Kien Nghi Ha

Kien Nghi Ha, Fellow am Center for Korean Studies der Universität Tübingen, ist promovierter Kultur- und Politikwissenschaftler mit dem Forschungsschwerpunkt Postcolonial Asian German Studies. Er erhielt mehrfach Stipendien und Förderungen für seine kuratorische Arbeit und Forschungen zu postkolonialer Kritik, Rassismus und der asiatischen Diaspora und gewann den Augsburger Wissenschaftspreis für Interkulturelle Studien. 2025 ehrte ihn das Goethe Institut als einen von 20 herausragenden vietnamesischen Deutschen. Er ist Autor und (Mit-)Herausgeber von 15 Büchern, darunter Hype um Hybridität (transcript 2005), Unrein und vermischt. Postkoloniale Grenzgänge durch die Kulturgeschichte der Hybridität und der kolonialen „Rassenbastarde“ (transcript 2010), Asiatische Deutsche Extended (Assoziation A 2012/2021) und Asiatische Präsenzen in der Kolonialmetropole Berlin (Assoziation A 2024). Derzeit editiert er Anti-Asian Racism in Transatlantic Perspectives (transcript 2026) und arbeitet als Mitherausgeber des Handbuchs Rassismus. Ein transdisziplinäres Kompendium (Springer VS, Major Reference Works, 2026) für die neue Buchreihe RACISM/SOCIETY. Transdisziplinäre Perspektiven. Instagram: dr_nghiha.

Neukölln ist überall

Rassismus im „Volkstheater“

07.05.2014

Drei Monate nach der Veröffentlichung des offenen Briefes „Wir sind keine Schlitzaugen!“, der die Ausstellung eines rassistischen Bildes im Berliner Heimathafen Neukölln problematisiert, lässt der Mitinitiator Kien Nghi Ha diese Kampagne Revue passieren und zieht eine Zwischenbilanz.

Essay

Identität, Repräsentation und Community-Empowerment

09.04.2014

Demokratie ist ohne eine Mindestübereinstimmung zwischen Repräsentierenden und Repräsentierten nicht möglich. Trotzdem werden identitätspolitische Ansätze in der antirassistischen Politik kaum als demokratische Mitbestimmung anerkannt - ein Essay von Kien Nghi Ha.