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Blutverschmierter Messer (Symbolfoto) © de.depositphotos.com

„Ungebrochene Gewaltbereitschaft“

Täglich mehr als 100 rechte Straftaten

Weniger rechte Straftaten? Das klingt beruhigender, als es ist. Fast 37.000 Delikte und rund 1.400 Gewalttaten in einem Jahr zeigen: Das Problem schrumpft nicht – es hat sich auf erschreckend hohem Niveau festgesetzt.

Montag, 23.03.2026, 15:49 Uhr|zuletzt aktualisiert: Montag, 23.03.2026, 15:49 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |  

Die Zahl rechter Straf- und Gewalttaten ist im vergangenen Jahr gesunken, liegt aber im Vergleich zu früheren Jahren weiter auf hohem Niveau. Das geht aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der Grünen im Bundestag hervor. Demnach registrierten die Behörden 2025 insgesamt 36.951 rechtsextremistische Straftaten, darunter 1.395 Gewaltdelikte.

Im Jahr zuvor waren es laut der Statistik des Bundeskriminalamts (BKA) 42.788 rechtsextremistische Straftaten insgesamt, darunter 1.488 Gewalttaten. 2023 waren der Polizei 28.945 Straftaten, darunter 1.270 Gewalttaten mit rechtem Hintergrund bekanntgeworden. In den Jahren 2015 bis 2022 bewegte sich die Gesamtzahl der Delikte auf niedrigerem Niveau zwischen etwa 20.500 und 23.600.

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Die Parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen-Bundestagsfraktion, Irene Mihalic, sagte dem RND mit Blick auf Straftaten von rechts, fast 37.000 Delikte zeigten, wie massiv das Problem weiterhin sei. „Sechs versuchte Tötungsdelikte und rund 1.400 Gewalttaten belegen die ungebrochene Gewaltbereitschaft der Szene.“

Etwa die Hälfte der politisch motivierten Straftaten von rechts

Von den 84.172 Straftaten aus dem Bereich politisch motivierte Kriminalität wurde 2024 nach aktuell zugänglichen BKA-Zahlen rund die Hälfte (42.788) dem Bereich Rechtsextremismus zugerechnet. Knapp 10.000 Straftaten fielen in den Bereich Linksextremismus, gut 9.000 in die Bereiche ausländische Ideologie und religiöse Ideologie und rund 22.000 unter Sonstiges.

Typische politisch motivierte Straftaten sind Verunglimpfung des Staates und seiner Symbole, Volksverhetzung oder Beleidigung. Zu den Gewaltdelikten zählen etwa Tötungsdelikte, Körperverletzung, Landfriedensbruch, gefährliche Eingriffe in den Straßenverkehr, Freiheitsberaubung und Widerstandsdelikte. (dpa/mig) Aktuell Panorama

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