Mit einer Gesetzesreform will Schleswig-Holstein Integration und Teilhabe erleichtern. Ziel: Migranten sollen Fachkräftemangel abfedern. SPD vermisst Verbindlichkeit. Das Gesetz sei floskelhaft.
Ob Sportverein, Café, WG-Küche oder Smartphone: Freizeit ist heute so vielfältig wie die Stadt selbst. Gerade darin liegt ihre gesellschaftliche Bedeutung. Denn wer irgendwo mitmacht, mitredet oder einfach dazugehört, kommt oft leichter an.
Während über wenige straffällige Einzelfälle laut debattiert wird, gerät aus dem Blick, was unbegleitete Minderjährige wirklich brauchen: Schutz, Stabilität und Perspektiven. Der Frankfurter Alltag zeigt, wie viel Integration leisten kann – und wie verzerrt die öffentliche Debatte ist. Von Sandra Trauner
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier würdigt zum Ramadan muslimisches Leben als selbstverständlichen Teil Deutschlands. Seine Botschaft ist mehr als ein Gruß: Der Ramadan-Fest gehört zum religiösen Leben in Deutschland.
Rassismus ist in Deutschland kein Ausrutscher am Rand, sondern tief im Alltag verankert – offen, subtil und oft erschreckend selbstverständlich. Eine neue Studie zeigt, wie hartnäckig entmenschlichende Denkmuster sind und wie sehr sie Vertrauen, Zusammenhalt und Demokratie beschädigen. Von Martina Herzog
Während der Blick misstrauisch wandert, wächst die eigentliche Gefahr längst über unseren Köpfen: in Macht, Geld und menschenfeindlichen Erzählungen. Über das Stolpern in einer Gesellschaft, die auf die Falschen zeigt. Von Joachim Glaubitz
Erst millionenschwer Abschiebe-Abkommen, dann einseitige Kündigung: Der gescheiterte Ruanda-Deal entlarvt britische Asylpolitik als teuren und nutzlosen Populismus. Jetzt folgt die Rechnung aus Kigali. Darüber hat in Den Haag nun das Schiedsverfahren begonnen.
Deutschland klagt über Fachkräftemangel – und wollte ausgerechnet eine hochbegabte Maschinenbau-Studentin abschieben. Der Fall Sahar Nejad zeigt, wie absurd eine Politik ist, die Engagement belohnt, Integration fordert und beides dann aus dem Land wirft - beinahe. Von Stefanie Walter
Mehr als 50 gerettete Menschen harren weiter auf der „Sea-Watch 5“ aus – erschöpft, krank, teils verletzt, eine schwangere Frau unter ihnen. Während sich der medizinische Notstand zuspitzt, verweigern die Behörden einen nahen sicheren Hafen und machen das Mittelmeer erneut zum Schauplatz politisch kalkulierter Härte.
Frauenfeindliche Sprüche in der Teeküche, AfD-Wahlwerbung an der Pinnwand: Wenn rechte Parolen, Menschenverachtung und Einschüchterung in den Arbeitsalltag einsickern, geht es nicht mehr um Meinung, sondern um Schutz, Würde und klare Grenzen. Von Christina Neuhaus