
Brandenburg
Täglich acht rechtsextreme Straftaten
In Brandenburg ist die Anzahl politisch motivierter Straftaten mit einem rechten Hintergrund deutlich gestiegen. Gewalt ist dabei zentraler Bestandteil. Auch die Zahl gewaltbereiter Rechtsextremisten steigt in dem Bundesland.
Montag, 02.03.2026, 15:43 Uhr|zuletzt aktualisiert: Montag, 02.03.2026, 15:43 Uhr Lesedauer: 1 Minuten |
Die Zahl rechter Straftaten hat im vergangenen Jahr in Brandenburg zugenommen. Die Behörden registrierten 2025 fast 2.840 politische Straftaten aus dem rechten Spektrum, wie aus der Antwort auf eine parlamentarische Anfrage des SPD-Landtagsabgeordneten Andreas Noack hervorgeht. Das entspricht rund acht Straftaten pro Tag.
Darunter waren rund 100 Gewalttaten. Insgesamt sei das ein Anstieg von knapp 280 Fällen oder rund elf Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Zum großen Teil handelte es sich dabei um das Verwenden verfassungsfeindlicher und terroristischer Kennzeichen, Volksverhetzung, Beleidigungen und Sachbeschädigung.
Mehr gewaltorientierte Rechtsextremisten in Brandenburg
„Rechte Gewalt ist nach wie vor auf dem Vormarsch“, betonte Noack. „Es ist unsere gemeinsame Verantwortung, entschlossen und konsequent zu handeln. Dazu gehören eine klare politische Haltung, eine wirksame Prävention sowie eine konsequente Strafverfolgung all jener, die Hass säen, Gewalt verherrlichen oder unsere Demokratie destabilisieren wollen.“
Noack verwies zudem auf Daten aus dem Bericht des Verfassungsschutzes zu gewaltorientierten Rechtsextremisten in Brandenburg. Demnach sei deren Zahl zwischen 2021 und 2024 von 1.390 auf 3.650 gestiegen. (dpa/mig) Aktuell Panorama
Wir informieren täglich über das Wichtigste zu Migration, Integration und Rassismus. Dafür wurde MiGAZIN mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet. Unterstüzte diese Arbeit und verpasse nichts mehr: Werde jetzt Mitglied.
MiGGLIED WERDEN- Berlin-Monitor Jeder Dritte fühlt sich von Muslimen bedroht
- Mehr Härte, weniger Freiheit Bundestag beschließt schärfere Asylpolitik
- Julian Seidl im Gespräch Geplante Änderungen für ukrainische Geflüchtete „paradox“
- Keine Behörde ohne Rassismus Ataman: Innenminister Dobrindt ignoriert eigene…
- „Missbräuchliche Vaterschaft“ Wenn die Ausländerbehörde entscheidet, wer Vater ist!
- „Massivste Verschärfung seit 1993“ Bundestagsausschuss beschließt Asylreform

