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Einbürgerungsurkunde © MiGAZIN

Baden-Württemberg

So viele Einbürgerungen wie seit zehn Jahren nicht

2015 lag der Wert der Einbürgerungen in Baden-Württemberg so hoch wie seit zehn Jahren nicht mehr. Integrationsministerin Öney führt das zurück auf ein einbürgerungsfreundliches Klima. Davon profitierten alle.

Freitag, 15.04.2016, 8:22 Uhr|zuletzt aktualisiert: Sonntag, 17.04.2016, 22:58 Uhr Lesedauer: 2 Minuten  |   Drucken

Im vergangenen Jahr erhielten 17.546 ausländische Personen in Baden-Württemberg die deutsche Staatsangehörigkeit. Das sind so viele Einbürgerungen wie seit dem Jahr 2003 nicht mehr (2003: 19.454). Gegenüber dem Jahr 2014 sind die Zahlen um vier Prozent angestiegen (2014: 16.804) Die Einbürgerungsquote – die Zahl der Einbürgerungen bezogen auf die Zahl der Ausländer – lag im vergangenen Jahr landesweit bei 1,2 Prozent. Das teilte das Statistische Landesamt am Donnerstag mit.

Integrationsministerin Bilkay Öney zeigte sich erfreut über die Zahlen: „Seit Beginn der Legislaturperiode haben wir Akzente für ein einbürgerungsfreundliches Klima gesetzt. Wir haben unsere Einbürgerungspolitik liberalisiert, Spielräume im Bundesgesetz konsequent genutzt und aktiv für die Einbürgerung geworben.“ Erfreulich sei, dass mittlerweile auch zahlreiche Kreise und Kommunen diesen Impuls der Landesregierung aufgegriffen hätten. Mit eigenen Veranstaltungsangeboten für Ausländer informierten sie direkt vor Ort über die Vorteile einer Einbürgerung.

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Einbürgerung = Integraton

„Die erneut gestiegenen Einbürgerungszahlen zeigen, dass unsere Maßnahmen direkt bei der Zielgruppe ankommen und sich dadurch immer mehr gut integrierte Ausländer für den deutschen Pass entscheiden“, so Ministerin Öney. „Eingebürgerte haben im Schnitt bessere Bildungsabschlüsse, bessere Jobs und bessere Einkommen. Einbürgerung lohnt sich also für beide Seiten, die Migranten und den Staat.“

Am häufigsten haben im vergangenen Jahr in Baden-Württemberg Türken (3.369) die deutsche Staatsangehörigkeit erworben – jede fünfte Einbürgerung im Land entfiel auf eine Person mit türkischem Pass. Es folgen Einbürgerungen von Staatsangehörigen aus der Republik Kosovo (1.376) und aus Kroatien (1.128).

Mehr als die Hälfte der Eingebürgerten erhielt die doppelte Staatsbürgerschaft (58 Prozent). Je nach Herkunftsland gab es allerdings erhebliche Unterschiede: So mussten über 90 Prozent der Eingebürgerten aus der Türkei und der Ukraine ihre ehemalige Staatsangehörigkeit aufgeben, während Eingebürgerte aus Afghanistan und aus Syrien zu 100 Prozent ihren bisherigen Pass behalten konnten. (imbw/mig)

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