Reform UK und die französische Rassemblement National rücken zusammen. Farage und Bardella versprechen, Bootsüberfahrten von Geflüchteten zu beenden – obwohl die britische Regierung gerade die niedrigste Zahl an Booten seit 2019 meldet.
Deutschland und vier weitere EU-Staaten drücken bei Abschiebezentren außerhalb der EU aufs Tempo. Ein Abkommen soll noch 2026 stehen, ein erstes Zentrum möglichst 2027 arbeiten. Unter den möglichen Partnern sind zahlreiche afrikanische Staaten. Hilfsorganisationen fürchten massive Menschenrechtsverletzungen.
Von Polen über Südkorea bis Namibia verfolgen Medien die Landtagswahl mit großer Aufmerksamkeit. Die AfD-Stärke gilt vielerorts als Signal, das weit über Sachsen-Anhalt hinausweist – mit möglichen Folgen für Deutschland und Europa.
Die Küstengemeinde Mandelieu-la-Napoule wollte Burkinis erneut vom Strand verbannen. Das Gericht hob die Regelung im Eilverfahren auf: Für eine konkrete Gefahr durch die religiös geprägte Badebekleidung gebe es keinerlei Anhaltspunkte.
Die EU-Mitgliedstaaten sind sich über die Völkerrechtswidrigkeit der israelischen Siedlungspolitik einig. Umstritten bleibt, welche Konsequenzen sie daraus ziehen. Etliche Staaten fordern Sanktionen, Deutschland ist dagegen. Spanien, Frankreich und Schweden sprechen von Doppelmoral. Von Ansgar Haase und Michael Brandt
Auf dem Rasen geht es um Tore, im Netz um Herkunft und Hautfarbe. Die WM zeigt erneut, wie zuverlässig Rassisten Niederlagen nutzen, um ihren Gedankenmüll öffentlich abzuladen. Neu ist, dass nun auch Politiker mitmischen - und eine Frage aus Frankreich: Warum sitzen im Stadion fast nur weiße Tricolore-Fans?
Das Pariser Berufungsgericht verurteilte Marine Le Pen zu Haft mit Fußfessel und entzog ihr zeitweise das passive Wahlrecht. Trotzdem startet sie ihren Wahlkampf und setzt auf Mobilisierung gegen die Justiz. Von Michael Evers und Rachel Sommer
Nach dem frühen WM-Aus stellt sich das DFB-Team sportlicher Kritik, prangert aber Hasskommentare an. Besonders Jonathan Tah wurde im Netz angegriffen – oft mit Anspielungen auf seine Hautfarbe. Auch die Niederländer und die Fifa beklagen ähnliche Probleme. Das weckt Erinnerungen.
Im französischen Saint-Denis wird ein kommunaler Machtwechsel zur nationalen Debatte über Migration, Zugehörigkeit und politische Macht. Der Vergleich mit Frankfurt macht sichtbar, wie unterschiedlich postmigrantische Repräsentation politisch aufgeladen oder entdramatisiert wird. Von Dr. Homayun Alam
Die britische Regierung möchte die unerwünschten Überfahrten am Ärmelkanal stoppen – mit bewaffneten Polizisten an den Küsten. Dafür nimmt London nun zusätzliche Millionen in die Hand. Dabei machen die kleinen Boote nur einen Teil des Migrationsgeschehens aus.