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Bundesagentur für Arbeit (Archiv) © Tim Reckmann @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG

Arbeitsmarkt-Studie

Deutschland auf Einwanderung dringend angewiesen

Deutschland ist aufgrund des demografischen Wandels auf Einwanderung aus dem Ausland angewiesen – jährlich 400.000 Personen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie. Das gilt auch dann, wenn die Erwerbsquote von Frauen und Älteren steigt.

Mittwoch, 24.11.2021, 5:23 Uhr|zuletzt aktualisiert: Dienstag, 23.11.2021, 16:02 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |  

Die Zahl der Erwerbspersonen, die dem Arbeitsmarkt potenziell zur Verfügung stehen, sinkt langfristig aufgrund des fortschreitenden demografischen Wandels. Selbst bei einer steigenden Erwerbsquote von Frauen und Älteren sowie einer jährlichen Nettoeinwanderung von 100.000 Personen wird sie einer Studie zufolge von 47,4 Millionen im Jahr 2020 auf voraussichtlich 38,3 Millionen im Jahr 2060 zurückgehen.

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Wie aus der am Dienstag veröffentlichten Erhebung des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervorgeht, bliebe das Arbeitskräfteangebot nur mit einer jährlichen Nettoeinwanderung von 400.000 Personen nahezu konstant. Ohne Einwanderung nimmt das Erwerbspersonenpotenzial demnach bis 2035 um 7,2 Millionen, bis 2060 sogar um insgesamt 16 Millionen Arbeitskräfte ab.

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IAB-Forscher Fuchs: 20 Prozent weniger Erwerbspersonenpotenzial bis 2060

„Trotz optimistischer Annahmen zur Frauenerwerbsbeteiligung und zur Beschäftigung Älterer wird es schwer sein, den rückläufigen Trend beim Erwerbspersonenpotenzial zu verlangsamen“, sagte IAB-Forscher Johann Fuchs. Wenn die Wanderungsströme auf dem Niveau wie vor der Pandemie blieben, nehme das Erwerbspersonenpotenzial bis 2060 um 20 Prozent ab.

Ein wesentlicher Grund für die geringe Einwanderung sei unter anderen ein sinkendes Wanderungspotenzial aus den Hauptherkunftsländern der Europäischen Union durch den dort ebenfalls wirkenden demografischen Wandel. Mit einer besseren Integration ausländischer Frauen in den Arbeitsmarkt, Erwerbsquoten deutscher Frauen, die mit denen der deutschen Männer übereinstimmen, sowie noch einmal deutlich höheren Erwerbsquoten Älterer ließen sich bis 2035 zusätzliche Potenziale von 3,4 Millionen Erwerbspersonen aktivieren, hieß es in der Studie. (epd/mig)

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