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Menschen © ThisParticularGreg auf flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG

Umfrage

Große Mehrheit der Deutschen ist liberal und weltoffen

Deutsche sind mehrheitlich weltoffen, tolerant und liberal - auch Andersgläubigen und Ausländern gegenüber. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage hervor.

Freitag, 25.08.2017, 4:20 Uhr|zuletzt aktualisiert: Sonntag, 27.08.2017, 1:07 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |   Drucken

Die große Mehrheit der Deutschen zeigt sich einer Studie zufolge weltoffen, tolerant und liberal. Laut der Untersuchung des Bonner Instituts infas im Auftrag der Zeit gibt es keine Hinweise auf eine innere Spaltung des Landes, auf grassierende Fremdenangst oder auf eine massive Verunsicherung der Bevölkerung.

Für die repräsentative Studie wurden 1.501 Bürger unter anderem gefragt, wer zum kollektiven „Wir“ in Deutschland gehört. 82 Prozent gaben „Menschen anderer Religion“ als Antwort an. „Homosexuelle“ zählen für 80 Prozent, „Menschen mit einem ganz anderen Lebensstil“ für 73 Prozent, „Ausländer/Migranten“ für 72 Prozent und „Flüchtlinge“ für 71 Prozent der Befragten zum „Wir.“

Mehrheit für Hilfe und Meinungsvielfalt

Laut der Umfrage sind zudem 66 Prozent der Auffassung, es sei „wichtig, sozial Benachteiligten und gesellschaftlichen Randgruppen zu helfen“. 52 Prozent halten die These für richtig, dass es ohne Freihandel und internationale Zusammenarbeit keinen Wohlstand und Frieden gibt. Ebenso viele Befragte stimmten der Aussage zu, „man sollte immer auch Meinungen tolerieren, denen man eigentlich nicht zustimmen kann“. Infas-Geschäftsführer Menno Smid sieht in diesen Befunden eine hohe „Zustimmung zu Aussagen des kosmopolitischen Liberalismus“.

Indes vertritt laut Zeit eine relativ klar umrissene Gruppe von Bürgern entschieden andere Ansichten. Auf die Frage, ob Flüchtlinge zum „Wir“ in Deutschland gehören, sagen 80 Prozent der AfD-Anhänger „Nein“. Zudem sind 75 Prozent der AfD-Sympathisanten der Auffassung, dass „Ausländer/Migranten“ nicht dazu gehören. Deutlich weniger ablehnend stehen Anhänger der rechtspopulistischen Partei einer anderen Gruppe gegenüber: Lediglich 36 Prozent von ihnen sagen, „Menschen anderer Religion“ gehörten nicht zum „Wir“. (epd/mig)

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