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Kinder © Pink Sherbet Photography auf flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG

Weniger Flüchtlinge

Zahl der Inobhutnahmen sinkt deutlich

Die Zahl von Kindern und Jugendlichen, die von Behörden in Obhut genommen wurden, ist im Jahr 2018 deutlich gesunken. Ursächlich ist die ebenfalls gesunkene Zahl unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge.

Dienstag, 20.08.2019, 5:21 Uhr|zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 21.08.2019, 15:52 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |   Drucken

Die deutschen Behörden haben im Jahr 2018 deutlich weniger Kinder und Jugendliche zu deren Schutz in Obhut genommen. Wie das Statische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte, registrierten die Jugendämter 52.600 Fälle. Das sei ein Rückgang um knapp 8.800 (minus 14 Prozent). Hauptgrund sei die stark gesunkene Zahl unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge, die nach ihrer Ankunft fast immer zunächst von den Ämtern in Obhut genommen würden.

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Nach Angaben der Statistiker sank die Zahl der Inobhutnahmen minderjähriger Flüchtlinge um etwa 10.300 Fälle. Das entsprach einem Rückgang um 46 Prozent. Zugleich gab es aber mehr Schutzmaßnahmen, etwa wegen körperlicher und/oder psychischer Kindesmisshandlung. 2018 kam es deswegen zu über 1.200 Inobhutnahmen mehr als im Vorjahr (plus 25 Prozent).

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Überforderung und Misshandlung

Am häufigsten reagierten die Behörden auf Überforderung eines oder beider Elternteile (24 Prozent). Die unbegleitete Einreise aus dem Ausland, die im Vorjahr noch der häufigste Anlass für eine Schutzmaßnahme war, rückte mit 16 Prozent der Fälle an die zweite Stelle. Anzeichen für körperliche und/oder psychische Kindesmisshandlung (8,3 Prozent) waren die dritthäufigste Ursache für eine Inobhutnahme, Anzeichen für Vernachlässigung (8,1 Prozent) die vierthäufigste.

In weit über der Hälfte aller Fälle wurden die Inobhutnahmen von sozialen Diensten und Jugendämtern angeregt (57 Prozent). In 18 Prozent der Fälle hatten die Jungen oder Mädchen selbst Hilfe beim Jugendamt gesucht. Bei weiteren zwölf Prozent machten Polizei oder Ordnungsbehörden auf die Probleme aufmerksam. Sieben Prozent der Fälle gingen auf Initiativen der Eltern zurück. (epd/mig)

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