Polen, Polnisch, Einwanderung, Integration, Migration
Polnischer Restaurant © UggBoy @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG

NRW-Studie

Polnische Zuwanderer überdurchschnittlich gut integriert

Einer Studie zufolge sind polnische Einwanderer vergleichsweise überdurchschnittlich gut integriert. Sie verfügen häufiger über eine Ausbildung und sind seltener ohne Schulabschluss.

Donnerstag, 28.01.2016, 8:20 Uhr|zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 08.01.2020, 15:44 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |   Drucken

Polnische Einwanderer sind im Vergleich zu Migranten aus anderen Ländern überdurchschnittlich gut in Nordrhein-Westfalen integriert. Zu diesem Ergebnis kommt eine am Dienstag in Düsseldorf vorgestellte Studie des Landes-Integrationsministeriums. Demnach sind Migranten aus Polen seltener ohne allgemeinbildende Abschlüsse und verfügen häufiger über eine abgeschlossene Berufsausbildung.

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Derzeit leben laut der Studie rund 564.000 Menschen mit polnischer Herkunft in Nordrhein-Westfalen. Sie sind damit nach den Türken die größte Zuwanderungsgruppe. Gemessen an den Migranten pro Jahr war Polen 2014 mit rund 45.500 Menschen sogar das wichtigste Herkunftsland von Zuwanderern aus dem Ausland nach NRW. Gerade weil die polnischen Migranten so gut integriert seien, wisse man vergleichsweise wenig über sie, sagte Integrations-Staatssekretär Thorsten Klute. Auch gebe es kaum polnische Gemeinden in den Städten.

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Drei von vier haben deutsche Staatsbürgerschaft

Die Studie des Integrationsministeriums, erstellt zum 25-jährigen Bestehen des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrags, trägt erstmals Fakten zur polnischen Migration in Nordrhein-Westfalen zusammen. Danach verfügen 37,8 Prozent der polnischen Zuwanderer über die Fachhochschulreife oder Abitur. Bei den Migranten insgesamt liegt dieser Anteil mit 31,5 Prozent deutlich darunter. Zudem haben 56,7 Prozent der polnischen Migranten eine abgeschlossene Berufsausbildung, dagegen nur 38,6 Prozent der Migranten insgesamt.

Die Mehrheit von 41,3 Prozent der hier lebenden polnischen Zuwanderer kam zwischen 1950 und 1989 nach NRW. Weitere 34,1 Prozent zogen nach 1990 zu, während 24,5 Prozent hier geboren sind und damit der zweiten Generation angehören. Mehr als drei Viertel der Menschen polnischer Herkunft haben die deutsche Staatsbürgerschaft. Datenbasis für die Studie war der Mikrozensus NRW für das Jahr 2014. (epd/mig)

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