NoiZ guitar duo - DOS © KSG Publishing
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Musiktipp

Zwei Gitarren in Berlin

Eine junge Griechin, ein junger Spanier, zwei Gitarren und die deutsche Hauptstadt. Das sind die Zutaten von NoiZ, einem Gitarrenduo nach südeuropäischer Art.

Von Gabriele Voßkühler Freitag, 13.02.2015, 8:20 Uhr|zuletzt aktualisiert: Sonntag, 15.02.2015, 18:33 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |   Drucken

NoiZ, das ist der 31-jährige Spanier Pedro Izquierdo und die 31-jährige Griechin Dora Nakou. Kennengelernt haben sich die beiden Gitarristen während ihres Masterstudiums an der Universität Mozarteum in Salzburg. Seit 2010 leben und arbeiten sie in Berlin. Fernab vom etablierten Kulturbetrieb. Nun haben die beiden Musiker ihre zweite CD aufgenommen: Ein Klangerlebnis.

Keiner der großen Klassiker – weder Haydn, noch Mozart und Beethoven – hat je für die Gitarre geschrieben. Mit ihrer neuen CD, „Dos“, beweisen Dora Nakou und Pedro Izquierdo, dass die klassische Gitarrenmusik dennoch so vielfältig ist wie kaum eine andere. Die musikalische Reise, auf die sie ihre Hörer mitnehmen ist ein Querschnitt durch die großen Werke des Duorepertoires für Gitarre. Sie beginnt mit zwei eigenen Bearbeitungen des Barockkomponisten Domenico Scarlatti im 17. Jahrhundert, führt über den italienischen Komponisten und Pianisten Mario Castelnuovo-Tedesco in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts und endet mit dem Brasilianer Egberto Gismonti, einem zeitgenössischen Komponisten, bei der Neuen Musik.

Dass Nakou und Izquierdo mittlerweile auch privat ein Paar sind, gibt ihrer Musik eine besondere Färbung. Sie klingt durchweg wie ein Zwiegespräch: Nakou und Izquierdo fordern sich heraus, ergänzen, begleiten und kommentieren sich gegenseitig. Einer der Höhepunkte dieses Zwiegespräches ist zweifellos ihre Bearbeitung von „Mallorca“. Isaac Albéniz, ein spanischer Komponist, der Ende des 19. Jahrhunderts lebte, schrieb dieses Werk ursprünglich für Klavier solo. Wer bei Nakous und Izquierdos Interpretation von „Mallorca“ ohne Gänsehaut davonkommt, dem ist nicht zu helfen.

Für den Hörer von klassischer Musik ist die Gänsehaut ein untrüglicheres Beweismittel als jeder analytische Werzeugkasten: Eine Beweismittel für gute Musik und hervorragende Interpreten. Am 19. Februar präsentieren die beiden Musiker ihre neue CD im Instituto Cervantes in Berlin.

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