SS-Mann und Unternehmer
Leifheit: Studie bestätigt Nähe zum Nationalsozialismus
29.09.2026

Für viele galt Günter Leifheit als eine am Gemeinwohl orientierte Lichtgestalt – eine Erfolgsgeschichte aus der Wirtschaftswunderzeit. Doch der Unternehmer war einst überzeugter Nazi und bei einer SS-Eliteeinheit. Von Karsten Packeiser
Zeitdokumente
Erste Briefe nach dem Holocaust erzählen vom Überleben
15.09.2026

Eine neue Sammlung von Yad Vashem versammelt frühe Briefe jüdischer Überlebender nach 1945. Sie erzählen von Befreiung, Trauer, familiärem Verlust, seelischer Leere und der schwierigen Frage, ob und wo ein neues Leben beginnen konnte. Von Verena Schmitt-Roschmann
Finale Staffel
„Babylon Berlin“ endet mit Mahnung an die Gegenwart
09.09.2026

Nach fast einem Jahrzehnt endet „Babylon Berlin“. Das Finale führt vor Augen, wie die Weimarer Demokratie unterging und die Nationalsozialisten ihre Macht ausbauten. Eine historische Perspektive, die der Serie eine Gegenwartsnähe verleiht - beunruhigend aktuell. Von Julia Kilian
90 Jahre Sachsenhausen
Vom SS-Modelllager zur Zentrale des KZ-Terrors
03.09.2026

Für die Nazis war es ein modernes und perfekt am Zweck ausgerichtetes Gelände: Im KZ Sachsenhausen sollten die Insassen dem totalen Terror ausgesetzt sein. Im September vor 90 Jahren wurden die ersten Häftlinge dorthin verschleppt. Von Yvonne Jennerjahn
Andrea Löw im Gespräch
Holocaust-Forscherin sieht Parallelen zur AfD
31.08.2026

Der Herbst 1941 markierte einen entscheidenden Wendepunkt auf dem Weg zum Holocaust. Historikerin Andrea Löw erklärt im Gespräch, wie Ausgrenzung in systematische Deportation mündete – und warum sie angesichts des Aufstiegs der AfD heute Warnzeichen erkennt. Von Susanne Rochholz
NS-Erbe
Historiker warnt vor Stolz auf belastete Vorfahren
18.08.2026

Die digitale NSDAP-Mitgliederkartei erleichtert die Suche nach belasteten Vorfahren. Johannes Spohr beobachtet neben reflektierter Aufarbeitung zunehmend Menschen, die familiäre Beteiligung am Nationalsozialismus akzeptieren oder sogar positiv deuten. AfD-Anhänger schreckten enthüllte NS-Bezüge kaum ab. Von Franziska Hein
Jüdisches Leben
Ein deutscher Pass als späte Anerkennung geraubter Zugehörigkeit
13.08.2026

Deutschland ermöglicht Nachkommen von Menschen, denen die Nazis die Staatsangehörigkeit entzogen, die Einbürgerung. In New York nahmen mehrere Juden ihre Urkunden entgegen – als späte Rückverbindung zu einer geraubten Zugehörigkeit. Von Anne Pollmann
Nebenan
Die Würde des Marokkaners ist antastbar
10.08.2026

Man darf heute wirklich gar nichts mehr sagen – außer natürlich alles, überall und jederzeit. Und die christliche Nächstenliebe ist eine feine Sache, solange sie an der EU-Außengrenze endet. Von Sven Bensmann
Eigene Sprache und Kultur
Die Jenischen wollen fünfte nationale Minderheit Deutschlands werden
06.08.2026

Der Zentralrat der Jenischen hat dem Bundesinnenministerium ein Gutachten vorgelegt. Rund 200.000 Jenische leben nach eigenen Angaben in Deutschland. Nun verlangen ihre Vertretungen staatlichen Schutz für Sprache, Traditionen und gesellschaftliche Sichtbarkeit. Von Christiane Ried
Zum 150. Jubiläum
Bayreuth ringt mit Wagners Antisemitismus
23.07.2026

Zum 150. Jubiläum ringen die Bayreuther Festspiele um den Umgang mit Richard Wagners Antisemitismus, ihrer Nähe zum Nationalsozialismus und einer jahrzehntelang verdrängten Geschichte. Michel Friedmans Rede soll darauf eine Antwort versuchen. Von Kathrin Zeilmann und Britta Schultejans