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Polizei, Moschee, Wache, Sicherheit, Muslime, Islam
Polizei vor Moschee

Vorbild Christchurch

Rechtsextremist plante offenbar Terroranschlag auf Muslime

Nach dem Vorbild des Terroranschlags im neuseeländischen Christchurch soll ein 21-Jähriger aus Niedersachsen im Internet einen Anschlag auf Muslime in Deutschland angekündigt haben - mit vielen Toten. Ermittler fanden in seiner Wohnung Waffen und rechtsextremes Material.

Dienstag, 09.06.2020, 5:24 Uhr|zuletzt aktualisiert: Montag, 08.06.2020, 20:45 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |   Drucken

Die Generalstaatsanwaltschaft Celle ermittelt gegen einen Mann aus Hildesheim, der am vergangenen Freitag in einem anonymen Internet-Chat einen Anschlag mit mehreren Toten angekündigt haben soll. Der 21-Jährige habe sich bisherigen Erkenntnissen zufolge seit längerem mit der Idee beschäftigt, bei einem Anschlag zahlreiche Menschen zu töten, um weltweite mediale Aufmerksamkeit zu erregen, teilte die eine Sprecherin der Behörde am Montag mit.

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Am Montag erließ das Landgericht Lüneburg einen Haftbefehl gegen den Beschuldigten. Er war am Samstag nach einer richterlichen Anordnung zunächst in Gewahrsam genommen worden. In dem Internet-Chat habe der Beschuldigte den rechtsextremistischen Attentäter von Christchurch in Neuseeland erwähnt, der bei Angriffen auf Moscheen im März 2019 insgesamt 51 Menschen erschossen hatte, erläuterte die Sprecherin. Gleichzeitig habe der Mann angekündigt, er wolle ähnlich wie dieser handeln. Sein Ziel sei es, Muslime zu töten.

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Rechtsradikaler Hintergrund

Medienberichten zufolge wurden in der Wohnung des Mannes Waffen sowie Dateien mit rechtsradikalen Inhalten gefunden. Der 21-Jährige wurde am frühen Morgen von Sicherheitskräften aus seiner Wohnung in einem Mehrfamilienhaus geholt. Zunächst gingen Polizei und Staatsanwaltschaft davon aus, dass der Hintergrund der Drohungen der psychische Zustand des Mannes sei. Eine politische Motivation schlossen die Ermittler zu diesem Zeitpunkt aus. Inzwischen gehen sie von einem Rechtsradikalen Hintergrund aus.

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Bei den bisherigen Untersuchungen seiner elektronischen Datenträger, die von der Polizei beschlagnahmt wurden, fanden die Ermittler der Generalstaatsanwaltschaft zufolge auch Dateien mit rechtsradikalen Inhalten. Zudem seien Waffen sichergestellt worden, die sich der Mann vermutlich zur Umsetzung der Anschlagspläne angeschafft habe.

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