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Britische Einbürgerungswelle im Brexit-Jahr

Im vergangenen Jahr wurden in Rheinland-Pfalz über 6.000 Ausländer eingebürgert. Das sind 308 mehr, als im Jahr zuvor. Einen sprunghaften Anstieg verzeichnete im Brexit-Jahr die Einbürgerungszahl britischer Bürger.

Mittwoch, 03.05.2017, 4:19 Uhr|zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 03.05.2017, 16:12 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |   Drucken

Die Einbürgerungszahlen in Rheinland-Pfalz sind im vergangenen Jahr gestiegen. Insgesamt wurden 6.064 Menschen eingebürgert und damit 5,4 Prozent mehr als in 2015. Die Liste der am häufigsten eingebürgerten Nationalitäten wird wie schon seit Jahren von türkischen Staatsbürgern (818) angeführt. Es folgen Polen (485), Italiener (307), Kosovaren und Ukrainer (jeweils 232) sowie Rumänen (223).

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Mit 198 Briten erhielten im Jahr des Brexit-Referendums so viele Bürger des Vereinigten Königreiches die deutsche Staatsbürgerschaft, wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Diese behielten allerdings allesamt auch ihren Britischen Pass. Dies gilt auch für die Angehörigen der übrigen EU-Länder. Demgegenüber haben von den eingebürgerten Türken lediglich 26 Prozent, von den Kosovaren 15 Prozent und von den Ukrainern 11 Prozent ihre bisherige Staatsangehörigkeit beibehalten.

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Hohe Einbürgerungsbereitschaft bei Libyern

Die höchste Einbürgerungsbereitschaft wurde mit großem Abstand bei Libyern festgestellt. Es folgen Angolaner, Staatenlose, Dominikaner sowie Kubaner. Briten und Türken belegen in dieser Rangliste die Plätze 19 bzw. 62.

Von den 2.661 Männern und 3.403 Frauen lebten rund ein Viertel schon 22 und mehr Jahre in Deutschland. Im Schnitt waren die Eingebürgerten rund 33 Jahre alt.

Integrationsbeauftragter zufrieden

Wie bereits in den Vorjahren wurde die mit Abstand höchste Zahl von Einbürgerungsurkunden in Ludwigshafen (1.016) und Mainz (586) ausgehändigt. Die wenigsten Einbürgerungen erfolgten in Zweibrücken (32) und im Landkreis Cochem-Zell (30). Gemessen an der Zahl der im Ausländerzentralregister registrierten Personen belegte ebenfalls Ludwigshafen den Spitzenplatz. Dort erhielten 2,5 Prozent der dort lebenden Ausländer einen deutschen Pass.

Die rheinland-pfälzische Integrationsstaatssekretärin Christiane Rohleder sowie der Integrationsbeauftragte der Landesregierung, Miguel Vicente, zeigten sich erfreut über die Einbürgerungszahlen: „Wir sind mit unserer Einbürgerungskampagne ‚Ja zur Einbürgerung‘ erfolgreich.“ (mig)

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