Afghanistan-Adventskalender
Schicksals-Geschichten statt Schokolade
Mit einem Afghanistan-Adventskalender macht die Nordkirche auf das Schicksal von Flüchtenden aus Afghanistan aufmerksam. Ab dem 1. Dezember gibt es jeden Tag eine Geschichte zu lesen von Menschen und Familien aus Afghanistan.
Mittwoch, 30.11.2016, 8:19 Uhr|zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 30.11.2016, 16:23 Uhr Lesedauer: 1 Minuten |
Einen Afghanistan-Adventskalender im Internet hat die Nordkirche zusammengestellt. Vom 1. bis zum 24. Dezember lässt sich auf dem Portal www.afghanistan-adventskalender.de täglich ein neues Türchen mit einer Geschichte öffnen, wie die kirchliche Flüchtlingsbeauftragte Dietlind Jochims am Dienstag in Hamburg mitteilte. Statt um Schokolade gehe es um Schicksale von Menschen und Familien aus Afghanistan – und darum, wovon „Politiker sprechen, wenn sie von einem sicheren Land reden“, sagte die Pastorin.
Die Adventskalendergeschichten handeln von Menschen aus Afghanistan, die in Hamburg, Schleswig-Holstein oder Mecklenburg-Vorpommern leben. „Es sind eindrückliche Zeugnisse von Hoffnung auf Sicherheit, Erfahrungen von Gewalt, Angst und Liebe – und von Verunsicherung und Lebenswillen“, sagte Jochims. „Ich wünsche mir, dass wir den Advent als Zeit der Besinnung und Umkehr nutzen“, erklärte die Flüchtlingsbeauftragte. „Wir als Kirche müssen deutlich Stellung beziehen: Afghanistan ist kein sicheres Land!“. Die Idee, „auf dem Reißbrett“ angeblich sichere Gegenden in Afghanistan zu konstruieren, in die man Menschen abschieben könne, sei menschenverachtend. (epd/mig)
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