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Ein Antragsformular (Symbolfoto) © Krissie @ pixabay.com (Lizenz), bearb. MiG

EU-Asylbehörde

Mehr als 100.000 Asyl-Erstanträge bis Ende September

Die Corona-Pandemie hat die Zahl der Menschen, die in Europa Schutz suchen, nur kurzfristig sinken lassen. Die Zahlen steigen wieder, und Deutschland ist das wichtigste Ziel. Ein neuer Hotspot bildet sich rund um Belarus.

Montag, 18.10.2021, 5:24 Uhr|zuletzt aktualisiert: Sonntag, 17.10.2021, 16:11 Uhr Lesedauer: 2 Minuten  |  

Deutschland ist einem Medienbericht zufolge im laufenden Jahr der bisher wichtigste Zielstaat für Flüchtlinge und Migranten in der Europäischen Union. Bis Ende September haben 100.278 Menschen beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge einen Asyl-Erstantrag gestellt, wie die „Welt am Sonntag“ unter Berufung auf Zahlen der EU-Asylbehörde EASO berichtete. In den Zeitungen der Funke Mediengruppe erläuterte EASO-Direktorin Nina Gregori, dass die Zahl der Schutzsuchenden in Europa insgesamt deutlich steigt.

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„Im August 2021 registrierten die EU-Staaten rund 56.000 Fälle von internationalen Schutzgesuchen“, sagte sie. Das sei der dritte Monat mit einer deutlich steigenden Zahl von Asylanträgen in der EU. Damit sei fast das Niveau aus der Zeit vor der Corona-Pandemie erreicht.

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Wie die „Welt am Sonntag“ berichtete, wurden in den ersten drei Quartalen des laufenden Jahres in keinem anderen EU-Land so viele Asylanträge gestellt wie in Deutschland. Das zweitwichtigste Land für Schutzsuchende ist dem Bericht zufolge Frankreich (54.105 Anträge), gefolgt von Spanien (41.799 Anträge) und Italien (37.492 Anträge).

Viele Asylanträge von in Deutschland geborenen Kindern

Dem Bericht zufolge überschreitet die Zahl der Asyl-Erstanträge in Deutschland im neunten Jahr in Folge die 100.000er-Marke. Während der Corona-Pandemie waren deutlich weniger Flüchtlinge und Migranten in die Bundesrepublik gekommen. Im vergangenen Jahr haben etwa 102.500 Menschen einen Erstantrag gestellt, darunter waren 26.500 Anträge von Kindern, die bereits in Deutschland geboren wurden.

Gregori sagte den Funke-Zeitungen, in diesem Jahr sei einer der Hotspots der Migration in der Region um Belarus, vor allem in Lettland und Litauen. Die Situation in den Anrainerländern sei sehr ernst. „Litauen registriert normalerweise 500 Asylanträge pro Jahr. In dieser Zeit registrieren die Behörden mehr als 2.500 Asylanträge von Flüchtlingen aus Belarus seit Beginn der Fluchtbewegungen Anfang des Sommers“, sagte die EASO-Direktorin. Die EU müsse die Aufmerksamkeit auf die Hilfe für die osteuropäischen Staaten lenken, um sie künftig bei Asylfragen besser zu unterstützen. (epd/mig)

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