Hand, Waschen, Spüle, Arzt, Putzfrau
Ärztin oder Putzfrau? © Todd Baker << technowannabe auf flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG

Studie

Einwanderinnen entlasten deutsche Familien

Die Einwanderung von ausländischen Frauen hat einen positiven Einfluss auf deutsche Frauen. Sie können durch die Unterstützung Familie und Beruf besser vereinbaren. Auch die Bereitschaft, ein Kind zu bekommen, erhöht sich. Das geht aus einer aktuellen IAB-Studie hervor.

Mittwoch, 07.02.2018, 6:25 Uhr|zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 08.01.2020, 15:43 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |   Drucken

Eingewanderte Frauen entlasten deutsche Familien zunehmend bei der Hausarbeit. Nach einer am Dienstag veröffentlichten Studie des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) vergrößert sich mit der Migration das Angebot zur Kinderbetreuung, häuslichen Altenpflege sowie zur Hausarbeit wie Waschen, Putzen und Kochen. In der Folge seien einheimische Frauen in größerem Umfang erwerbstätig.

Steigt der Anteil der Migrantinnen an der Bevölkerung in einer Region um zehn Prozent – zum Beispiel von drei Prozent auf 3,3 Prozent -, führt dies laut Studie zu einer Erhöhung des Angebots von Haushaltsdienstleistungen um 18 Prozent. „Eine bessere Verfügbarkeit von Haushaltsdienstleistungen kann einheimische Frauen entlasten und damit einen möglichen Konflikt bei der Entscheidung zwischen Familie und Beruf entschärfen“, heißt es.

Vereinbarkeit von Hausarbeit und Kinderbetreuung

Zugleich nehme die Wahrscheinlichkeit zu, dass deutsche Frauen länger als 30 Stunden erwerbstätig seien, heißt es weiter. Bei den einheimischen Frauen mit mittlerer Qualifikation sei dieser Effekt am stärksten. Sie könnten „mithilfe der Zuwanderung sowohl Erwerbstätigkeit und Hausarbeit als auch Erwerbstätigkeit und Kinderbetreuung leichter vereinbaren“, heißt es in der Studie. Zudem steige bei diesen Frauen bei einem höheren Anteil der Migrantinnen an der Bevölkerung auch die Wahrscheinlichkeit, ein Kind zu bekommen.

Die IAB-Studie bezieht sich auf in Deutschland geborene Frauen im Alter von 22 bis 45 Jahren. Untersuchungszeitraum sind die Jahre 1999 bis 2012. (epd/mig)

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