Erwerbsquoten der inländischen (43 %) und ausländischen (70,8 %) Bevölkerung der Bundesrepublik Deutschland im Jahre 1970. Friedrich Heckmann Die Bundesrepublik als Einwanderungsland?, 1981

Wolfgang Schäuble

Integration ist eine der größten Herausforderung der kommenden Jahre

Redaktion | 31. Dezember 2008 | Politik Drucken | Weiterempfehlen |

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“Bislang haben wir in Deutschland wie überall in Europa noch einen Nachholbedarf bei der Integration“, betont Schäuble. Insbesondere führten fehlende Sprachkenntnisse zu Benachteiligungen in der Schule und im Arbeitsmarkt. Er spricht sich deshalb für den Ausbau der Ganztagsschulen aus. Schäuble nimmt aber auch die Eltern in die Pflicht. Es könne nicht hingenommen werden, dass jemand 30 oder 40 Jahre in Deutschland lebt und die deutsche Sprache nicht spricht.

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Der Bundesinnenminister warnt in diesem Zusammenhang vor Parallelgesellschaften. Angesichts des demographischen Wandels brauche Deutschland in Zukunft mehr Zuwanderung. „Wenn es uns nicht gelingt, die bereits jetzt hier lebenden Menschen zu integrieren, birgt das eine Menge Gefahren“, so Schäuble.

„Muslime sollen Ihre religiösen Gewohnheiten leben können“
„Integration heißt, dass wir zusammenleben wollen und nicht nebeneinander her“, erklärt Schäuble. Muslime sollen dabei ihre religiösen Gewohnheiten im Rahmen der Rechtsordnung leben können. Die meisten Muslime in Deutschland erkennen, so Schäuble, „die Vorzüge unserer säkularen offenen Toleranzordnung“ auch an.

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Bei der Integration hätten Imame eine wichtige Rolle. Imame, die von der Türkei entsandt werden, sollen die deutsche Sprache beherrschen und auch Kenntnisse über das Land vermittelt bekommen. „Da ist schon einiges in Bewegung gekommen“, so Schäuble. „Aber Ziel bleibt es, Imame in Deutschland auszubilden. Dazu brauchen wir die Kapazitäten, weshalb wir in der Partnerschaft von Staat und Muslimen Ausbildungsmöglichkeiten an Hochschulen schaffen müssen“, sagte der Bundesinnenminister.

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Autor: Redaktion

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