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Einwanderung eingebrochen

Einwanderung eingebrochen: Deutschland schrumpft

In den vergangenen Jahren hat Einwanderung meist ausgeglichen, dass in Deutschland mehr Menschen sterben als geboren werden. Nicht so im vergangenen Jahr. Da ist die Nettoeinwanderung eingebrochen.

Donnerstag, 29.01.2026, 10:33 Uhr|zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 29.01.2026, 15:35 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |  

Die Einwanderung gleicht den Geburtenrückgang nicht mehr aus: Deutschland schrumpft. Zum Jahresende 2025 lebten nach einer ersten Schätzung des Statistischen Bundesamtes rund 83,5 Millionen Menschen in Deutschland. Die Bevölkerung war damit um etwa 100.000 Personen kleiner als am Jahresende 2024.

Zuletzt hatte es in den Jahren 2003 bis 2010 sowie im ersten Corona-Pandemiejahr 2020 Bevölkerungsrückgänge gegeben. Zwischen 2011 und 2024 war die Bevölkerung mit Ausnahme von 2020 jedes Jahr gewachsen.

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Die Lücke ist zu groß

„Wie in allen Jahren seit der deutschen Vereinigung 1990 überstieg auch im Jahr 2025 die Zahl der Gestorbenen die Zahl der Geborenen“, berichteten die Statistiker. Im Unterschied zu den Vorjahren nahm allerdings die Differenz zwischen den Geburten und Sterbefällen (Geburtendefizit) zu, während der Saldo aus Zu- und Fortzügen (Nettozuwanderung) deutlich abnahm.

Das bedeutet: „Die Lücke zwischen den Geburten und Sterbefällen konnte erstmals seit 2020 nicht durch die Wanderungsgewinne geschlossen werden.“ Für 2025 rechnet das Bundesamt nur noch mit 640.000 bis 660.000 Geborenen. Dem stehen gut eine Million Gestorbene gegenüber. Daraus ergäbe sich für 2025 ein Geburtendefizit von 340.000 bis 360.000 Personen. In den 2010er Jahren war das Defizit mit durchschnittlich 171.423 Menschen deutlich niedriger.

Nettozuwanderung bricht ein

In den ersten zehn Monaten des Jahres 2025 gab es laut Statistischem Bundesamt 220.000 mehr Zuzüge nach Deutschland als Fortzüge ins Ausland. Damit war der Saldo deutlich geringer als im Vorjahreszeitraum, als der Wert zwischen Januar und Oktober bei 391.500 lag. Für das Gesamtjahr 2025 wird die Nettozuwanderung nach den bisher vorliegenden Daten auf 220.000 bis 260.000 Personen geschätzt. „Damit war sie um mindestens 40 Prozent geringer als im Jahr 2024“, berichteten die Statistiker.

Auf einem ähnlich niedrigen Niveau wie im Jahr 2025 hatte die Nettozuwanderung zuletzt im Corona-Pandemiejahr 2020 gelegen. Im Durchschnitt der Jahre 1990 bis 2024 war der jährliche Wanderungssaldo mit 356.000 Personen deutlich höher. (dpa/mig) Aktuell Gesellschaft

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