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Aktuelle Zahlen

Mehr Familiennachzug nach Deutschland

Im ersten Halbjahr 2017 stellte das Auswärtige deutlich mehr Visa für Familienzusammenführungen aus als im Vorjahreszeitraum. Einen starken Anstieg gibt es beim Nachzug zu minderjährigen Flüchtlingen.

Dienstag, 18.07.2017, 4:22 Uhr|zuletzt aktualisiert: Dienstag, 18.07.2017, 22:39 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |   Drucken

Die Zahl der Familiennachzüge nach Deutschland ist einem Bericht zufolge im ersten Halbjahr 2017 deutlich gestiegen. Von Januar bis Ende Juni 2017 stellte das Auswärtige Amt insgesamt 62.000 Visa für Familienzusammenführungen aus, wie die Heilbronner Stimme unter Berufung auf Kreise des Auswärtigen Amts berichtete. Im ersten Halbjahr 2016 waren es demnach 45.000, im ersten Halbjahr 2015 nur 30.000 Visa.

Auch die Zahl der Familiennachzüge zu syrischen und irakischen Flüchtlingen stieg dem Bericht zufolge deutlich an. Im ersten Halbjahr 2017 wurden zu diesem Zweck demnach 25.500 Visa ausgestellt. Im selben Zeitraum im vergangenen Jahr waren es 15.500, im ersten Halbjahr 2015 etwa 7.000 Visa.

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Einen starken Anstieg habe das Auswärtige Amt auch beim Nachzug zu minderjährigen Flüchtlingen verzeichnet, berichtete die „Heilbronner Stimme“. Im ersten Halbjahr 2016 stellte das Ministerium demnach 550, im ersten Halbjahr 2017 insgesamt etwa 4.000 Visa aus. Für das Jahr 2015 habe es noch keine gesonderte Erhebung gegeben.

Kürzere Wartezeiten in Syrien

Das Auswärtige Amt schätze den zu erwarteten Familiennachzug zu Flüchtlingen auf 200.000 bis 300.000 Personen, hieß es. Das Ministerium berücksichtige für diese Schätzung unter anderem die Zahl der bisherigen Terminanfragen (etwa 100.000) und die Zahl der bereits bearbeiteten Fälle.

Die Wartezeiten zur Erteilung von Visa in den deutschen Botschaften rund um das Bürgerkriegsland Syrien haben sich in den vergangenen Monaten den Angaben nach deutlich reduziert. Antragsteller in der Türkei müssen demnach derzeit einen Monat warten, im vergangenen Jahr waren es zwölf Monate. In Erbil sank die Wartezeit von 18 Monaten auf sieben Monate. Angesichts der derzeit geschlossenen Grenze zur Türkei konzentriere sich der Andrang von weiteren bis zu 100.000 angefragten Terminen auf die Botschaft in Beirut, berichtete die Zeitung. Dort betrage die Wartezeit momentan etwa neun bis zwölf Monate. (epd/mig)

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