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Bundeskanzlerin Angela Merkel © bundesregierung.de

"Große Ehre"

Merkel mit Bürgerrechtspreis der Sinti und Roma ausgezeichnet

Der Europäische Bürgerrechtspreis der Sinti und Roma geht in diesem Jahr an Bundeskanzlerin Angela Merkel für ihr Eintreten gegen Antiziganismus. Sie bezeichnete die Auszeichnung als „große Ehre“.

Donnerstag, 29.04.2021, 5:22 Uhr|zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 28.04.2021, 16:58 Uhr Lesedauer: 2 Minuten  |  

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat den Europäischen Bürgerrechtspreis der Sinti und Roma erhalten. Sie werde für ihr entschiedenes Eintreten gegen den Antiziganismus geehrt, sagte Romani Rose, Vorsitzender des Zentralrates Deutscher Sinti und Roma, am Mittwoch in Mannheim. „Wir müssen Antiziganismus genauso ächten wie Antisemitismus,“ sagte Rose. Zur Preisverleihung, die live im Internet übertragen wurde, war Bundeskanzlerin Merkel von Berlin aus zugeschaltet.

„Der Kampf gegen Antiziganismus ist Aufgabe aller“, sagte Merkel. Sie bezeichnete die Auszeichnung als „große Ehre“. Sie sei für sie Aufforderung und Ansporn zugleich, sich weiter für die Belange von Sinti und Roma einzusetzen. Um Ausgrenzung und Vorurteile zu überwinden, brauche es viele Schritte, Begegnung und Dialog. Es sei kein Preis der Zufriedenheit, sondern einer, der „Wachrütteln“ solle. Das Preisgeld von 15.000 Euro spendete Merkel zu gleichen Teilen an das internationale Jugendnetzwerk Ternype in Brüssel und an das Nachbarschaftsprojekt Grünbau in Dortmund.

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„Wir werden nie vergessen, was Sie für Sinti und Roma getan haben“, sagte der ehemalige Staatspräsident der Slowakischen Republik Andrej Kiska in seiner Laudatio: „Roman lives matter“ (Die Leben der Roma zählen).“ Es sei deutsche und europäische Aufgabe, an die Verbrechen des Nationalsozialismus gegen die Minderheit zu erinnern, so der Preisträger von 2019.

Der Preis

Mit dem Europäischen Bürgerrechtspreis werden Einzelpersonen, Gruppen und Institutionen ausgezeichnet, die sich in vorbildlicher Weise für eine Verbesserung der Menschenrechtssituation der Sinti und Roma einsetzen. Die Auszeichnung wird seit 2007 alle zwei Jahre vom Heidelberger Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma, dem Zentralrat Deutscher Sinti und Roma sowie der Manfred Lautenschläger Stiftung vergeben.

Bisherige Preisträger waren etwa der ehemalige Menschenrechtskommissar des Europarats, Thomas Hammarberg, der Mitgründer der Gesellschaft für bedrohte Völker, Tilman Zülch, und die Menschenrechtsorganisation Amnesty International. (epd/mig)

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