
Migrationsbericht 2024
Einwanderung nach Deutschland im Jahr 2024 gesunken
Zwar gewinnt Deutschland weiter mehr Einwanderer als es gleichzeitig verliert, der Zuwachs wird aber kleiner – sogar deutlich. Nicht eindeutig ist das Bild bei der Erwerbsmigration.
Mittwoch, 04.02.2026, 13:25 Uhr|zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 04.02.2026, 13:26 Uhr Lesedauer: 1 Minuten |
Die Einwanderung nach Deutschland ist 2024 weiter zurückgegangen. Wie aus dem am Mittwoch vom Bundeskabinett behandelten Migrationsbericht hervorgeht, kamen im vorvergangenen Jahr rund 1,69 Millionen Menschen nach Deutschland. Dies war dem Bericht zufolge ein Rückgang von 12,3 Prozent gegenüber 2023. Fortgezogen sind 2024 demnach rund 1,26 Millionen Menschen. Der Einwanderungssaldo lag damit bei rund 430.000 Personen, mehr als ein Drittel weniger als im Jahr 2023.
Geprägt ist die Einwanderung nach Deutschland weiterhin vor allem von Zuzug aus anderen europäischen Staaten. Auch die nimmt aber ab. Rumänien, Polen und Bulgarien hätten erstmals seit ihrem jeweiligen EU-Beitritt einen negativen Wanderungssaldo aufgewiesen, heißt es im Bericht. Mehr Menschen sind also 2024 dorthin zurückgekehrt als aus einem der Länder nach Deutschland gekommen. Auch die Zahl der Asylanträge und der Familiennachzüge sind dem Bericht zufolge im vorvergangenen Jahr zurückgegangen.
Kein klares Bild bei Erwerbsmigration
Nicht eindeutig ist in dem Bericht das Bild bei der Erwerbsmigration aus Drittstaaten, die 2023 mit dem Fachkräfteeinwanderungsgesetz erleichtert wurde. Die Zahl der im Ausländerzentralregister erfassten neu eingewanderten Fach- und Arbeitskräfte ist demnach 2024 um ein Viertel auf rund 54.600 zurückgegangen (2023: 72.400).
Der Bericht verweist allerdings auf eine mögliche Untererfassung, weil die Visa zur Erwerbsmigration inzwischen oft ein Jahr gültig sind und die Erfassung erst stark verzögert stattfindet. Die Zahl der erteilten Visa zum Zweck der Erwerbstätigkeit ist dem Bericht zufolge 2024 um neun Prozent auf rund 172.400 gestiegen. Enthalten darin sind nicht nur Visa für Fach- und Arbeitskräfte, sondern auch Einreiseerlaubnisse etwa für Aus- und Weiterbildung. (dpa/mig) Aktuell Gesellschaft
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