssystem.

Als eine positive Entwicklung bei der Integration bewertete Birgit Zeller vom Landesjugendamt die Gründung von islamischen Einrichtungen. Einwanderer würden mit eigenen Kindergärten und Schulen zum Ausdruck bringen, dass sie sich ihrer Benachteiligung im Bildungssystem bewusst sind. „Diese Einrichtungen sind ihr Weg, Bildungsgerechtigkeit herzustellen“, sagte Zeller.

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